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Ostholstein Oldenburger Innenstadt: Umgestaltung verzögert sich
Lokales Ostholstein Oldenburger Innenstadt: Umgestaltung verzögert sich
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20:00 11.08.2016
Das Oldenburger Zentrum aus der Vogelperspektive: Seit etwa einem Jahr läuft eine Untersuchung des Stadtkerns. Quelle: Fotos: Louis Gäbler/jennifer Binder

Die Planungen für die Umgestaltung der Oldenburger Innenstadt verzögern sich. Laut Bauamtsleiter Stefan Gabriel sollen auch die Inhalte eines Verkehrsgutachtens berücksichtigt werden, das zurzeit erstellt wird. Auch hoffe die Stadt, das vom Land genehmigte „Gestaltungsgebiet“ – Kiel fördert das Projekt – noch um den Stadtpark erweitern zu können.

Seit etwa einem Jahr läuft eine Untersuchung des Stadtkerns, in deren Rahmen auch Ideen und Wünsche der Einwohner gesammelt wurden – ursprünglich sollten diesen Sommer erste Entwürfe der „neuen“ City vorliegen (die LN berichteten). Bis tatsächlich Vorschläge für einzelne Maßnahmen entwickelt werden, wird es laut Gabriel nun jedoch voraussichtlich noch mehrere Monate dauern.

Es sei sinnvoll, das Verkehrsgutachten und die Verhandlungen mit Kiel abzuwarten, bevor der abschließende Bericht zur Innenstadt-Untersuchung erstellt werde, so der Bauamtsleiter. Auf dessen Grundlage würden dann später konkrete Projekte angeschoben. Die Ergebnisse der verschiedenen Termine im Rahmen der Bürgerbeteiligung sollen ebenfalls in den Bericht mit einfließen.

Das Untersuchungsgebiet umfasst derzeit im Groben den Innenstadtbereich zwischen Burgtorgraben, Schauenburger Platz, Holsteiner Straße, Hospitalstraße und Wall. Für die Neugestaltung sind insgesamt etwa sechs Millionen Euro veranschlagt; zwei Drittel der Kosten schießt das Land zu. Die Stadt hofft nun, auch Fördermittel für Maßnahmen im Stadtpark genehmigt zu bekommen. Die Grünflächen seien „eine Art Barriere“ zwischen Wohngebieten und Stadtzentrum, so Gabriel. Durch ein neues Wegekonzept oder eine Neugestaltung der Park-Eingänge könne man eine bessere Anbindung schaffen. Auch das sei eine wichtige Voraussetzung für eine Belebung der Innenstadt – dem vornehmlichen Grund für die gesamte Planung.

Ohnehin sei es entscheidend, die Innenstadt nicht losgelöst vom Rest von Oldenburg zu betrachten, sondern ein Gesamtkonzept zu erarbeiten, betont Bauamtsleiter Gabriel. Darum sei zum Beispiel das Verkehrskonzept auch für das gesamte Stadtgebiet in Auftrag gegeben worden. Betrachtet werden darin nicht nur der Kraftfahrzeugverkehr, Ampelschaltungen und Parkmöglichkeiten, sondern auch die Situation von Radfahrern und Fußgängern.

Was für Veränderungen im Stadtbild am Ende tatsächlich vorgenommen werden, könne man bisher noch überhaupt nicht absehen, so Gabriel. Es geht um die Bedürfnisse von Jugendlichen genauso wie die von älteren und Menschen mit Handicap, um Einzelhandel und Gastronomie, um Anwohner und auswärtige Gäste – aus all den Ergebnissen der bisherigen Untersuchungen und Befragungen müssten sinnvolle Maßnahmen herausgefiltert und in ein gemeinsames Konzept gegossen werden, erklärt der Bauamtsleiter. Anschließend könnten Dinge wie eine barrierefreie Pflasterung gegebenenfalls vergleichsweise kurzfristig umgesetzt werden, andere würden sehr viel Zeit in Anspruch nehmen. Das Ganze sei ein langfristiger Prozess, der sich über viele Jahre fortsetzen werde und dessen Konzept man regelmäßig an die aktuelle Stadtentwicklung anpassen müsse.

 Jennifer Binder

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