Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Ostholstein Videokonferenzen für bessere Kontakte ins Ausland
Lokales Ostholstein Videokonferenzen für bessere Kontakte ins Ausland
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:41 11.02.2019
Der Rotary Club hat Oldenburg ein Videokonferenzsystem geschenkt, das fortan unter anderem für den Kontakt mit der Partnerstadt Blain genutzt werden kann. V.l.: Susanne Knees, Christina Holtz, Martin Voigt, Martina Scheel, Sylvaine Mody, Jörg Saba und David Depenau Quelle: BINDER
Oldenburg

Besseren Kontakt zu Menschen in anderen Ländern – das erhofft sich Oldenburg von einem neuen Videokonferenzsystem, das jetzt in der Stadtbibliothek aufgebaut wurde. Unter anderem soll es für Gespräche mit Vertretern der Partnerstadt Blain in Frankreich genutzt werden, die Technik soll aber beispielsweise auch Schulen und Vereinen zur Verfügung stehen.

Gespendet hat das System der Oldenburger Rotary Club. Dessen Ziel sei die Völkerverständigung, sagte Präsident David Depenau bei der offiziellen Übergabe in der Bücherei. Internationale Kontakte wie eine Städtepartnerschaft seien demselben Thema gewidmet, insofern unterstütze der Club solche Projekte gern. Das Videokonferenzsystem erleichtere die Kommunikation. Ein Hindernis für die Völkerverständigung sei nämlich auch die Entfernung, so Depenau. Jetzt könnten Menschen aus Oldenburg und Blain miteinander sprechen, wann immer sie möchten – und sich dabei nicht nur hören, sondern auch sehen.

Bürgermeister sieht neue Chancen für Schulen

„Entfernung hat immer eine trennende Wirkung“, bestätigte Oldenburgs Bürgermeister Martin Voigt (parteilos), „sie zu überbrücken, kostet Zeit und Geld.“ Das neue Angebot in der Stadtbücherei sei dabei „eine tolle Erleichterung“. Voigt sieht darin insbesondere für Schulen die Chance, Kontakte ins Ausland zu knüpfen oder zu vertiefen. Er freue sich sehr, dass der Rotary Club mit seinem Geschenk „eine Art der Kommunikation ermöglicht hat, die es so sonst nicht hätte geben können“.

Sylvaine Mody vom Oldenburger Städtepartnerschaftskomitee, das den Kontakt mit Blain pflegt, zeigt sich ebenfalls begeistert. Die Videokonferenzen würden „die Wege nach Frankreich verkürzen“. Natürlich sei es nicht möglich, für jede Besprechung nach Blain zu fahren – umso mehr freue sie sich, dass nun trotzdem regelmäßig Gespräche von Angesicht zu Angesicht geführt werden könnten.

Erste Telefonkonferenz mit Frankreich erfolgreich

Den ersten Testanruf machte Mody direkt, nachdem die Technik angeschlossen war. Auf diese Weise konnte auch Frank Schaake vom Städtepartnerschaftskomitee in Blain die kleine Feierstunde in der Bücherei verfolgen. Auf dem Bildschirm wohnte er der Runde bei – und freute sich genauso sehr wie die Vertreter auf deutscher Seite. „Was für eine tolle Verbindung“, stellte er glücklich fest.

Zum System gehören ein Laptop, eine Kamera und eine Telefonanlage. In der Bücherei hängt zudem ein großer Bildschirm, auf dem die Gesprächspartner zu sehen sind. Sylvaine Mody hofft, dass die Technik in Zukunft von vielen Oldenburgern genutzt wird. Beispielsweise auch vom Rotary Club selbst, wie sie anregte: David Depenau hatte zuvor berichtet, dass Kontakte zu Clubs im Ausland auch für die Wohltäter zum Teil schwierig aufrecht zu erhalten seien. Die Rotarier wüssten insofern aus eigener Erfahrung, wie schnell eine Freundschaft aufgrund der Entfernung einschlafen könne. Das soll nun nicht mehr passieren, sind sich alle Beteiligten einig.

Jennifer Binder

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die ersten Jungtiere sitzen in ihren Erdkuhlen. Von der Mutter verlassen sind sie keineswegs – die kommt regelmäßig vorbei. Jäger bitten Spaziergänger, die Jungen nicht anzufassen.

11.02.2019

Fast 26 000 Gegner des geplanten Fehmarnbelt-Tunnels haben bislang eine Kampagne des Naturschutzbunds Deutschland (Nabu) unterstützt. Auch die Industrie- und Handelskammer Rostock (IHK) lehnt das Projekt ab und befürchtet Nachteile für die Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern.

11.02.2019

Bis 2100 sagen Klimaforscher bei einem ungebremsten Klimawandel einen Anstieg um 40 bis 160 Zentimeter voraus. Der Kreis wäre kaum wiederzuerkennen. Ursache ist das Abschmelzen des Eises an den Polkappen.

10.02.2019