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Ostholstein Pier 15: Start des neuen Jugendclubs steht bevor
Lokales Ostholstein Pier 15: Start des neuen Jugendclubs steht bevor
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21:09 14.04.2016
Im Gebäude des ehemaligen „Moin Moin“ entsteht an der Hafenstraße der Jugendtreff „Pier 15“. Quelle: Fotos: Mantik

Frohe Kunde, die Baugenehmigung ist da. Aus Sicht der jungen Menschen — endlich. Heiligenhafen kann bei optimalem Bauverlauf in diesem Sommer den neuen Jugendtreff an der Hafenstraße eröffnen. Die Vorfreude hat jedoch einen ernüchternden Beigeschmack. Denn es gibt Widerstand gegen das junge Projekt. Sehr zum Unverständnis der vielen Jugendlichen, den Heiligenhafener Verkehrsbetrieben (HVB) und den vielen Helfern aus Politik und Handwerkerschaft. „Ein Anlieger aus dem Thulboden hat über den Verband ,Haus & Grund‘ Einspruch gegen die Baugenehmigung beim Kreis eingelegt“, erläutert Manfred Wohnrade.

Aber ein Heiligenhafener Anlieger hat Einspruch gegen die Baugenehmigung eingelegt — Unverständnis bei HVB-Geschäftsführer Manfred Wohnrade.

„Das Risiko tragen wir.

Wir wollen dieses wichtige Projekt unbedingt realisieren.“ Manfred Wohnrade, HVB-Geschäftsführer

Der HVB-Chef sitzt auf einem Barhocker im Rohbau, wo eigentlich in den nächsten Tagen gehandwerkert werden soll. „Besagter Herr hat große Bedenken wegen des Jugendtreffs.“ Die habe er in einem Gespräch versucht zu zerstreuen. Auch habe Wohnrade ein weiteres Gespräch gemeinsam mit den Jugendlichen und der Politik angeboten, um genau zu skizzieren, was dort alles im Pier 15 geplant sei.

Wohnrade: „Erst zeigte sich der Herr davon angetan, dann kam aber doch die Absage.“

Gestern Abend kamen HVB, Jugendclub „Pier 15“ sowie die Handwerkerschaft zusammen, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Laut Kreis Ostholstein könne mit dem Bau „auf eigenes Risiko“ begonnen werden. Tendenz: Es geht los. Wohnrade: „Das Risiko tragen wir. Ich denke, wir haben gute Chancen. Wir wollen dieses wichtige Projekt unbedingt realisieren.“ Denn im Vorwege wurden sämtliche Aspekte, die zu Ärger führen könnten, beseitigt. Man habe sogar ein Lärmgutachten erstellen lassen. Auch dürfe pro Monat nur eine größere Veranstaltung stattfinden — wohlgemerkt mit der Bühne zur Hafenseite, wo sich auch der Eingang befindet. Wohnrade ist sicher: „Wenn es mal lauter werden sollte, dann doch in der entgegen gesetzten Richtung zu den Beschwerdeführern.“Die HVB haben die Verantwortung für das Projekt übernommen, tragen auch das Risiko.

Stadtvertreter Georg Rehse (CDU), ein Unterstützer der Jugendlichen von Beginn an, sagt: „Unser Vorbild ist der Speicher Husum, der direkt an der Flaniermeile in bester Lage wunderbar funktioniert.

Es wäre doch gelacht, wenn ähnliches in Heiligenhafen nicht auch klappen würde.“

Zumal die Stadt voll und ganz hinter diesem Projekt stünde, so Rehse, und es etliche Spender und Helfer gebe. Wohnrade habe gerade Besuch eines Seglers erhalten, der ihm Werkzeuge als Geschenk für die Jugend überreicht hätte.

Das Projekt hat ein Budget von 60000 Euro, 50 Prozent müssen die Jugendlichen in Eigenleistung erbringen. Sämtliche vorbereitenden Arbeitsschritte wie das Aufstemmen des alten Bodens haben sie bereits selbst geleistet. All dies führe laut Wohnrade zur verstärkten Identifikation mit der Stadt. Der demografische Wandel sei bezeichnend, es müsse endlich etwas getan werden. Und am Ende sollen die Jugendlichen Heiligenhafens beim Betreten des „Pier 15“ das Gefühl haben: Dies ist unser Haus.

Von Peter Mantik

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