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Ostholstein Oldenburgs Bücherei wird „digitaler Knotenpunkt“
Lokales Ostholstein Oldenburgs Bücherei wird „digitaler Knotenpunkt“
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20:14 23.10.2017
Schauen sich die Pläne für die „neue“ Bücherei an: Michael Kümmel (l.), Kathrin Brümmer und Martin Voigt. Quelle: Fotos: Binder

Voraussichtlich im November soll sich entscheiden, welche Technik im Rahmen des Digitalisierungsprojektes nach Oldenburg geholt wird. Denkbar sind laut Kulturmanager Michael Kümmel unter anderem ein 3-D-Drucker, „Virtual-Reality-Brillen“, mit denen Bücherei-Besucher sozusagen in die Computerwelt „eintauchen“ können, 360-Grad-Kameras und neuwertige Computersoftware etwa zum Herstellen von Animationsfilmen.

„Ich freue mich, wenn sich unsere Bücherei zeitgemäß präsentieren kann.

Martin Voigt

Bürgermeister

Das Land investiert in das zunächst auf drei Jahre ausgelegte Projekt 120000 Euro pro Jahr und Standort. Außer Oldenburg sind die Städte Lauenburg und Meldorf (Kreis Dithmarschen) dabei. Ziel des Programms ist es, den ländlichen Raum zu stärken und zu verhindern, dass dieser abgehängt wird.

„Für uns ist das ein außerordentlicher Erfolg“, sagt Oldenburgs Bürgermeister Martin Voigt (parteilos) erfreut. Der „digitale Knotenpunkt“ sei „ein Aushängeschild, mit dem die Stadt werben kann“.

Schließlich sei es letztlich nicht damit getan, dass wie geplant ein Glasfasernetz verlegt werde (die LN berichteten) – er freue sich, dass Einwohner und Touristen hier künftig auch die Möglichkeiten moderner Medien kennenlernen könnten. Er hoffe, Menschen aller Altersgruppen zu erreichen: Das Angebot sei für Kinder genauso spannend wie für Geschäftsleute, ist er zuversichtlich.

Experten helfen den Besuchern

Die Technik könne für die unterschiedlichsten Vorhaben genutzt werden, bestätigt Michael Kümmel. In erster Linie sei der „digitale Knotenpunkt“ als Beratungsstelle gedacht, erklärt er. Experten würden Besuchern die Bedienung der verschiedenen Geräte erläutern und Hilfestellung bei individuellen Projekten geben. Das Fachwissen sei in Oldenburg bereits vorhanden – nicht zuletzt deshalb, weil die Bücherei eng mit der Volkshochschule verzahnt sei.

Neue Medien auszuprobieren, passe inhaltlich hervorragend zum Auftrag einer Bibliothek, ist Leiterin Kathrin Brümmer überzeugt. Sie selbst kennt sich mit digitaler Technik sehr gut aus und plädiert dafür, offen zu sein für den Fortschritt: „Ich finde es unheimlich spannend, zu sehen, was heute alles möglich ist.“

Besonders freue sie sich, dass mit der Einrichtung des „digitalen Knotenpunktes“ auch die ganze Bücherei neu gestaltet werden soll. Knapp 70000 Euro investiert die Stadt in neue Möbel und Technik, nochmal so viel schießt die Aktivregion Wagrien-Fehmarn zu. Geplant sind unter anderem neue Sitzgarnituren und Computer-Arbeitsplätze, ein Bildschirm mit aktuellen Veranstaltungshinweisen und ein höhenverstellbarer Tresen, den auch Kinder und Rollstuhlfahrer problemlos erreichen können. Die 40 Jahre alten Regale sollen durch neue, bewegliche Exemplare ersetzt werden, die für Veranstaltungen problemlos beiseite geschoben werden können und zum Teil so konstruiert sind, dass sie mit einem Rollstuhl unterfahren werden können. Die Jugendecke soll aus dem Kinderbereich in die Erwachsenen-Abteilung verlegt werden; für die Gestaltung will Kathrin Brümmer auch den Jugendbeirat mit ins Boot holen.

Weniger Regale, mehr Sitzgelegenheiten

Neben der Barrierefreiheit liege der Schwerpunkt ganz klar auf der Aufenthaltsqualität, so Brümmer. Das Team sei zurzeit am Aussortieren: Der Wohlfühl-Faktor sei wichtiger als die Anzahl der Bücher;

in Zukunft werde es einige Regale weniger geben, dafür aber mehr Sitzgelegenheiten. „Wir möchten die Bücherei auch als Tagungsort etablieren“, kündigt Michael Kümmel an. Zurzeit läuft die Ausschreibung der Arbeiten; spätestens bis April soll die Umgestaltung abgeschlossen sein. Bürgermeister Voigt: „Ich freue mich, wenn sich unsere Stadtbücherei anschließend zeitgemäß präsentieren kann.“

Jennifer Binder

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