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Ostholstein Millionen-Investitionen für Ostholsteins Jachthäfen
Lokales Ostholstein Millionen-Investitionen für Ostholsteins Jachthäfen
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16:59 21.01.2019
Der Jachthafen Burgtiefe auf Fehmarn aus der Luft. 12,7 Millionen Euro werden hier bis zum Frühjahr 2020 verbaut. Quelle: GÄBLER
Fehmarn/Niendorf

Nach der Saison ist vor der Saison: Auch in diesem Winterhalbjahr geben die Kommunen, Tourismusbetriebe und Stadtwerke mächtig Gas, um ihre Jachthäfen für Segler, Motorbootfahrer, Angler und Kanuten auszubauen. So zum Beispiel in Grömitz mit einem neuen Gebäude für die Seenotretter, in Neustadt mit einem komplett neuen Steg, der ein Alleinstellungsmerkmal an der Küste darstellen wird, oder auf Fehmarn. Dort realisiert der Tourismus Service (TSF) gleich den ganz großen Wurf und investiert 12,7 Millionen Euro in den Ausbau des Jachthafens Burgtiefe.

Der Jachthafen Burgtiefe auf Fehmarn wird komplett umgekrempelt

Tourismuschef Oliver Behncke ist mächtig stolz. Der erste Bauabschnitt ist bereits abgeschlossen, die komplette Fertigstellung fürs Frühjahr 2020 geplant – eventuell auch früher. Derzeit laufen viele Maßnahmen parallel: Die neue Pflasterung soll sich von der Surfschule der Charchulla-Zwillinge bis zum Molenkopf des Rundhafens erstrecken. Das sind 1,3 Kilometer Länge, über die auf verschwenkten Wegen – in gelb und anthrazit gepflastert – promeniert werden kann.

„Gleichzeitig werden 500 000 Euro quasi in der Erde versenkt“, sagt Behncke und meint die Neuverlegung des gesamten Stromnetzes im Hafenbereich. Die Leerrohre sind bereits im Boden eingearbeitet. Durch sie sollen die 580 Liegeplätze mit Strom versorgt werden. Behncke: „Jeder Liegeplatz soll dann drei Kilowatt Strom abzapfen können, ohne dass das Netz zusammenbricht.“ Ein neues WLan gibt es bereits seit 2018, die Leerrohre können künftig auch für Glasfaserkabel genutzt werden. „Mit dem Aufwand, der hier betrieben wird, wollen wir dann natürlich auch Vier-Sterne-Jachthafen werden“, betont Behncke.

Die Seeleute und Gäste in Burgtiefe können sich mit der Fertigstellung auch über einen Aussichtsturm (12 Meter hoch) freuen, außerdem über vier Grillplätze, zwei maritime Kinderspielplätze, vier Slipanlagen, sieben Wohnmobil-Plätze, in den Böden zur Wasserseite hin versenkte Lichtbänder und komplett neue Parkplätze. Behncke abschließend: „Hier bleibt derzeit kein Stein auf dem anderen!“

Auch im Grömitzer Jachthafen mit seinen 13 Stegen und 780 Liegeplätzen laufen im Winterhalbjahr die Arbeiten auf Hochtouren. Steg 6 und 12 werden grundsaniert – die Heckpfähle aus Holz ausgewechselt gegen Festmacherpfähle aus ummanteltem Stahl. „Die Kosten hierfür belaufen sich auf 670 000 Euro“, sagt TSG-Chefin Janina Kononov. Darüber hinaus werden 1,3 Millionen Euro in eine neue Unterkunft für die Seenotretter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) investiert. Angegliedert ist dort auch ein öffentliches Sanitärgebäude.

Neustadt wird ab der neuen Saison ein besonderes Alleinstellungsmerkmal vorhalten können. Unter dem Projektnamen „Steg W“ wird an der Hafenwestseite auf Höhe des Krans ein komplett neuer Schwimmsteg für Segler, Angler und – einmalig – Ostsee-Kanuten geschaffen, der zudem barrierefrei sein wird. Hinzu kommt noch ein Filetiertisch samt Frischwasserzuleitung für die Petrijünger. Die Baumaßnahme soll Ende Februar abgeschlossen sein. Fördermittel wurden über die Aktiv-Region beantragt. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 275 000 Euro, die Förderung in Höhe von 55 Prozent (127 000 Euro) kommt aus Mitteln des EU-Fonds für ländliche Räume.

Im Niendorfer Hafen laufen zurzeit Baggerarbeiten. Im März 2018 hatte der Schwimmbagger „Camilla Hoj“ bereits 25 000 Kubikmeter Sand und Schlick ausgehoben, um eine Solltiefe von 4,50 Meter im Hafen zu gewährleisten. „Doch das Team wurde witterungs- und technikbedingt nicht ganz fertig, also ist der Schwimmbagger jetzt erneut im Einsatz“, sagt Martin Scheel, Bürochef im Timmendorfer Rathaus. Die Maßnahme, die bis 8. Februar abgeschlossen sein soll, kostet die Gemeinde 470 000 Euro.

Louis Gäbler

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