Volltextsuche über das Angebot:

12 ° / 8 ° Regenschauer

Navigation:
Oldenburger Schulkonzept würde 50 Millionen Euro kosten

Oldenburg Oldenburger Schulkonzept würde 50 Millionen Euro kosten

Gutachten empfiehlt Zusammenlegung von Grundschule und Gymnasium sowie Neubauten statt Sanierung — Politik will kommende Woche erstmals öffentlich beraten.

Voriger Artikel
Bullis, Kiter und Joseph Haydn
Nächster Artikel
Dauerparken am Stadtgraben und am Jungfernstieg fällt weg

„Das Ergebnis war ein Schock, aber wir müssen uns dem stellen.“ Bürgermeister Martin Voigt (parteilos)

Oldenburg. „Der Schock war so groß wie die Summe“, sagt Oldenburgs Bürgermeister Martin Voigt (parteilos). 50 Millionen Euro müsste die Stadt aufbringen, um das empfohlene Konzept für die Schulen umzusetzen. Laut Gutachten sind die Gebäude in einem Maße marode und die Raumaufteilung veraltet, dass es sinnvoller wäre, neu zu bauen, als zu sanieren. Selbst die Instandsetzung würde den Experten zufolge mehr als 35 Millionen Euro für Investitionen verschlingen; hinzu kämen ungleich höhere Betriebskosten. Auf lange Sicht sei diese Variante damit unterm Strich sogar teurer.

Als wirtschaftlichste Variante empfiehlt die Studie den Neubau aller Schulgebäude (mit Ausnahme der Aula am Stein-Gymnasium und der Sporthalle der Wagrienschule) sowie den Umzug der Grundschule zum Gymnasium. Erstellt wurde das Gutachten von der VBD Beratungsgesellschaft mit Sitz in Berlin. Deren Fachleute hatten im vergangenen Jahr im Auftrag der Stadt die drei Schulstandorte untersucht (die LN berichteten).

„Der Vorteil sämtlicher Neubau- Varianten (. . .) ergibt sich durch die wesentlich geringeren Betriebskosten“, heißt es im Gutachten. Was Oldenburg im Falle einer Sanierung sparen würde, komme letztlich für Heizung und Co. wieder obendrauf: Bei einem Betrachtungszeitraum von 25 Jahren werden für die Variante Neubau Gesamtkosten von knapp 83,2 Millionen Euro prognostiziert, bei der Alternative Sanierung sind es rund 87,5 Millionen Euro.

Die räumliche Fusion bringe „wirtschaftliche Vorteile durch Synergieeffekte“ mit sich, weil zum Beispiel Aula und Mensa gemeinsam genutzt werden könnten, heißt es ferner. Die Sporthalle der Wagrienschule könne allerdings „mit vergleichsweise geringem Aufwand“ saniert werden, weshalb es hier günstiger sei, Standort samt Halle beizubehalten.

Es werde nicht leicht werden, eine Entscheidung über die Zukunft der Schulen zu treffen, so Bürgermeister Voigt. Er habe „nicht als einziger die Hoffnung gehabt, dass wir mit einem Sanierungs-Paket in einer anderen Größenordnung weitermachen können“, sagt er mit Blick auf die genannten Summen. Dennoch „wäre es sträflich, den Beschluss hinaus zu zögern“, mahnt der Verwaltungschef: Bevor der grundsätzliche Weg festgelegt sei, könne generell nicht über anstehende Investitionen an den Schulen entschieden werden.

Der Ausschuss für Umwelt und Bauwesen will sich am kommenden Donnerstag, 3. März, erstmals öffentlich mit dem Thema befassen (19 Uhr, Kulturzentrum). Für weitere Beratungen soll voraussichtlich zudem eine Arbeitsgruppe eingesetzt werden. Noch ist nicht absehbar, wann es tatsächlich eine Entscheidung darüber gibt, wohin die Reise gehen soll — geschweige denn, wie diese aussehen wird.

Martin Voigt hofft, dass in einem halben Jahr zumindest der grundsätzliche Beschluss gefasst ist. Natürlich seien die Beratungen auch damit noch lange nicht abgeschlossen — er wünsche sich aber, „dass wir dann wissen, welchen Weg wir weiter verfolgen wollen“.

Ob die Stadt den jeweiligen Weg dann auch finanziell stemmen könne, sei allerdings die große Frage, räumt der Bürgermeister ein. Man werde gegebenenfalls verschiedene Finanzierungs-Modelle prüfen — wie zum Beispiel das ÖPP-Konzept, bei dem private Partner mit ins Boot geholt werden. „Wir müssen eine machbare Lösung finden“, so Voigt, „und das werden wir auch.“

Investitionskosten im Überblick

Die Sanierung der Schulgebäude würde laut Gutachten rund 35,1 Millionen Euro kosten.

Umbau an den jetzigen Standorten: rund 45,8 Millionen Euro.

Neubau an den jetzigen Standorten: rund 55,7 Millionen Euro.

Die Zusammenlegung. . .

. . . aller Schulen: rund 54 Millionen Euro.

. . . Gymnasium und Grundschule: rund 50 Millionen Euro.

. . . Gymnasium und Wagrienschule: rund 57,6 Millionen Euro.

Jennifer Binder

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Ostholstein
Reporter vor Ort

In einer fortlaufenden Galerie zeigen wir Ihnen jeden Tag die wichtigsten Bilder aus Lübeck und den umliegenden Kreisen. An dieser Stelle finden Sie die Galerie für den Oktober 2017.

Am Sonntag, 5. November, sind Bürgermeister-Wahlen in Lübeck. Gehen Sie hin und geben Ihre Stimme ab?

  • Hochzeitszauber
    Tipps und Tricks zum Planen und Organisieren Ihrer Hochzeit. Ob Location, Dekoration, Trauringe, Flitterwochen, Catering - hier finden Sie Informationen und kompetente Ansprechpartner in und um Lübeck für Ihre Traumhochzeit.

    Tipps und Tricks zum Planen und Organisieren Ihrer Hochzeit. Ob Location, Dekoration, Trauringe, Flitterwochen, Catering - hier finden Sie Informat... mehr

  • Reisetipps
    In unserem Reiseportal finden Sie viele Tipps & Tricks für Reisende und Urlauber.

    In unserem Reiseportal finden Sie viele Tipps & Tricks für Reisende und Urlauber. mehr

  • Events & Veranstaltungen
    Was? Wann? Wo? Hier finden Sie die Veranstaltungen und Events in Ihrer Nähe.

    Was? Wann? Wo? Hier finden Sie die Veranstaltungen und Events in Ihrer Nähe. mehr

  • Lifestyle

    Unser Lifestyle-Portal mit nützlichen News und Tipps: Informieren Sie sich über Mode, Beauty und aktuelle Trends. Mehr Schwung, mehr Spaß... mehr

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Termine

Ausstellungen, Theater, Konzerte und mehr in Lübeck und Umgebung.

Windkraft

Eine interaktive Karte mit allen Windkraftanlagen in Ostholstein.

Beltquerung

Politik und Bahn planen die Hinterlandanbindung zur Beltquerung. Alle Infos hier.

EHC Timmendorf

Lesen Sie alles über Timmendorfs Eishockey-Mannschaft.

VfL Bad Schwartau

Hier gibt's alle aktuellen Infos zum VfL Bad Schwartau.