Volltextsuche über das Angebot:

21 ° / 12 ° Regenschauer

Navigation:
„Ostholstein erlebbar für alle“: Am Ziel wird weiter gearbeitet

Ratekau „Ostholstein erlebbar für alle“: Am Ziel wird weiter gearbeitet

Lebenshilfe und Kommunen wollen sich für Barrierefreiheit stark machen.

Voriger Artikel
Pansdorfer Übung mit Schwachstelle
Nächster Artikel
Ford Ka prallt gegen Baum

Ratekau. . Bei der Abschlussveranstaltung gab es keine zwei Meinungen: „Es muss weitergehen.“ Darin waren sich die Verantwortlichen und Mitgestalter des Projektes „Ostholstein erlebbar für alle“ einig. Auch wenn das von der „Aktion Mensch“ geförderte und von der Lebenshilfe Ostholstein initiierte Vorhaben Ende des Jahres in seiner bisherigen Form ausläuft, soll weiterhin am großen Ziel gearbeitet werden. Demnach soll Ostholstein eine Region werden, in der alle Menschen mit und ohne Behinderung willkommen sind und in der alle am gesellschaftlichen Leben teilhaben können.

„ Ändern in: Ostholstein belebt durch alle.“Dr. Andreas Lob-Hüdepohl

Professor für Theologische Ethik

Die abschließenden Antworten auf die Frage „Wie geht es weiter?“ waren vielschichtig. So forderte Ratekaus Behindertenbeauftragte Gabriele Priedemann: „Wir müssen in den Köpfen aller Sensibilität wecken für Menschen mit Beeinträchtigungen.“ Der Malenter Sebastian Poss sprach aus eigener Erfahrung: „Es muss mehr Anrufbusse geben, die uns Rollstuhlfahrer mitnehmen.“ Lebenshilfe-Vorstand Susanne Voß: „Das bereits erarbeitete Netzwerk muss weiter ausgebaut werden.“ Matthias Amelung von der Steuerungsgruppe „Ostholstein erlebbar für alle“ sagte: „Barrierefreiheit geht alle an. In Ostholstein kann sie auch zu einem Wirtschaftsfaktor werden.“ Horst Martin vom Beirat für Menschen mit Behinderung berichtete von einer einmütigen Unterstützung des Projektes durch alle Kreistagsfraktionen. Und Jörn Eckert, dritter stellvertretender Bürgermeister und Sozialausschuss-Vorsitzender in Timmendorfer Strand, kündigte an, die Gemeinde werde 10 000 Euro im nächsten Haushalt zur Weiterführung des Projektes einstellen.

Zuvor hatten zahlreiche Beteiligte aus mehreren Kommunen sowie von Vereinen und Verbänden in der Cesar-Klein-Schule in Ratekau auf das Projekt, das Anfang 2014 angeschoben wurde, zurückgeblickt.

Zudem machte Dr. Andreas Lob-Hüdepohl , Professor für Theologische Ethik in Berlin, in einem Vortrag zum Thema Inklusion deutlich, es gehe nicht um die Frage, ob jemand dabei ist, sondern wie er dabei ist. Es gehe also nicht um Teilhabe, sondern um Teilgabe. Lob-Hüdepohl erklärte: „Menschen unterschiedlicher Ausstattung müssen ihre Fähigkeiten in den Prozess der Gesellschaft einfließen lassen können.“ Das Wort „Inklusion“ sei zudem nicht reserviert für die Behindertenhilfe, sondern umfasse nahezu alle Bereiche der Gesellschaft. Lob-Hüdepohl schlug als so von ihm genannten „frechen Gedanken“ vor, das Motto „Ostholstein erlebbar für alle“ in „Ostholstein belebt durch alle“ umzuwandeln.

Über ganz konkrete Schritte hin zu einer Barrierefreiheit in den Orten berichtete Ratekaus Bürgermeister Thomas Keller (parteilos). Die Gemeinde hatte als erste in Ostholstein einen Aktionsplan vorgelegt. Ihr folgten die Stadt Heiligenhafen und der Kreis Ostholstein.

Es seien nicht nur die großen Dinge wie teure Um- und Anbauten, die zur Barrierefreiheit führen, so Keller. Wichtig seien viele Kleinigkeiten. Er nannte als Beispiele zu hoch angebrachte Fahrpläne an Bushaltestellen oder zu kurze Ampelphasen. Seinen ausführlichen und anschaulichen Bericht wollte Keller als „Zwischenbilanz“ verstanden wissen, denn: „Der Prozess ist noch lange nicht beendet.“

Projektleiterin Lena Middendorf von der Lebenshilfe berichtete von eigenen Beobachtungen: „Andere Bundesländer gucken schon auf Ostholstein.“ Ihr Dank gilt „vielen engagierten Menschen im Kreis.“

Christina Düvell-Veen

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Ostholstein
Reporter vor Ort

In einer fortlaufenden Galerie zeigen wir Ihnen jeden Tag die wichtigsten Bilder aus Lübeck und den umliegenden Kreisen. An dieser Stelle finden Sie die Galerie für den Juli 2017.

Wie sollte die Bundesregierung in der Türkeipolitik vorgehen?

  • Hochzeitszauber
    Tipps und Tricks zum Planen und Organisieren Ihrer Hochzeit. Ob Location, Dekoration, Trauringe, Flitterwochen, Catering - hier finden Sie Informationen und kompetente Ansprechpartner in und um Lübeck für Ihre Traumhochzeit.

    Tipps und Tricks zum Planen und Organisieren Ihrer Hochzeit. Ob Location, Dekoration, Trauringe, Flitterwochen, Catering - hier finden Sie Informat... mehr

  • Reisetipps
    In unserem Reiseportal finden Sie viele Tipps & Tricks für Reisende und Urlauber.

    In unserem Reiseportal finden Sie viele Tipps & Tricks für Reisende und Urlauber. mehr

  • Events & Veranstaltungen
    Was? Wann? Wo? Hier finden Sie die Veranstaltungen und Events in Ihrer Nähe.

    Was? Wann? Wo? Hier finden Sie die Veranstaltungen und Events in Ihrer Nähe. mehr

  • Lifestyle

    Unser Lifestyle-Portal mit nützlichen News und Tipps: Informieren Sie sich über Mode, Beauty und aktuelle Trends. Mehr Schwung, mehr Spaß... mehr

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Termine

Ausstellungen, Theater, Konzerte und mehr in Lübeck und Umgebung.

Windkraft

Eine interaktive Karte mit allen Windkraftanlagen in Ostholstein.

Beltquerung

Politik und Bahn planen die Hinterlandanbindung zur Beltquerung. Alle Infos hier.

EHC Timmendorf

Lesen Sie alles über Timmendorfs Eishockey-Mannschaft.

VfL Bad Schwartau

Hier gibt's alle aktuellen Infos zum VfL Bad Schwartau.