Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Ostholstein Pönitz: Alle warten auf die Versicherung
Lokales Ostholstein Pönitz: Alle warten auf die Versicherung
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:24 08.06.2016

„Still ruht der See“, antwortet Volksbank-Vorstand Matthias Benkstein in Eutin, wenn er auf die Folgen der gewaltigen Explosion angesprochen wird, die in der Nacht von Mittwoch, 1. Juni, auf Donnerstag, 2. Juni, viele Pönitzer aus dem Schlaf riss. Bislang noch unbekannte Bankräuber hatten die Volksbank-Filiale am Bahnhof überfallen und versucht, den Geldautomaten zu sprengen. Die Detonation war so heftig, dass am Gebäude erheblicher Schaden entstand. Das gesamte Foyer wurde weggesprengt (die LN berichteten).

Volksbank-Vorstand Matthias Benkstein. Quelle: hfr

„Wir sind sehr froh, dass es in der Nacht keine Verletzten in Pönitz gab. Jetzt muss die Versicherung klären, wie groß die Schäden sind. Erst dann können wir weitersehen“, erläuterte Benkstein auf LN-Anfrage. „Das Ganze war ungemein heftig und ging über das Normalmaß hinaus“, zitierte der Volksbank-Vorstand aus Gesprächen mit Angehörigen des Landeskriminalamtes (LKA).

Gedulden müsse sich auch die Gemeinde Scharbeutz, die am Kauf dieses Volksbank-Gebäudes interessiert ist. Sie will dort unter anderem dem Verein für Regionalgeschichte der Gemeinde Scharbeutz und Umgebung Lagerflächen für bestimmte Exponate zur Verfügung stellen. „Wir waren mit den Verhandlungen schon ziemlich weit. Jetzt ist uns dieser Vorfall dazwischen gekommen“, so Benkstein.

Er selbst war an dem bewussten Donnerstag morgens auf dem Weg von seinem Wohnort Scharbeutz zu seinem Arbeitsplatz in Eutin, als er über Handy von seinen Mitarbeitern über die Sprengung informiert wurde. „Natürlich bin ich sofort nach Pönitz abgebogen, um mir den Schaden anzusehen.“ Benkstein kennt das Volksbank-Gebäude nur allzu gut: „Das ist mein alter Lehrbetrieb.“ Er wurde natürlich nicht in das abgesperrte Gebäude hineingelassen. „Als ich ankam, war das wie im Krimi. Überall liefen Menschen in ihren Schutzanzügen herum – wie im Fernsehen“, gibt Benkstein seine Eindrücke wieder.

In seinen 40 Berufsjahren hat er einen Vorfall wie den in Pönitz bisher nur einmal erlebt: Vor mehreren Jahren wurde im Eutiner Sky- Markt ein Volksbank-Geldautomat in die Luft gesprengt. Die Schäden damals waren aber längst nicht so hoch wie jetzt in Pönitz. Benksteins Eindruck: „Die Täter werden immer dreister.“

cd

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Im Ranking der betroffenen Berufsbilder liegt das Maurer- und Betonbauerhandwerk an erster Stelle – 28 Prozent aller Vergehen wurden in diesem Handwerkszweig ermittelt.

08.06.2016

Verärgerung im Vorfeld und gut gefüllte Zuschauerreihen im zuständigen Hauptausschuss: Das Thema einer möglichen Neuberechnung der Fremdenverkehrsabgabe hat die ...

08.06.2016

Land stellt zusätzliche Förderung in Aussicht – Kommunalpolitik ist nun gefordert.

08.06.2016
Anzeige