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Ostholstein Oldenburg: Wallsanierung beginnt in einer Woche
Lokales Ostholstein Oldenburg: Wallsanierung beginnt in einer Woche
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19:13 25.07.2016
„Der Spaziergang über den Wall gehört für unsere Besucher dazu.“Stephan Meinhardt, Wallmuseum

Die Sanierung des Oldenburger Walls beginnt: Am kommenden Montag fällt laut Stadtverwaltung der Startschuss für die Arbeiten. „Damit geht ein dreijähriger Abstimmungs- und Planungsprozess zu Ende“, zeigt sich Bauamtsleiter Stefan Gabriel erleichtert, dass „es jetzt endlich losgehen kann“.

Bis Mitte Oktober sollen die zwei in Teilen abgerutschten Böschungsbereiche wieder stabilisiert werden. Die Kostenschätzung hat sich von ursprünglich 375000 auf knapp 500000 Euro erhöht, nachdem klar geworden war, dass etwa 2000 Kubikmeter Erdreich ausgetauscht werden müssen. 270000 Euro schießt das Land zu, die restliche Summe muss die Stadt zahlen. Die Stadtvertretung hat die zusätzlichen Mittel mehrheitlich bewilligt – wenn auch „mit Bauchschmerzen“ (die LN berichteten).

Saniert werden laut Bauamtsleiter Gabriel zwei jeweils 50 Meter lange Abschnitte des Walls: im nordöstlichen Bereich an der Burgtorstraße und auf der Südwest-Seite an der Straße Am Wall.

Bürgermeister Martin Voigt (parteilos) hatte bereits in der Sitzung der Stadtvertretung erläutert, dass dort aufgrund statischer Defizite ein weiteres Abrutschen der Böschung drohe. Aus dem Gutachten eines Fachbüros gehe hervor, dass an den betreffenden Stellen gehandelt werden müsse, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten.

In den ausgewählten Bereichen sollen nun Stahlprofile eingesetzt werden, um den Wall zu stabilisieren. Dafür wird die Böschung zunächst abgetragen; später werden die Abschnitte wieder mit Mutterboden bedeckt.

Dass während der Arbeiten voraussichtlich der gesamte Wall für mehrere Wochen gesperrt werden muss, bezeichnet Stephan Meinhardt, Geschäftsführer des Oldenburger Wallmuseums, als „leichtes Ärgernis“.

Der Weg über die Anlage sei nicht nur die Hauptverbindung zwischen Museum und Innenstadt, sondern auch ein wichtiger Bestandteil des Museumsbesuchs, betont er. Grundsätzlich sei es aber erfreulich, wenn die Sanierung jetzt über die Bühne gehe und anschließend auch die zurzeit abgesperrten Bereiche des Walls wieder betreten werden dürften. Der Spaziergang über den Wall werde als Außenprogrammpunkt von vielen Museumsbesuchern angenommen, so Meinhardt. Gerade das „Raumerlebnis“ gehöre dazu, betont er, erst durch den Besuch auf der Anlage würden vielen Menschen die Dimensionen des Walls klar. Deshalb sei es auch schade, dass es nun zunächst keine Möglichkeit mehr gebe, auf den Wall hinaufzugehen. Die Stadt will für die Dauer der Arbeiten eine Alternativroute als Verbindung zwischen Museum und Stadtzentrum ausschildern – laut Meinhardt vorzugsweise so, dass der Wall auf dem Weg zumindest von unten zu sehen ist.

Bauamtsleiter Gabriel hofft, dass die Sanierungsmaßnahme zügig abgeschlossen werden kann. Spiele das Wetter mit, werde der Fertigstellungstermin Mitte Oktober eingehalten werden können, ist er zuversichtlich. Nur zu viel Regen könne zum Problem werden: Dann könne es zu Verzögerungen kommen, weil der abgetragene Boden nicht wieder eingebaut werden könne.

Jennifer Binder

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