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Ostholstein OSV stimmt für Fusion mit dem GTV
Lokales Ostholstein OSV stimmt für Fusion mit dem GTV
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20:34 13.01.2017
Der OSV-Vorstand: Beisitzer Peter Schwabe, Kassenwartin Hilde Schmidt, Schriftführerin Karin Haby, Vorsitzender Stephan Peters und Stellvertreter Olaf Höper (v.l.). Quelle: Foto: Christina Düvell-Veen

Im Februar oder März wird die Entscheidung fallen. Dann stimmen die Mitglieder vom Gleschendorfer Turnverein (GTV) und vom Ostseesportverein (OSV) Scharbeutz in zwei ordentlichen Jahresversammlungen darüber ab, ob fusioniert werden soll oder nicht. Die Gleschendorfer hatten sich bereits im November mehrheitlich dafür ausgesprochen und ihren Vorstand beauftragt, einen Zusammenschluss vorzubereiten. Jetzt votierten die Mitglieder des OSV ebenfalls während einer außerordentlichen Hauptversammlung für diesen Schritt.

Ins OSV-Vereinsheim waren allerdings lediglich 14 der 480 Vereinsmitglieder gekommen. Stephan Peters, der sowohl Vorsitzender des OSV als auch Vorsitzender des GTV und zudem des Fußballclubs (FC) Scharbeutz ist, sagte zur geringen Teilnehmerzahl: „Daran kann man doch sehen, dass es vielen egal ist, was passiert. Sie wollen einfach nur Sport treiben.“ Peters stellte die beiden Alternativen eines Zusammenschlusses vor und berichtete auch aus Gleschendorf. Schon im November sei dort deutlich gemacht worden, dass der Verein nur mit einer neuen Führung überleben kann. Alle derzeit amtierenden Vorstandsmitglieder seien nicht bereit, während der Jahresversammlung erneut zu kandidieren. Peters: „Wenn sich dort ein Vorstand findet, laufen wir weiterhin getrennt und sind weiter Freunde.“ Wenn dies aber nicht eintrete, werde die Gemeinde einen Notar mit der Abwicklung des Vereins beauftragen, das Vereinsvermögen werde einem gemeinnützigen Zweck zugutekommen. Ähnlich wie schon in Gleschendorf wurden auch in Scharbeutz kritische Stimmen laut. „Was passiert mit dem FC, wenn der GTV kaputt geht?“, war eine Frage und „Wir sollten die Finger davon lassen und so lange warten, bis der GTV nicht mehr kann“ eine andere Bemerkung. Peters rechnete vor, dass der OSV 480, der GTV 160 und der FC ebenfalls 160 Mitglieder hat. Bei einer Fusion sei dies „eine kleine Macht“, mit der auch gegenüber der Gemeinde anders aufgetreten werden könne. „Wir haben gegenüber dem GTV, mit dem wir seit Jahren befreundet sind, auch eine Verantwortung“, sagte Peters. Für die Fusion stimmten neun, dagegen drei OSV-Mitglieder. Es gab zwei Enthaltungen.

Beim Kreissportverband (KSV) werden die Fusionsabsichten positiv bewertet. KSV-Vorsitzender Rolf Röhling auf LN-Anfrage: „Schlimmer wäre es, wenn sich der Verein auflöst und die Mitglieder keinen Sport mehr treiben könnten.“

Christina Düvell-Veen

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