Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Ostholstein Oldenburg feiert seine neue Eule-Orgel
Lokales Ostholstein Oldenburg feiert seine neue Eule-Orgel
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:44 03.12.2018
Über eine halbe Million Euro Baukosten, sieben Jahre Planungszeit: Großes Einweihungsfest am 1. Advent (2. Dezember 2018) in der Oldenburger St.-Johannis-Kirche für die neue Eule-Orgel. Quelle: LOUIS GÄBLER
Oldenburg

Viele Hundert Bürger der Stadt Oldenburg haben am 1. Adventssonntag mit einem Festgottesdienst, einem großen Empfang und einem abschließenden Festkonzert die neue Eule-Orgel in der St.-Johannis-Kirche eingeweiht und gefeiert. Propst Dirk Süssenbach, der die Predigt hielt, würdigte das neue Instrument als „Unesco“-Kulturerbe der Menschheit: „Musik singt und spielt eine Spur der Ewigkeit in das vergängliche Leben.“

 

Großes Einweihungsfest am 1. Advent 2018 (2. Dezember) für die neue Eule-Orgel

Hochzufrieden hat nach der feierlichen Orgeleinweihung Dr. Rolf Olderog, Vorsitzender des Orgelbauvereins, das Ereignis für Oldenburg gewürdigt. Schon auf den ersten Blick begeistere die Orgel durch ihre beeindruckende architektonische und künstlerische Gestaltung. Sie füge sich gut in den Kirchenraum der ehrwürdigen St.-Johannis-Kirche ein und könne sich dort auch optimal musikalisch entfalten. Der Prospekt (die äußere Ansicht) der neuen Orgel wirke leichter und zurückhaltender als bei der vorherigen Marcussen-Orgel.

Propst würdigt die Bedeutung der Orgel

In einem feierlichen und bewegenden Weihgottesdienst hatte Propst Dirk Süssenbach die Entstehung und die Bedeutung der Orgel gewürdigt. Sie werde den Menschen in Oldenburg in der Gegenwart, vor allem aber in den kommenden 200 Jahren über alle ihre Lebensstationen begleiten – beginnend mit Taufe und Konfirmation, dann Trauung und Goldener Hochzeit und schließlich beim letzten Abschied.

Oldenburgs Organist Matthias Voget hauchte dem neuen Instrument – dem festlichen Anlass gemäß – mit Johann Sebastian Bachs Präludium Es-Dur (BWV 552,1) erstmals Leben ein und begeisterte und beglückte die vielen Zuhörer in der dreischiffigen Kirche. Voget lobte anschließend die fantastischen Möglichkeiten dieser modernen Orgel. Sie sei ein „Instrument der Superlative“. Dies seien nicht seine Worte, sondern die eines großen Lübecker Musikprofessors.

Langer Weg von der Idee bis zum Kauf

Beim anschließenden Empfang für alle Gäste im Gemeindehaus riefen die Pastoren Andreas Gruben, Jörn Lauenroth und Orgelbauverein-Vorsitzender Olderog in ihren Ansprachen noch einmal den wechselhaften Werdegang des Projektes in Erinnerung. Sieben Jahre hätte es von der ersten Idee eines Neukaufes bis zur jetzigen Realisierung gebraucht. Die Kirchengemeinde investierte 535.000 Euro in den Bau des neuen Instruments, der von Rolf Olderog und Helmut Schwarze organisierte Orgelbauverein steuerte Spenden von Privatleuten und Firmen in Höhe von 125.000 Euro bei.

Oldenburgs Bürgermeister Martin Voigt (parteilos) sagte: „Großen Dank und besondere Anerkennung haben die vielen Spender aus Oldenburg und Umgebung verdient.“ Im Vergleich zu anderen Orgelbauvereinen in der Region, so Olderog, hätte man das beste Pro-Kopf-Ergebnis bei einer solchen Aktion erzielt.

Einweihung verpasst? Die nächsten Konzerte

Wer das Einweihungsfest nicht miterleben konnte, der hat neben den sonntäglichen Gottesdienst-Einsätzen noch drei besondere Möglichkeiten, die neue Orgel zu erleben: und zwar am kommenden Freitag, 7. Dezember, ab 19 Uhr bei „Symphonische Musik für Blechbläser und Orgel“ (Eintritt frei); am Freitag, 14. Dezember ab 19 Uhr bei „Kammerchor und Orgel“ (Eintritt frei) und am Freitag, 21. Dezember, ab 19 Uhr beim „Meisterkonzert“ (Eintritt 10 Euro, ermäßigt 6/5 Euro).

Louis Gäbler

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Mehr als 1000 Kinder und Jugendliche sind zwischen Stockelsdorf und Fehmarn dabei. Die Ehrenamtler bezeichnen sie als die wichtigste Nachwuchsquelle. Doch: Nicht jede Familie kann sich das leisten.

01.12.2018

Für 2017 wird die Zahl der Neuerkrankten in Schleswig-Holstein auf 55 Menschen geschätzt. Der Kreis Ostholstein hat einen Aktionstag am Küstengymnasium Neustadt veranstaltet.

01.12.2018

Mit einem Großaufgebot an Rettungskräften wurde der Umgang mit brenzligen Situationen geübt. Die Drehleiter kam aus Eutin.

01.12.2018