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Ostholstein Spuk auf Plattdeutsch: Oldenburger „Dwarslöper“ proben neues Stück
Lokales Ostholstein Spuk auf Plattdeutsch: Oldenburger „Dwarslöper“ proben neues Stück
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18:02 19.02.2019
Hauke Callsen und Uschi Liebe bei den Proben der Oldenburger „Dwarslöper“ für ihr neues Stück „Gerlinde geiht nich“.  Quelle: Binder
Oldenburg

Am Spuk wird noch gearbeitet. Unter anderem das Spiel mit Licht und Schatten soll dafür sorgen, dass im neuen Stück der Oldenburger „Dwarslöper“ auf der Bühne „Geister“ ihr Unwesen treiben können. Aktuell laufen die Proben der plattdeutschen Theatergruppe für die Komödie „Gerlinde geiht nich“, die im April Premiere feiert. Weil die Aula auf dem Gelände des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums nach wie vor auf ihre Sanierung wartet, wird wieder in der Nachbargemeinde Gremersdorf gespielt.

Gerlinde kommt als Geist zurück

Das Stück erzählt die Geschichte von Kalle, der als Witwer die große Freiheit und das Abenteuer wittert. Doch seine verstorbene Ehefrau Gerlinde hat es sich in den Kopf gesetzt, das Jenseits noch ein wenig hinauszuzögern. Im festen Glauben, ihr Mann sei ohne sie verloren, bleibt sie als Geist bei ihm. Ihre Mission: Sie will für Kalle eine neue Frau finden, die ihm in Zukunft in allen Lebenslagen zur Seite steht und ihn versorgt. Der Ehemann hat derweil ganz andere Probleme – nicht zuletzt, wie er sein Umfeld davon überzeugen soll, dass er nicht verrückt geworden ist. Doch auch Gerlinde hat es nicht leicht: Denn plötzlich mischt sich die längst verstorbene Schwiegermutter in ihr Vorhaben ein . . .

Über das „Spuk-Rezept“ hinter den Kulissen will Autorin und Regisseurin Regine Wroblewski lieber nicht allzu viel erzählen, um den Zuschauern nicht die Illusion zu nehmen. „Wir wollen ja ,echten’ Spuk“, sagt sie schmunzelnd. Das Ziel sei es, das Publikum damit zu überraschen, dass die Geister im Stück plötzlich an unerwarteten Stellen auftauchten. Dafür werde zurzeit an vielen technischen Tricks gebastelt. Auch sonst gibt sich das Ensemble diesmal geheimnisvoll: Nicht einmal, wer welche Rolle spielt, wird bisher verraten. „Auch da wird es einige Überraschungen geben“, verspricht Regine Wroblewski.

Proben für die Premiere

Hauptsache, die Schauspieler wissen schon, wen sie auf der Bühne darstellen. Bei der Probe wird schnell klar, dass die meisten ihre jeweilige Rolle schon verinnerlicht haben. Uschi Liebe tanzt verträumt über die Bühne, Birte Pries platzt aufgeregt mit Neuigkeiten herein und Hauke Callsen verzieht das Gesicht in bester Hape-Kerkeling-Manier. Problemlos schlüpfen die Hobby-Darsteller in die anderen Charaktere, verändern ihre Haltung, ihre Mimik und zum Teil sogar ihre Stimme.

Nicht ganz so reibungslos läuft es bei den Dialogen; der Text sitzt noch nicht perfekt. Auch schreibt Regine Wroblewski zwischendurch noch einzelne Passagen um, stimmt die Gespräche auf die Dynamik auf der Bühne ab. Da ist es kein Wunder, dass auch mal etwas durcheinandergeht: Immer wieder wird im Skript geblättert oder hilfesuchend auf die Team-Mitglieder geschaut, die das Geschehen vom Bühnenrand aus verfolgen und parallel mitlesen. Es wird geflucht, gelacht – und irgendwann ist die Verwirrung so groß, dass selbst die Autorin ratlos nachfragt: „War das so richtig?“

Karten-Reservierung

Das Stück „Gerlinde geiht nich“ führen die Oldenburger „Dwarslöper“ vom 11. bis zum 14. April in der Gremersdorfer Sporthalle auf. Die genauen Termine will das Ensemble noch bekannt geben.

Karten soll es ab März zu kaufen geben. Vorbestellungen für größere Gruppen nimmt Regine Wroblewski unter Telefon 01 57/549 46 187 entgegen.

Nachdem alle offenen Fragen geklärt sind, geht die Probe weiter. Regine Wroblewski beobachtet das Geschehen ganz genau, gibt den Schauspielern Tipps, korrigiert hier und da die Abläufe. Denn bis zur Premiere soll natürlich alles sitzen. Auf der Bühne – und auch hinter den Kulissen, damit es schön spukt bei den Aufführungen.

Jennifer Binder

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