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Ostholstein Oldenburg: CDU-Ortsvorstand tritt geschlossen zurück
Lokales Ostholstein Oldenburg: CDU-Ortsvorstand tritt geschlossen zurück
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12:02 17.05.2018
„Aus meiner Sicht sind die Aussagen falsch.Torsten Becker Fraktionssprecher

Es habe sich gezeigt, dass es „offensichtlich Strömungen gibt, die immer wieder Öl ins Feuer gießen wollen“, heißt es in einem Schreiben des – nun ehemaligen – Vorstands an die Mitglieder des Ortsverbands, das den LN vorliegt. Die Entscheidung zum Rücktritt sei schon nach der letzten Mitgliederversammlung gefallen, „aus Rücksicht auf unsere CDU“ jedoch erst nach der Kommunalwahl bekannt gegeben worden.

 

„Veränderungen standen ohnehin an.Christian Claußen ehemaliger Ortsvorsitzender
„Der Kreisverband muss aktiv werden.Ingo Gädechens Kreisvorsitzender

„(. . .) mussten wir feststellen, dass von mehreren Mandatsträgern bewusst und gewollt gegen den Vorstand gearbeitet wird“, schreiben Ex-Ortsvorsitzender Christian Claußen und seine Stellvertreter. Dabei sei auch keine Rücksicht auf die Partei genommen worden. „Dieser Zustand ist für alle Vorstandsmitglieder unerträglich und hat unserem Ortsverband schweren Schaden zugefügt.“

Bemühungen, „Gräben zu schließen“, seien in den vergangenen anderthalb Jahren ohne Erfolg geblieben.

Nach LN-Informationen gab es schon 2016 Unstimmigkeiten innerhalb der Oldenburger CDU, was letztlich auch damals zur Wahl eines neuen Vorstands führte.

Fraktion weist Vorwürfe zurück

Seitens der Fraktion in der Stadtvertretung kann man die Vorwürfe des ehemaligen Vorstands nicht nachvollziehen. „Aus meiner Sicht sind diese Aussagen falsch“, kommentierte Noch-Fraktionssprecher Torsten Becker das Schreiben. Weiter wollte er sich nicht äußern; das Ganze müsse parteiintern geklärt werden. Den Start der neuen Fraktion in der Stadtvertretung sehe er durch den Wirbel derweil nicht erschwert; die gewählten Vertreter seien größtenteils erfahrene Kommunalpolitiker.

Becker selbst ist derweil künftig kein Mitglied des Gremiums mehr. Seine Entscheidung, nicht erneut zu kandidieren, habe ebenfalls mit den Unstimmigkeiten innerhalb der Partei zu tun, bestätigt er auf Nachfrage. Auch für einen der nun vakanten Vorstandsposten werde er sich „definitiv nicht“ zur Wahl stellen.

Kreisverband schaltet sich ein

CDU-Kreisvorsitzender Ingo Gädechens zeigt sich enttäuscht vom Geschehen in Oldenburg: „Nach dem guten Ergebnis der Kommunalwahl hätte ich eigentlich gedacht, dass sich alle wieder auf die wichtigen Ziele besinnen.“ Der Kreisverband werde nun aktiv werden und Gespräche mit den einzelnen Mitgliedern führen, kündigt er an. Er sei aber guter Dinge, dass sich die Oldenburger bald „vernünftig sortieren“ und neue Vorstandsmitglieder gefunden würden. Zum Beispiel gehe er fest davon aus, dass sich in den Reihen der frisch gewählten Stadtvertreter Menschen finden würden, die auch bereit seien, Verantwortung im Ortsverband zu übernehmen.

Im Übrigen sei es zwar „natürlich ein Zeichen“, wenn ein Vorstand geschlossen zurücktrete, so Gädechens. Christian Claußen wohne jedoch mittlerweile ohnehin in Lübeck; „ein neuer Ortsvorsitzender hätte daher ohnehin früher oder später gewählt werden müssen“.

Christian Claußen selbst verweist ebenfalls auf seinen Umzug, wegen dem er schon sein Kreistagsmandat abgegeben hatte: „Veränderungen standen sowieso an.“ Zu den parteiinternen Vorgängen wollte er sich auf Anfrage nicht weiter äußern. Der Ortsverband werde sich neu aufstellen und einen neuen Vorstand wählen. Er wolle dabei auch nicht ausschließen, dass sich einzelne Mitglieder, die nun mit zurückgetreten seien, dennoch erneut zur Wahl stellen würden.

 Von Jennifer Binder

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