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Ostholstein Ostholstein und Plön wollen Lücken im Radwegenetz schließen
Lokales Ostholstein Ostholstein und Plön wollen Lücken im Radwegenetz schließen
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17:14 26.10.2018
Die Kreispäsidenten von Ostholstein und Plön vor dem Eutiner Kreishaus: Harald Werner (Ostholstein, l.), Stephan Leyk (Kr. Plön, Mitte) und Ostholsteins Landrat Reinhard Sager. Quelle: LOUIS GÄBLER
Eutin

Ob Pedelec, Tourenrad oder Mountainbike – Radfahren liegt voll im Trend. Immer mehr Urlauber und Einheimische schwingen sich auf den Drahtesel und erkunden so die Küste und das Hinterland. Die Kreise Ostholstein und Plön haben das erkannt und bauen kräftig an ihrem Radwegenetz. Bisher jeder für sich. Künftig sollen aber Radweglücken nicht nur geschlossen, sondern Strecken zwischen den Kreisen auch miteinander verknüpft werden. Das wünschen sich Ostholsteins Kreispräsident Harald Werner (CDU) und sein Plöner Amtskollege Stephan Leyk (CDU), die sich am Freitag zu einem Arbeitstreffen im Eutiner Kreishaus trafen.

Erstes Treffen der Kreispräsidenten von Ostholstein und Plön vor dem Eutiner Kreishaus

Ostholstein gibt mit seinem „Zukunftsprogramm 2030“ für den Ausbau von Kreisstraßen und Radwegen bereits mächtig Gas. Die Kreistagsfraktionen von CDU und Grünen, die für die nächsten fünf Jahre einen Kooperationsvertrag vereinbart haben, brachten das Maßnahmenpaket in den Kreistag ein – der Beschluss dafür fiel einstimmig aus. Zwei Millionen Euro sollen nun Jahr für Jahr in den Ausbau des Rad- und Straßennetzes investiert werden. Dieses Geld ist im Haushaltsplan 2019 eingestellt. In der Kreistagssitzung am 4. Dezember soll grünes Licht gegeben werden.

Leyk: Ostholstein ist Vorbild

Wie weit die Dinge im Kreis Plön gediehen sind, das stellte gestern der neugewählte Plöner Kreispräsident Stephan Leyk (43) im Eutiner Kreishaus vor. Leyk und Werner kennen sich durch die Arbeit im Landkreistag und in der Kreispräsidenten-Runde, sind per „Du“ und wollen eines besonders anschieben: eine intensivere Zusammenarbeit beider Kreise. Leyk verwies auf die starken Urlauberzahlen an der Hohwachter Bucht. Die Gäste brächten häufig ihre Fahrräder mit, um entlang der Küste zu radeln oder das Hinterland zu erkunden. „Doch hier scheitert es häufig“, sagte Leyk mit Verweis auf fehlende und lückenhafte Radwege. Ostholstein sei für ihn ein leuchtendes Vorbild.

Die Plöner Kreisverwaltung habe aber in den vergangenen Monaten große Anstrengungen unternommen und beim Land Fördermittel eingetrieben. Demnach soll als erstes eine Radwegelücke entlang der Strecke von Bergedorf/Kirchnüchel nach Bad Malente-Gremsmühlen (L 178/L 163) geschlossen werden. Aber auch von Blekendorf nach Nessendorf soll gebaut werden. Dort könnte der Anschluss an das Ostholsteiner Radwegenetz erfolgen.

Landrat warnt vor Flickwerk

Ostholsteins Landrat Reinhard Sager (CDU) freut sich über diese Entwicklung. Er warnt aber, sich mit Flickwerk zufriedenzugeben: „Das Land bezahlt nur die Schwarzdecken-Erneuerung. Das macht wenig Sinn, weil in ein paar Jahren Wurzelwerk durchschlägt und die Radwege wieder repariert werden müssen.“ Sager plädiert deshalb für eine „grundhafte Sanierung“, die er gerade mit Kiel diskutiere. „Wichtig ist“, so Sager, „dass wir bei diesem Thema nicht an den Kreisgrenzen halt machen.“

Ostholsteins Kreispräsident Harald Werner sieht darüber hinaus noch weitere Möglichkeiten der Zusammenarbeit: unter anderem einen Ausbau der Werbung für kulturelle Glanzlichter beider Kreise – wie die Festspiele in Eutin oder die Turmhügelburg bei Lütjenburg.

Louis Gäbler

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