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Ostholstein Oldenburg will ein neues Image
Lokales Ostholstein Oldenburg will ein neues Image
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20:18 05.07.2017

Das professionelle Stadtmarketing für Oldenburg soll kommen: Der Wirtschafts- und Stadtentwicklungsausschuss hat sich jetzt geschlossen dafür ausgesprochen, das Thema weiter zu verfolgen. Bürgermeister Martin Voigt (parteilos) hatte den Schritt dringend empfohlen: Die Stadt brauche ein klares Image, mit dem sie gezielt werben könne. Die Verwaltung will das Vorhaben nun weiter vorantreiben und in einer der nächsten Sitzungen die verschiedenen Möglichkeiten und die voraussichtlichen Kosten vorstellen.

Angesichts zunehmender Leerstände und fehlender Besucher in der Innenstadt hatte der Bürgermeister das Thema – das bereits mehrfach im Gespräch war, jedoch nie abschließend diskutiert wurde – erneut aufgegriffen (die LN berichteten). Die Ausschussmitglieder nahmen den Vorschlag sehr positiv auf; sie teilten die Auffassung des Verwaltungschefs, dass Oldenburg für sich ein bestimmtes Bild und eine umfassende Werbestrategie festlegen sollte.

Etwas weiter auseinander gingen die Meinungen darüber, womit sich das neue Gremium eigentlich genau befassen soll. Der zusätzliche Ausschuss – in dem neben Kommunalpolitikern auch Vertreter der lokalen Wirtschaft sitzen – wurde auf Antrag der CDU-Fraktion gegründet, um die geplante Umgestaltung der Innenstadt maßgeblich zu begleiten (die LN berichteten). In der Premierensitzung am Dienstagabend wurde derweil schnell deutlich, dass mit dem Thema eine Vielzahl möglicher Detailplanungen einhergeht. Neben Empfehlungen aus den jüngsten Gutachten zu Einzelhandel und Verkehr zählen dazu auch allgemeine Punkte wie die Entwicklung von Wohnraum oder Gewerbeflächen.

Architekt Torsten Ewers warnte angesichts der Debatte um einzelne Punkte davor, sich „in Einzelheiten zu verlieren“. Man brauche ein Gesamtkonzept, forderte er. Bevor irgendetwas beschlossen werde, müsse es eine klare Zielsetzung geben – sonst stünden einzelne Maßnahmen am Ende vielleicht dem großen Ganzen im Weg.

Fachbereichsleiter Burkhard Naß stimmte grundsätzlich zu, wies aber gleichzeitig darauf hin, dass bestimmte Themen trotzdem schon im Vorfeld vorangetrieben werden könnten. Auch Bürgermeister Voigt plädierte dafür, etwa die Verbesserung des Parkleitsystems oder der Beschilderung allgemein frühzeitig und losgelöst von der gesamten Innenstadt-Umgestaltung zu betrachten.

Ausschussvorsitzender Henning Andrees (FDP) sprach sich für eine Art Mittelweg aus. Es mache keinen Sinn, einzelne Mosaiksteinchen zu setzen, ohne zu wissen, wie das ganze Bild am Ende aussehen solle, räumte er ein. Dennoch „schadet es nicht, wenn wir jetzt schon unsere Hausaufgaben machen und uns Maßnahmenvorschläge überlegen“. Ob einige davon schon vorab umgesetzt werden sollten, darüber könne zu gegebener Zeit immer noch beraten werden.

Kaufhaus-Chef Lorenz Harms mahnte indes, man dürfe nicht nur über Oldenburgs Defizite sprechen, sondern es gelte auch, die schönen Seiten herauszustellen. Der Blick von außen müsse auf die Vorteile gelenkt werden, um die Stadt nach vorn zu bringen.

Am Ende verständigten sich die Ausschussmitglieder darauf, noch einmal in einer internen Runde zusammenzukommen, um die grundsätzlichen Ziele des Gremiums zu formulieren.

Nicht barrierefrei: Kritik am Tagungsort

Im neuen VHS-Gebäude in der Hoheluftstraße 6 war der Ausschuss zu seiner Premierensitzung zusammengekommen. Oldenburgs Behindertenbeauftragte Martina Scheel und auch SPD-Fraktionschefin Annette Schlichter- Schenck kritisierten die fehlende Barrierefreiheit und forderten, die kommenden Sitzungen in andere Räume zu verlegen. Ausschussvorsitzender Henning Andrees (FDP) hielt dagegen, dass die bisherige Resonanz auf politische Sitzungen nie einen barrierefreien Zugang erfordert hätte. Dennoch werde er „die Interessen nicht aus den Augen verlieren“, beteuerte er. Diesmal sei es darum gegangen, das neu hergerichtete Gebäude kennenzulernen.

Jennifer Binder

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