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Ostholstein Perspektivwechsel für drei Tage
Lokales Ostholstein Perspektivwechsel für drei Tage
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22:12 29.04.2016
Viele Gruppen waren während der Thementage auf Exkursion, die übrigen versammelten sich für ein Gruppenfoto in „kleiner Runde“. Quelle: Fotos: Astrid Jabs

Verschiedenheit stellt Ansprüche, macht Arbeit, fordert Kraft — und ist eine große Bereicherung. Keine neue Einsicht für eine Gemeinschaftsschule, und so war das Motto „Gemeinsam verschieden“ der passende Rahmen für drei Thementage, an denen die Schüler der Eutiner Wilhelm-Wisser-Schule in einer Vielzahl von Angeboten Gelegenheit zum Perspektivwechsel erhielten. In mehr als 30 Projekten wurden aus Jugendlichen Tischlerinnen, Tänzer, Eltern, Bühnenbildner, Sportlerinnen, THWler, ein Strickclub, Gesundheitsexperten, Köche, Entdecker, Bastler und eine Band.

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Themen-Projekt an der Eutiner Wisserschule stand im Zeichen der Vielfalt — in neue Rollen schlüpfen.

„Unsere Organisatoren haben ganze Arbeit geleistet.“Sven Ulmer, Schulleiter

Acht von ihnen schnupperten überall hinein und hielten fest, was sie sahen und hörten: Als „Redaktion“ standen ihnen die Türen offen, und während sie dokumentierten und recherchierten, erlebten sie das, was sie beschrieben: Sie lernten einander kennen, machten neue Erfahrungen und wurden ein Team. Diana, selbstbewusst und von großer Klarheit, entdeckte ihre Vorliebe fürs Texteschreiben und war mit Christian unterwegs, der viel lieber gute Fotos macht.

Vor den Thementagen kannten sie sich nur sehr flüchtig, jetzt bildeten sie ein effektives Gespann. Juliane und Alya sind ohnehin beste Freundinnen und auch als fleißige Journalistinnen ergänzten sie sich — ausdauernd und ruhig die eine, quirlig und agil die andere — perfekt. Lea machte sich hervorragend als Faktensammlerin und Schreiberin und hielt routiniert den Selbstversuch von Energiebündel Alina fest, die sich im Projekt „Airtracking“ auf federnden Luftmatten in Akrobatik versucht hatte, um authentisch berichten zu können. Carolin und Kathleen offenbarten ein Gespür für Stimmungen, ließen sich faszinieren und fanden dafür die richtigen Worte. So wird nachzulesen sein, wie im „Wohlfühl“-Kursus Masken für Entspannung sorgten, wie die Lehrer Sarah-Marie Bobsin und Benjamin Groß in ungewohnter Rolle als Tanzpaar begeisterten und was die Schüler auf Exkursionen an die Ostsee, auf Stadttour durch Eutin oder radelnd über ihre alte und, für manche unter ihnen, neue Heimat herausfanden. So unterschiedlich die Konzepte waren, aus jedem gibt es etwas mitzunehmen.

Für DAZ-Schüler Abdalrahman ist es eine syrische Fahne — gesägt, geschliffen und bemalt im Werkraum, der zur Tischlerei wurde. Für den Achtklässler Luca wird ein Eindruck von der Vaterrolle bleiben:

Für drei Tage war er als „Elternteil auf Probe“ verantwortlich für die lebensechte Babypuppe „Luna“ — schlaflose Nächte inklusive. Kian aus der neunten Klasse fand im Kurs „Lebenswege, Lebenssituationen“ Anregung für einen bewussten Blick auf sich und andere. Über Fotografie, Zeichnungen und Gespräche wurde der Grundstein für Toleranz und Neugier auf einander und auf die eigene Geschichte gelegt. Eine Verbindung über gemeinsames Schaffen wuchs Masche für Masche im Strickcafé, beim Oregami entfaltete die Stille ihre ganze Kraft.

Überhaupt lag eine konzentrierte Ruhe über der Schule, was natürlich auch der Tatsache geschuldet war, dass ein großer Teil der Schüler auf Exkursion war. Aber eben nicht nur, wie die überwiegend positiven Reaktionen belegten. Entsprechend zufrieden war Schulleiter Sven Ulmer: „Unsere Organisatoren haben ganze Arbeit geleistet“, lobte er. „Danke für diese drei schönen Tage“, sagte Reporterin Alya. Und das entspricht wohl einer glatten „Eins“.

Von Astrid Jabs

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