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Ostholstein Ostholsteins Touristiker wollen Wintersaison stärken
Lokales Ostholstein Ostholsteins Touristiker wollen Wintersaison stärken
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19:46 11.08.2016
Die Grömitzer Touristiker Olaf Dose-Miekley und Janina Kononov planen schon jetzt die Wintersaison. Quelle: Sebastian Rosenkötter

In Heiligenhafen und Neustadt entstehen neue Hotels. Ein weiterer Anstieg der Übernachtungszahlen gilt als sicher. Tourismuschef Olaf Dose- Miekley prognostiziert für die Wintermonate November bis März ein Wachstum um 50 Prozent auf über 250000 Übernachtungen – und das nur in Grömitz. Verglichen mit den Sommermonaten wirkt die Zahl wenig beeindruckend. Doch das soll sich ändern. Der Ostsee-Holstein- Tourismus (OHT) startet eine große Werbeoffensive unter dem Namen „Winterschön“.

OHT-Projektkoordinatorin Juliane König kündigt an, dass der Marketingverband in diesem Jahr in Dortmund, Münster, Bielefeld, Hannover und Hamburg um Gäste werbe. 2017 soll Düsseldorf in den Fokus rücken. Zudem steht die Verteilung einer Winter-Broschüre kurz bevor. Sie soll als Beilage in zwei großen überregionalen Zeitungen erscheinen. Hinzu komme Werbung auf Stadtbahnen, im Fahrgast-Fernsehen sowie auf Bodenflächenplakaten. „Zudem wollen wir insbesondere die neuen Hotels mit Wellness-Angeboten und guter regionaler Küche in den Vordergrund rücken“, so König.

Gerade in puncto Gastronomiebetriebe könnte es jedoch Schwierigkeiten geben. In den vergangenen Jahren haben sich Urlauber immer wieder darüber beklagt, dass sie in einigen Orten kaum geöffnete Cafés und Restaurants finden. Dabei ist der OHT auf die Unterstützung der Betreiber angewiesen. König betont, dass diese schon helfen würden, in dem sie „schlicht und einfach geöffnet haben“.

Für Olaf Dose-Miekley kommt die Kampagne genau richtig. Der Grömitzer Tourismus-Service hatte bereits vor Monaten angekündigt, in Zusammenarbeit mit Gastronomen an jedem Wochenende ein kulinarisches Angebot, kombiniert mit kulturellen Höhepunkten, auszurichten. „Für die ,Winter-Offensive’ in Grömitz geht es darum, ein verlässliches touristisches Angebot für die Monate November bis März zu schaffen“, betont Miekley. Nicht Großveranstaltungen, sondern die Befriedigung „ganz normaler“ Bedürfnisse wie Essen, Trinken, Shoppen und Wellness stehe im Mittelpunkt. „Dabei sind die Leistungsanbieter – Einzelhandel, Gastronomie, Hotellerie und Freizeitunternehmen – die entscheidenden Akteure“, macht der Tourismuschef klar.

Zum „Winterschön“-Auftakt soll es am letzten Oktober-Wochenende die Veranstaltung „Lichtermeer“ geben. Dabei ist den Orten überlassen, wie genau sie sich beteiligen. Windlichter, Lagerfeuer am Strand, Fackelumzüge, Laternen, illuminierte Plätze, alles ist möglich. „Dieses Wochenende verstehe ich dann auch als Saisoneröffnung“, sagt Dose-Miekley.

An den weiteren rund 20 Wochenenden seien ferner Ortsspaziergänge, Familienprogramme, Lange-Sauna-Nächte oder Fitnessangebote angedacht. Sollten all diese Dinge gut ankommen, die Gastronomen verstärkt im Winter öffnen und sich genug Personal finden lassen, dürfte schon bald der nächste Übernachtungsrekord vermeldet werden. Und der Boom an Ostholsteins Küste kann weitergehen.

Diese Orte machen mit

Die Kampagne „Winterschön“ nimmt Fahrt auf. Laut Juliane König, Projektkoordinatorin vom OHT, nehmen an der Auftaktveranstaltung „Lichtermeer“ bislang folgende Orte teil: Timmendorfer Strand, Scharbeutz, Haffkrug, Sierksdorf, Neustadt, Pelzerhaken, Grömitz, Fehmarn, Heiligenhafen, Weissenhäuser Strand, Hohwacht, Heikendorf, Eckernförde sowie Damp.

37 Prozent mehr Übernachtungen gab’s in der Wintersaison 2015 an der Ostsee im Vergleich zu 2008.

 Sebastian Rosenkötter

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