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Ostholstein Orgel kommt später
Lokales Ostholstein Orgel kommt später
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18:22 06.09.2018
Oldenburgs Kirchenmusiker Matthias Voget hat den Zeitplan im Blick, sieht aber trotz erneuter Verzögerung keine Probleme. Quelle: LOUIS GÄBLER
Oldenburg

Eigentlich sollte der 40-Tonner die neue Orgel für die Oldenburger Johannis-Kirche bereits am vergangenen Montag bringen. Doch schon Ende August verschob sich dieser Termin aber auf den 17. September. Jetzt soll es der 8. Oktober werden. „Das ist aber kein Problem“, sagt Oldenburgs Kirchenmusiker Matthias Voget.

Die wochenlange Dürre dieses Sommers hat sich auch auf den Bau der Oldenburger Orgel ausgewirkt. Die Trockenheit machte den Orgelbauern in Bautzen (Sachsen) schwer zu schaffen - in der Produktion und im Notdienst. Denn diverse Organisten aus ganz Sachsen funkten SOS, weil ihre Instrumente aussetzten und Hochzeiten gefährdet waren. Da mussten die Bautzener Orgelbauer als Notdienst-Team immer wieder raus – und ihre eigentliche Arbeit unterbrechen. „Dirk Eule war es sehr unangenehm, als er sich am Dienstag dieser Woche per Telefon meldete“, sagt Kantor Matthias Voget. Der bereits verschobene Liefertermin musste noch einmal verschoben werden.

Von der alten Marcussen-Orgel hin zur neuen Eule-Orgel

„Solche Terminverschiebungen sind aber nicht unüblich“, erklärt der Orgelsachverständige der Nordkirche, Hans-Martin Petersen. Die Orgelbaufirmen haben dünne Personaldecken, Krankheitsfälle und Noteinsätze träfen immer wieder aktuelle Projekte. „Jetzt steht er aber fest: Am 8. Oktober kommt ein sechsköpfiges Team, um binnen vier Wochen das Instrument in Oldenburg aufzubauen“, sagt Voget. „Der Chef Dirk Eule wird ebenfalls mit vor Ort sein.“

Um die empfindlichen Teile vor Feuchtigkeit zu schützen, sind viele Elemente eingeschweißt. Der 40-Tonner werde die Johannis-Kirche von der Johannisstraße aus anfahren, erklärt Voget. Am gusseisernen Tor wird entladen, auf gummibereiften Handwagen sollen alle Teile in die Kirche gebracht werden. Der eigentliche Aufbau der Eule-Orgel beginnt umgehend, denn die Zeit drängt. Eingeweiht wird die neuen Orgel bereits am 1. Advent mit einem Festgottesdienst.

Straffer Zeitplan

Damit das geschafft wird, ist der Zeitplan eng getaktet: Vier Wochen Aufbau, anschließend kommen die Intonateure zum Einsatz. Es sind zwei Teams zu je zwei Mann, die ab der vierten Woche das neue Instrument stimmen. Chef-Intonateur Gregor Hieke ist ebenfalls dabei. „Das ist ein Glücksfall für uns“, sagt Voget. Was jetzt noch gebraucht wird, sind Privatquartiere für das Aufbau-Team. Vermieter sollen sich gerne im Kirchenbüro (Telefon 043 61/24 59) melden.

Orgel-Weihe im Advent

Bereits am 1. Advent (Sonntag, 2. Dezember) soll die neue Orgel mit einem Gottesdienst (10.30 Uhr), einem Empfang (12 Uhr) und einem Festkonzert (16 Uhr) eingeweiht werden.

Der Kauf der neuen Orgel für die Oldenburger Johanniskirche konnte nur mit großem finanziellen Aufwand durch Kirche und Förderverein realisiert werden. Jahrelang waren Dr. Rolf Olderog, Vorsitzender des Orgelbauvereins, sein Stellvertreter Helmut Schwarze und viele weitere Unterstützer unterwegs, um Spenden zu sammeln und so die finanzielle Lücke zum Kaufpreis für die Eule-Orgel (540 000 Euro) zu schließen. 120 000 Euro kamen auf diese Weise zusammen – genug Geld, sodass am 24. Februar 2017 der Kaufvertrag unterschrieben werden konnte (die LN berichteten). Jetzt sei es endlich so weit, darauf habe man gemeinsam lange hingearbeitet, sagte damals Matthias Voget.

Louis Gäbler

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