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Ostholstein Ostholsteins Museen ziehen Bilanz
Lokales Ostholstein Ostholsteins Museen ziehen Bilanz
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22:24 24.10.2013
Fossilienbestimmung: Johannes Jannsen begeistert im Museum Heiligenhafen Rasmus (7) und Jakob (10). Quelle: gjs

Saisonausklang in Ostholsteins Museen — die meisten gehen zum Monatsende in den Winterschlaf. Nur in Neustadt nicht: Dort zieht Frank Wilschewski, Leiter des „zeiTTors“, bereits jetzt eine positive Bilanz — trotz des anhaltenden Strandwetters im Sommer.

Bis Ende September kamen 8449 Gäste (im Vergleich zu 8275 im Vorjahr). „Da wir schon jetzt über dem Gesamtjahresergebnis 2012 liegen, werden wir mit einem leichten Plus abschließen“, betont Wilschewski. Besonders erfolgreich war die Ausstellung der Facebookgruppe „Du lebst schon lange in Neustadt, wenn...“ im Frühjahr. Hinzu kommen die Sonderausstellungen. Zurückzuführen ist das tolle Ergebnis laut Wilschewski zudem auf die zahlreich angebotenen Führungen außerhalb des Museums und die besonders gut besuchten „Historischen Hafenrundfahrten“. Auffällig war, dass bislang 3425 Kinder kamen. „Ich glaube, dass das ,zeiTTor‘ als Familien- und Mitmachmuseum angekommen ist.“ Vom November bis zu Beginn der Osterferien ist das Museum freitags von 15 bis 17 Uhr sowie sonnabends und sonntags jeweils von 14 bis 16 Uhr geöffnet.

Der Beginn der Erweiterungsarbeiten des Oldenburger Wallmuseums war 2013 das beherrschende Thema am Fuße des archäologischen Denkmals. Bis zum Start im kommenden Jahr soll ein Teil, insbesondere das neue Eingangsportal, fertig sein. Bis zum Sommer will man die restlichen Arbeiten — vor allem an den historischen Hütten — fortführen. Glück mit dem Wetter gab es in diesem Jahr bei den Slawentagen, entsprechend groß war die Zuschauerresonanz. Gescheitert ist vorerst dagegen der Versuch, die Museumsleitung auf professionelle hauptamtliche Füße zu stellen. Von einem dafür eingestellten Mitarbeiter trennte man sich im Sommer wieder. Zum Saisonabschluss läuft derzeit noch die Aktion „Museum? Probier mal“.

Auch das Heimatmuseum Heiligenhafen trotzte — durchaus erfolgreich — dem Supersommer. „Natürlich sind viele zum Strand gefahren“, so Museumsleiterin Petra Mischke, dennoch punktete sie mit attraktiven Sonderveranstaltungen. Auch noch in den Herbstferien: Die Fossilienbestimmung durch den Diplom-Geologen Johannes Jannsen aus Gettorf war wieder ein Renner — über alle Generationen hinweg.

Jetzt stehen die Heimatabende und die VHS-Arbeit an: „Das Museum wird immer mehr zum Kulturzentrum“, so Mischke. Bis Monatsende sind dort noch die „Niederländischen Impressionen“ von Eddy Sikma zu sehen. Für 2014 plant Mischke mehrere Sonderausstellungen, unter anderem „Fantastischer Realismus“ mit Werken von Wiebke Meier und Horst G. Hoffmann sowie „Schiffe im Kasten: Seemannskunst 1860-1925“.

„Leicht rückgängig“ waren erneut die Besucherzahlen im Heimatmuseum Burg und im Mühlenmuseum Lemkenhafen, das schon den zweiten Sommer hintereinander durch Umleitungsstrecken gelitten hat.

Museumsleiter Klaus Klahn durfte sich trotzdem freuen: Im Heimatmuseum ließ die Stadt Fenster streichen und alte Eichenbalken auswechseln: „Vier Meter fehlen noch, dafür ist hoffentlich 2014 Geld vorhanden. Aber das historische Kleinod sieht ganz ordentlich aus.“

Aufatmen konnte im 25. Jubiläumsjahr Josefine Jadzejewski im privaten Museum Katharinenhof — denn noch vor fünf Jahren stand es beinahe vor dem Aus. Die Mittelaltermärkte zahlen sich aus. Besonders schön war die Jubiläumsfeier: „Viele Freunde und Helfer waren da, es tut gut, bei einem solchen Anlass von den Gästen etwas zurückzubekommen.“

ser/hm/gjs

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