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Ostholstein Ohne Busfahrer durch Eutin
Lokales Ostholstein Ohne Busfahrer durch Eutin
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22:11 16.03.2017
Drei Hersteller sind derzeit im Wesentlichen am Markt aktiv: Navya und EasyMile aus Frankreich und die US-amerikanische Firma Local Motors mit einer Tochtergesellschaft in Berlin, die den „Olli“ (hier im Bild) produziert. Quelle: Fotos: Jason Dixson/local Motors, Sabine Latzel

Für den Förderantrag bei der Aktivregion Schwentine/Holsteinische Schweiz (SHS) gab der Eutiner Hauptausschuss jetzt grünes Licht.

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Drei Hersteller sind derzeit im Wesentlichen am Markt aktiv: Navya und EasyMile aus Frankreich und die US-amerikanische Firma Local Motors mit einer Tochtergesellschaft in Berlin, die den „Olli“ (hier im Bild) produziert.

Wie der Kreis auf die Idee gekommen ist, die Einsatzmöglichkeiten des innovativen Verkehrsmittels in Ostholstein auszuloten, kann Horst Weppler erklären. „Wir gehören der Metropolregion Hamburg an und arbeiten dort am Leitprojekt ,Flexible Bedienformen‘ mit. Daraus ergab sich der Kontakt zu Planern, die sich mit dem Einsatz autonomer Busse beschäftigen“, sagt der Verantwortliche vom Fachdienst Regionale Planung. Innerhalb des Klimaschutzkonzeptes sei man bestrebt, unter anderem die Elektromobilität zu fördern und bedarfsgerechte Verkehre in Ergänzung zum Öffentlichen Personennahverkehr zu entwickeln. Dazu gehören Anruf- und Bürgerbusse, und auch der autonome Bus passt in dieses Raster.

Die Busse bieten Platz für bis zu 15 Fahrgäste. Derzeit laufen weltweit Testphasen, an wenigen Orten ist bereits ein Regelbetrieb installiert. Auf einem Kernkraftwerksgelände in Frankreich sind sechs Fahrzeuge unterwegs, auch in einer Schweizer Altstadt rollen zwei autonome Busse durch die Gassen. In Eutin könnte eine solche Linie zwischen Krankenhaus, Bahnhof, Innenstadt, Markt und dem Schloss samt Seeuferpark verlaufen. „An dieser Strecke liegen auch zahlreiche Seniorenwohnheime, für die dieser Bus auch unter dem Gesichtspunkt der Inklusion ein interessantes Angebot darstellen würde“, heißt es in der Projektskizze zur Studie. Überdies seien verschiedene Verkehrssituationen und Bodenbeschaffenheiten gegeben, begründet Weppler die Eignung der Kreisstadt. Der Bus wäre auf regulären Straßen, in der Innenstadt und in einer Parkanlage unterwegs.

Diese Vielfalt sei auch Voraussetzung für eine Förderfähigkeit: Das Bundesverkehrsministerium bezuschusst autonome Busse, wenn sie zuvor in unterschiedlichen verkehrlichen Kontexten getestet wurden. Daher strebt der Kreis an, das Ferienzentrum Weissenhauser Strand als Beispiel einer „inneren Erschließung“, also innerhalb eines internen Geländes, einzubinden. Von Weissenhäuser Strand aus soll zudem eine Strecke über die Landstraße nach Oldenburg miteinbezogen werden.

Die Machbarkeitsstudie soll erarbeiten, ob der Einsatz autonom fahrender Busse weiterverfolgt werden soll. Die Bruttokosten dafür liegen bei 25000 Euro. 80 Prozent der Nettosumme wären als Förderung der Aktivregionen – neben Schwentine/Holsteinische Schweiz (SHS) auch Wagrien-Fehmarn – möglich, rund 4000 Euro leiste die Weissenhäuser Strand GmbH und jeweils 750 Euro kämen auf das Amt Oldenburg und die Stadt Eutin zu. 2700 Euro verblieben als Eigenanteil beim Kreis. Als zeitlichen Rahmen für die Studie nennt der Projektvorschlag die Zeit vom 1. Mai bis zum 31. Oktober 2017. Auf der Vorstandssitzung der Aktivregion SHS am 3. April wird um 18 Uhr im „Gasthaus zum Frohsinn“ in Bosau über die Förderung beraten und beschlossen.

 Astrid Jabs

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