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Ostholstein Pelzerhakener fordern ein Konzept
Lokales Ostholstein Pelzerhakener fordern ein Konzept
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20:19 13.09.2013

Mit Regularien anlässlich der konstituierenden Sitzung hielt man sich im Ortsbeirat Pelzerhaken nicht lange auf. Nachdem Dr. Klaus Dalke zum Vorsitzenden und Katarina Clarus zur Stellvertreterin gewählt worden waren, ging es auch schon zur Sache. Der Umbau der Wiesenstraße sorgte von Beginn an für Unmut unter einigen Zuhörern.

Besonders verärgert zeigte sich eine Anwohnerin der Wiesenstraße über die Parkplätze vor ihrem Haus. Bei einer ersten Anliegeranhörung sei ihr versichert worden, dass dort überhaupt keine Parkplätze entstehen sollten. Erst auf Nachfrage sei ihr mitgeteilt worden, dass jetzt sechs Stellplätze vor ihrem Haus geplant sind. „Ich schaue dann von meiner Terrasse aus nur noch auf VW-Busse mit Surfbrettern“, so die Anwohnerin. Sie bemängelte zudem, dass statt der ursprünglich 20 Parkplätze jetzt 26 Parkplätze geplant seien.

Bauamtsleiterin Antje Weise hielt dem entgegen, dass es sich bei der Anliegersitzung lediglich um Vorbesprechungen gehandelt habe. Es gebe in diesem Bereich „einen erheblichen Parkdruck“, dem man jetzt mit mehr Stellplätzen Rechnung getragen habe. Bürgermeisterin Dr. Tordis Batscheider (SPD) sprang ihrer Amtsleiterin bei: „Wir haben da nichts im Geheimen entschieden. Alle Beschlüsse wurden in den zuständigen Ausschüssen der Stadt ausführlich diskutiert und mehrheitlich gefasst.“ Weise kündigte an, dass beide Bauabschnitte von der Einmündung bis zur Straße Zum Leuchtturm und von dort weiter bis zur Straße Auf der Pelzerwiese noch in diesem Jahr in Angriff genommen werden sollen.

Auch die Grünfläche am Leuchtturm soll helfen, die Parkplatznot im Ort zu lindern. Es werde überlegt, die Fläche als Mehrzweckfläche auch für Veranstaltungen wie zum Beispiel Flohmärkte vorzuhalten, kündigte Weise an. Von Anwohnerseite wurde in diesem Zusammenhang bemängelt, dass es an einem Gesamtkonzept zur Ortsentwicklung fehle.

Auf heftigen Widerstand stießen indes Überlegungen, eine Waldfläche zwischen Schaarweg, Wiesenstraße und den Rettiner Wiesen — die sogenannten „Frank‘schen Tannen“ — in ein Baugebiet umzuwidmen.

Weise hatte aus einem vom Grundbesitzer in Auftrag gegebenen biologischen Gutachten zitiert, wonach der dortige Waldbestand als nur bedingt schützenswert eingestuft wurde. Ein reines Wohngebiet, eine Mischform von Eigentum und Ferienhäusern oder auch ein Camping- oder Wohnmobilplatz seien hier erwogen worden, erläuterte Weise. Der Bauausschuss hatte zuvor das Thema an den Ortsbeirat verwiesen, um zunächst einmal die Meinung der Pelzerhakener einzuholen.

Die sprachen sich nahezu geschlossen gegen eine Bebauung aus. Es handele sich hierbei um eine der letzten Grünflächen im Ortsgebiet, mahnte ein Anwohner. Edda Disselhoff schlug vor, schützenswerten Baumbestand zu erhalten, den Wald begehbar zu machen und damit ein Naherholungsgebiet zu schaffen. „Ich nehme aus dieser Versammlung mit, dass eine Bebauung nicht gewünscht ist“, zog Klaus Dalke als Fazit.

Ob man denn eher eine Wohnbebauung oder einen Camping- oder Wohnmobilplatz bevorzuge, wollte Weise für den Fall eines anderslautenden Beschlusses wissen. „Am besten Parkplätze“ kam es da schon fast zynisch aus den Reihen.

Thomas Klatt

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