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Ostholstein Podiumsdiskussion fällt aus
Lokales Ostholstein Podiumsdiskussion fällt aus
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21:14 05.04.2017
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Eutin

Die von Lübecker Nachrichten und Ostholsteiner Anzeiger (OHA) geplante Podiumsdiskussion zum Haus des Gastes findet nicht statt. Die Bürgerinitiative (BI) „Erhalt und Instandsetzung Haus des Gastes Eutin“ hat den Veranstaltern einen Korb gegeben. Stein des Anstoßes für die BI ist Bürgermeister Carsten Behnk (parteilos).

Die LN und der OHA hatten zwei Befürworter und zwei Gegner des Abrisses eingeladen, um vor dem Bürgerentscheid am 7. Mai noch einmal alle Argumente für und gegen einen Erhalt des Hauses zu beleuchten. Als Befürworter sollte die Politik auf dem Podium sitzen, die den Abriss beschlossen hat. CDU-Fraktionschef Matthias Rachfahl wollte die Position der Kommunalpolitik vertreten. Reinhard Sohns (Geschäftsführer „Die Ostholsteiner“) hätte seine Idee eines Integrationshotels an Stelle des Haus des Gastes vorgestellt.

Bürgermeister Behnk war von den Veranstaltern als neutraler Experte zu rechtlichen und fachlichen Aspekten, etwa zu Zuschüssen oder zum Sanierungsgutachten, angekündigt worden. Er sollte nicht auf dem Podium sitzen, sondern bei Fragen zu den genannten Punkten zur Verfügung stehen. Als Bürgermeister hat er die Beschlüsse der Politik umzusetzen, ist aber nicht an der Entscheidung zum Haus des Gastes beteiligt.

Genau mit dieser neutralen und fachlichen Rolle wollte sich die Bürgerinitiative aber nicht abfinden. Ihre Sprecherin Sigrid Jürß teilte mit, gerade Behnk habe sich bisher in keiner Weise neutral verhalten. In seinem täglichen Amtsgeschäft beziehe er sehr eindeutig Position und fordere sogar die Bürger dazu auf, sich gegen das Haus zu entscheiden. Außerdem spricht die BI Behnk die Kompetenz ab. Jürß: „In rechtlichen Fragen würden wir Herrn Behnk nicht unbedingt als Experten bezeichnen. In baulichen und bautechnischen Angelegenheiten können wir ebenfalls keine Fachkompetenz erkennen.“

LN und OHA hätten gern zu mehr Transparenz bei diesem Thema beigetragen und bedauern die Absage der BI. Die Veranstalter sind allerdings nicht bereit, auf Wunsch der BI die personelle Besetzung der Diskussion zu ändern. Sie haben sich daher entschlossen, die Podiumsdiskussion abzusagen. Ohne die Bürgerinitiative, die den Bürgerentscheid angestrengt hat, ist eine solche Diskussion sinnlos.

LN

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