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Ostholstein Oldenburg: Milchdamm soll zum neuen Bahnhof führen
Lokales Ostholstein Oldenburg: Milchdamm soll zum neuen Bahnhof führen
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14:40 25.07.2016

Der geplante Bahnhof am Oldenburger Bruch soll über den Milchdamm erschlossen werden. Im zweiten Anlauf hat sich der Ausschuss für Umwelt und Bauwesen jetzt mit knapper Mehrheit auf diese Variante festgelegt. Eine Anbindung über den Qualser Weg ist damit vom Tisch – genau wie die Verlegung des Haltepunkts nach Göhl, die in der jüngsten Sitzung ebenfalls erneut diskutiert wurde.

Die Verwaltung hatte sich von vornherein für den Milchdamm als „direkte, kürzere und städtebaulich integrierte“ Verbindung zum Bahnhof an der neuen Trasse zur festen Beltquerung ausgesprochen. Die geschätzten Kosten für den Ausbau des Milchdamms liegen bei knapp 3,6 Millionen Euro, eine Anbindung über den Qualser Weg wäre voraussichtlich etwa eine Million Euro teurer. Aus der Politik hatte es zuletzt für keine der beiden Alternativen eine Mehrheit gegeben (die LN berichteten).

Bürgermeister Martin Voigt (parteilos) hatte schon damals betont, wie wichtig es für die Stadt sei, sich zu positionieren: Noch könne Einfluss auf die Planungen der Bahn genommen werden – ohne Beschluss gebe es jedoch keine Grundlage für Forderungen. Auch die Ausschussmitglieder waren sich einig, dass es insofern „diesmal eine Entscheidung geben muss“. Die Meinungen zum Thema gingen derweil weiterhin auseinander.

Architekt Roland Neumann von der Agentur „BahnStadt“ mit Sitz in Berlin – welche auch die Landesverkehrsgesellschaft „Nah.SH“ bei der Gestaltung der Haltepunkte an der zukünftigen Bahntrasse berät – erläuterte in der Sitzung noch einmal die verschiedenen Möglichkeiten. Außer dem Milchdamm und dem Bereich östlich des Göhler Bahnübergangs komme kein anderer Standort für einen Haltepunkt im Bereich Oldenburg infrage; überall sonst sei der Neigungswinkel der Schienen zu groß. Er halte die Variante Milchdamm vor allem aufgrund der geringeren Entfernung zum Oldenburger Stadtzentrum für geeigneter.

Auch der „geraden Anbindungsachse“ über den Milchdamm gab er den Vorzug.

Ausschussvorsitzender Detlef Ruwoldt (CDU) schloss sich dieser Einschätzung an. Weder für die Betroffenen noch für die Umwelt sei es wünschenswert, wenn Autofahrer auf dem Weg zum Bahnhof jedes Mal den Bogen über den Qualser Weg fahren müssten. Henning Andrees (FDP) und Wolfgang Seidel (FBO) sprachen sich ebenfalls für die kürzestmögliche Verbindung zum Stadtzentrum aus.

Klaus Zorndt (SPD) warnte bei dieser Variante unter anderem vor einer zu hohen Belastung der Göhler Straße. Seine Fraktion plädierte dafür, den Fahrzeugverkehr über den Qualser Weg zu lenken und die Benutzung des Milchdamms ausschließlich Fußgängern und Radfahrern zu erlauben.

Zuletzt gab es fünf Stimmen für die Anbindung über den Milchdamm und vier dagegen. Neben den drei SPD-Mitgliedern lehnte auch Torsten Becker (CDU) diese Variante ab. Er hatte im Vorfeld generell die Lage am Milchdamm wegen ihrer Einsamkeit kritisiert und erklärt, ein Bahnhof in Göhl würde ihm „eigentlich besser gefallen“.

Doch ein Neubau für die Stein-Aula? Kosten werden geprüft

2,2 Millionen Euro wird die Sanierung der Aula am Freiherr-vom-Stein-Gymnasium voraussichtlich kosten. Angesichts dieser Größenordnung hat der Ausschuss für Umwelt und Bauwesen die Verwaltung jetzt aufgefordert, auch die Kosten für einen Neubau schätzen zu lassen und die Alternativen gegenüberzustellen.

Weil erst zum April 2017 Fördermittel bei der Aktivregion beantragt werden könnten, ist ein früherer Beginn der Bauarbeiten laut Verwaltung ohnehin nicht möglich. Der Schule sollen deshalb 3500

Euro zur Verfügung gestellt werden, damit für größere Veranstaltungen Ersatzräume angemietet werden können. Der Ausschuss hat dafür grünes Licht gegeben. Laut Verwaltung geht es zunächst um fünf Veranstaltungen bis Ende des kommenden Jahres.

Jennifer Binder

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