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Ostsee in Flammen verzaubert Besucher

Grömitz Ostsee in Flammen verzaubert Besucher

Es ist Jahr für Jahr der fulminante Saisonhöhepunkt in Grömitz: 40000 erlebten das Feuerwerk.

Grömitz. „Grandios!“, „Einzigartig!“, „Der Hammer!“ So und ähnlich lautet das Urteil über „Ostsee in Flammen 2016“. Das Grömitzer Spektakel lockte Zehntausende Besucher ins Ostseebad. Strand und Promenade platzten fast aus allen Nähten.

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Es ist Jahr für Jahr der fulminante Saisonhöhepunkt in Grömitz: 40000 erlebten das Feuerwerk.

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Louis Gäbler (56) über

„Ostsee in Flammen“ und

die Verkehrsprobleme nach der Veranstaltung.

Petrus hat offenbar ein Herz für Grömitz. Und für „Ostsee in Flammen“. Denn bei den fast schon tropischen Temperaturen ließ es sich am Freitag hervorragend feiern. Ein versöhnlicher Abschluss für die wettermäßig eher durchwachsene Hauptsaison. „Einige unserer Veranstaltungen waren tatsächlich verregnet oder verkühlt“, so Tourismuschef Olaf Dose-Miekley, „da gibt solch ein Abend natürlich neue Motivation für die bereits gut vorgebuchte Nachsaison.“ Und auch die Besucher des Höhenfeuerwerks zeigten sich begeistert von dem guten Wetter und genossen Sonne, Strand und Partystimmung.

Schon nachmittags hatten es sich zahlreiche Besucher am Strand bequem gemacht. Kaum ein Strandkorb blieb leer, Picknicktaschen und -körbe wurden ausgepackt, und in entspannter, gemütlicher Atmosphäre warteten Urlauber wie Einheimische auf den abendlichen Höhepunkt. „Entgegen der kühleren letzten Jahre haben sich die Besucher dieses Mal etwas anders verteilt“, weiß Dose- Miekley, „sonst war die Promenade voll, in diesem Jahr hat es sich wegen der Temperaturen wieder mehr auf den Strand verlagert.“ Doch der Tourismuschef gibt zu, dass mit den diesjährigen Besuchermassen erneut die Kapazitätsgrenze des Ostseebades erreicht worden sei: „Das ist das, was wir bewältigen können.“

Dies wurde vor allem nach dem Feuerwerk deutlich. Das Verkehrskonzept, welches in der Vergangenheit gut funktioniert hatte, klappte dieses Mal gar nicht. Vor allem die Ableitung des Verkehrs Richtung Süden über Haffkamp und Königsredder zur Bundesstraße 501 geriet zum Geduldsspiel. „Wir haben in diesem Jahr vor allem in diesem Bereich deutlich mehr Autos als in der Vergangenheit gehabt“, versuchte Dose-Miekley zu erklären und verwies darauf, dass durch die zusätzlich eingerichtete Parkfläche am Königsredder für rund 1000 Autos der Verkehr sich mehr als erwartet zurückstaute. „Woran es darüber hinaus lag – keine Ahnung“, gestand er und betonte, dass beim Verkehrskonzept definitiv in der Zukunft nachjustiert werden müsse.

Darüber hinaus habe es aber keinerlei besondere Vorkommnisse gegeben. „Naja – fast keine“, relativierte der Touristiker sogleich. Denn alten „Ostsee in Flammen“- Hasen war aufgefallen, dass das Feuerwerk nicht so pünktlich startete wie gewohnt. „Wir hatten erst keine Startfreigabe“, so Dose-Miekley. Der Grund: Drei Jugendliche hatten es sich kurz vor Feuerwerksbeginn in den Kopf gesetzt, schnell nochmal an der Seebrücke baden gehen zu wollen. Erst nachdem die leichtsinnigen „Wasserratten“ aus der Ostsee „gefischt“ und in Gewahrsam genommen worden waren, durften die Feuerwerker von Ostsee-Pyrotechnik das Spektakel starten.

Und die entschädigten das Publikum anschließend für die kurze Verzögerung mit wunderschönen Feuerbildern, die sie unter anderem zu Leone Lewis’ Song „Run“, „Wolke 7“ von Wolkenfrei oder Disturbeds „The Sound of Silence“ in den Nachthimmel zauberten.

Heimweg mit Hindernissen

Schön war’s – und alles passte: die Musik, das prächtige Feuerwerk, die Stimmung auf dem Strand – und die tropischen Temperaturen. Grömitz zeigte sich mit „Ostsee in Flammen“ den Urlaubern und Tagesgästen von der besten Seite. Alle waren zufrieden – bis es nach dem Abschluss für die einen ins Bett, für die anderen auf den Heimweg ging.

Von da an gab es nur noch Verärgerung über ein völlig unverständliches Verkehrskonzept. Für Stunden ging im Ort nichts mehr. Bis 2 Uhr stauten sich Tausende Autos auf sämtlichen Haupt- und Nebenstraßen. Kein Vor, kein Zurück! Die einen standen bei laufendem Motor auf der Stelle, die anderen fanden ob des Lärms nicht in den Schlaf. Warum es kaum Hinweisschilder gab, warum so wenige Polizisten den Verkehr regelten – das verstehen weder Gäste noch Einheimische. Eine Aufgabe für die neue Tourismuschefin, hier ein besseres Konzept zu finden!

Claudia Van Bruinessen

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