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Ostholstein Pansdorf bekommt neues Baugebiet
Lokales Ostholstein Pansdorf bekommt neues Baugebiet
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16:00 05.06.2017
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Ratekau

Möglich wird dies, weil aus der neuen Regionalplanung der Landesregierung zum Ausbau der Windenergie die bisherigen Windeignungsflächen zwischen Pansdorf und Techau – Windpark West – herausgefallen sind. Dadurch gibt es jetzt auch keine Abstandsgrenzen zu künftigen Windrädern mehr, die bislang der Wohnbebauung im Wege standen.

Das erläuterte jetzt Ratekaus Bürgermeister Thomas Keller (parteilos). Es gehe um eine Fläche von 3,5 Hektar, auf der Ein- und Mehrfamilienhäuser gebaut werden sollen. Auch die Hinterbebauung von Grundstücken an der Eutiner Straße soll möglich werden. Der Ausschuss für Umwelt, Natur, Energie und Bauen hat bereits beschlossen, den Flächennutzungsplan und die Aufstellung des Bebauungsplans für den Windpark West sowie die Veränderungssperre aufzuheben.

Aufgehoben werden soll zudem die Bauleitplanung für den Windpark Ost nördlich des vorhandenen Windparks Grammersdorf. Anlass ist nach Angaben von Keller, dass die neue Regionalplanung des Landes kaum noch Spielraum für eine Steuerung durch die Kommunen zulasse. Auch für eine Höhenbegrenzung für Windkraftanlagen, wie noch mit dem Bürgerentscheid von Mai 2014 eingebracht, gebe es seit Änderung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) zum 1. Januar keine rechtssichere Grundlage mehr. Höhenbegrenzung könnte eine kommunale Verhinderungsplanung darstellen und Schadenersatzforderungen nach sich ziehen. Das neue EEG zielt auf Effizienz der Anlagen ab. Für den Windpark Ost sollen die Regelungen zur Erschließung und Kennzeichnung der Anlagen deshalb in einem städtebaulichen Vertrag vereinbart werden. Maßgeblich wäre dann ausschließlich das Bundesimmissionsschutzgesetz.

Kritisch sieht Keller die Vorrangfläche südlich von Groß Timmendorf bei Ruppersdorf. „Das wäre sehr belastend, wenn sie kommt.“ Die Menschen hier seien bereits von der A 1 und der geplanten Eisenbahnlinie zum Fehmarnbelttunnel betroffen. Wegen der Splittersiedlung gelte zudem nur ein 400-Meter-Abstand für die Rotoren. Ratekau hat diese Vorrangfläche in seiner Stellungnahme zur Landesplanung ebenso abgelehnt wie Timmendorfer Strand. Der Bürgermeister weist darauf hin, dass auch die Bürger noch bis zum 30. Juni Gelegenheit zur Stellungnahme haben.

 pet

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