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Ostholstein Pferde-Festival startet trotz Tribünenbrand
Lokales Ostholstein Pferde-Festival startet trotz Tribünenbrand
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20:39 06.06.2017

Die Schreckensnachricht kam mitten in der Nacht. Alarm um 3.31 Uhr. Zunächst war sogar von einem Scheunenbrand im Staakensweg die Rede. Tatsächlich stand in Burg die Tribüne mitten auf dem Reitplatz in Flammen. „Ein gewaltiges Feuer“: Als Hinrich Köhlbrandt am Brandort eintraf, war nichts mehr zu retten.

Noch stehen die Stahlträger, gewähren aber keine Stabilität mehr . Quelle: Fotos: Gjs
„Menschen und Pferde kamen nicht zu Schaden.“Hinrich Köhlbrandt

Zehn Tage liegt dieses Großfeuer, das die Burger Feuerwehr binnen knapp einer Stunde vollständig löschen konnte (die LN berichteten), inzwischen zurück. Ein schwerer Schlag für den Fehmarnschen Ringreiterverein: „Zum Glück kamen weder Menschen noch Pferde zu Schaden, das war meine erste große Sorge“, sagt Köhlbrandt.

Der Vorsitzende ist zuversichtlich. Die Zusammenarbeit mit Versicherung, Gutachter und Behörden habe in den Tagen danach reibungslos geklappt: „Alle haben uns geholfen.“ Die Kripo Oldenburg ermittelt weiter, spricht nach derzeitigem Stand „vom Verdacht der Brandstiftung“. Eine Ursache in der Elektrik wird offenbar ausgeschlossen. Köhlbrandt bestätigt: „Der Stromanschluss war abgeschaltet.“

Nachdem die Kripo die Brandstelle vor Pfingsten freigegeben hat, beginnen in dieser Woche die Abriss- und Aufräumarbeiten. Der Zeitdruck ist enorm. Schließlich findet vom 22. bis 25. Juni in Burg das große „Fehmarn-Pferde-Festival 2017“ statt. Bis dahin soll die Brandruine verschwunden sein – mitsamt Bodenaushub und Verfüllung mit Kies oder Recyclingmaterial.

Und vielleicht gelingt es sogar, kurzfristig eine mobile Tribüne aufzubauen. Sie hätte Platz für 80 bis 100 Zuschauer. Auf der abgebrannten Tribüne fanden rund 200 Besucher bequemen Platz oder auch Schutz bei schlechtem Wetter. Köhlbrandt: „Wir können natürlich in der kurzen Zeit nicht den ganz großen Komfort wiederherstellen.“

Noch ist er dabei, die genaue Schadenshöhe gegenüber der Versicherung detailliert zu dokumentieren. Bei der Tribüne gab es einen Totalschaden. Betroffen sind auch die Stahlträger, die noch stehen.

Sie haben nach Angaben der Gutachter durch die große Hitze ihre Stabilität verloren. Aber auch die unter der Tribüne gelagerten Hindernisse, die vor dem Sommerturnier noch gereinigt werden sollten, sind bis auf wenige Teile alle zerstört, ebenso Zelt und Holzhäuschen für die Jury.

Parallel dazu laufen die Vorbereitungen für das „Fehmarn-Pferde-Festival 2017“. Es zeichnet sich ab, dass es wieder so gut besetzt sein wird wie 2016. Besonders in der schweren Prüfung der Klasse S gibt es sogar leichte Zuwächse. Bislang seien etwa 2500 Startplätze gebucht und 115 Zelt-Boxen bestellt. Allein für den mit 10 000 Euro dotierten Hauptpreis sind bislang 45 Startplätze gebucht. Zudem läuft in allen Stolz-Kaufhäusern eine Verlosung mit fünf Hauptpreisen – ganz obenan ein Hyundai i30 – und etwa 200 Sachpreisen. Köhlbrandt: „Es wird trotz alledem wieder ein Top-Pferde-Festival.“

Gerd-J. Schwennsen

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