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Ostholstein Oldenburger trainieren für die Special Olympics
Lokales Ostholstein Oldenburger trainieren für die Special Olympics
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21:07 30.04.2018
Die Fußballmannschaft vom Kastanienhof trainiert mit Carsten Falk auf dem Sportplatz des SV Göhl. Quelle: Fotos: Binder
Oldenburg/Göhl

Natalie (16) ist eine echte Wasserratte. Sie macht mit bei der DLRG, hat sich sogar schonmal einen Landesmeister-Titel erschwommen. Seit den letzten Sommerferien trainiert sie nun mit Lehrer Thomas Kirsch für die Special Olympics. Im Freistil über 50 und über 100 Meter will das Mädchen dort antreten. Zwei Wochen vor den Sommerspielen wächst die Aufregung, vor allem aber auch die Vorfreude auf die Landeshauptstadt.

Die Aufregung steigt: 16 Schüler vom Oldenburger Kastanienhof trainieren für die Special Olympics, die olympischen Spiele für Menschen mit geistiger Beeinträchtigung. Mitte Mai geht es für die jungen Sportler zu den nationalen Wettkämpfen nach Kiel.

19 Sportarten

13 500 Teilnehmer vom Betreuer bis zu den Gastdelegationen aus anderen Ländern werden bei den Special Olympics erwartet. Angetreten wird in 19 Sportarten. Es gibt auch Wettkämpfe für Teams aus Menschen mit und ohne Behinderung.

Im Netz: kiel-2018.specialolympics.de

„Wir wollen alles mitnehmen“, kündigt Bodo Wentorp vom Kastanienhof an, der die Fahrt zusammen mit weiteren Kollegen organisiert und begleitet. Inklusive einer Athletendisco und der Abschlussfeier am letzten Abend, die beide zum Rahmenprogramm gehören. Die Gelegenheit, nach Kiel zu fahren und auch noch so viele Menschen kennenlernen zu können, biete sich schließlich nicht jeden Tag, sagt der Lehrer, dem die Begeisterung angesichts der Reise genauso deutlich anzumerken ist wie seinen Schülern. Insgesamt werden rund 4600 Athleten vom 14. bis zum 18. Mai in Kiel erwartet. „Das wird riesengroß, glaube ich.“

Möglich werde die Teilnahme an den Special Olympics nur durch die Unterstützung vom Schul-Förderverein und vieler Sponsoren, erzählt Bodo Wentorp dankbar. Teamkleidung, Fahrt und Unterkunft – der Ausflug nach Kiel „wäre für uns sonst nicht zu bezahlen gewesen“, betont der Organisator.

Auch der SV Göhl unterstützt das Projekt, indem er dem Kastanienhof seine Sportanlage fürs Training zur Verfügung stellt. Dort laufen gerade die Fußballer auf den Platz. Entstanden ist die Schulmannschaft aus einer AG – jetzt will das Team in Kiel zeigen, wie gut es schon zusammengewachsen ist. „Wir haben Spaß und verstehen uns alle gut“, erzählt Torwart und Schulsprecher Julian (15).

Auch er ist schon sehr gespannt: „Julian checkt jeden Morgen und jeden Abend die Homepage der Special Olympics, um zu sehen, ob es Neuigkeiten gibt“, verrät Lehrer und Fußballtrainer Carsten Falk lächelnd – und nicht ohne Stolz auf seinen engagierten Schützling.

Dass die Spieler aus verschiedenen Klassen stammen – das Alter reicht von zwölf bis 18 – spielt beim Wettbewerb ebenso wenig eine Rolle wie das unterschiedliche Leistungsniveau. Das Schöne an den Special Olympics sei, dass die individuellen Fähigkeiten der Sportler berücksichtigt und die Wettkämpfe so zusammengestellt würden, dass jeder mitmachen könne und ähnlich starke Teams und Teilnehmer gegeneinander anträten, erzählt Bodo Wentorp. Und sogar ein gänzlich wettbewerbsfreies Angebot gibt es, an dem ebenfalls zwei Oldenburger Schüler teilnehmen. Hier geht es wirklich um das Motto „Dabei sein ist alles“. Und damit sogar die Nicht-Sportler dabei sein können, kommen alle Klassen des Kastanienhofs ihre Mitschüler einen Tag in Kiel besuchen. Zum Anfeuern und Mitfreuen.

Jennifer Binder

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