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Ostholstein Pönitzer Wehr bittet um Entlastung
Lokales Ostholstein Pönitzer Wehr bittet um Entlastung
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22:19 06.04.2016

Änderungen im Brandschutzgesetz und ein Beschluss der Scharbeutzer Gemeindevertretung machten den Weg frei für die Gründung einer Verwaltungsabteilung in der Freiwilligen Feuerwehr Pönitz. Sie ist damit eine der ersten im Kreis Ostholstein und sucht jetzt Freiwillige.

„Hier ist

jetzt Fantasie gefragt.“Pressesprecher

Holger Bauer, Kiel

„Eine Verwaltungsabteilung ist eine gute Sache, weil sie uns in vielfältiger Weise entlasten kann“, so Ortswehrführer Patrick Nasner. Entlasten heißt in diesem Fall, dass die Mitglieder der Verwaltungsabteilung bei Aufgaben wie Logistik — beispielsweise in der Kleiderkammer der Gemeindefeuerwehr —, bei der Brandschutzerziehung oder bei Themen wie Nachwuchsgewinnung unterstützen dürfen.

Gleiches gilt bei der Bewältigung der zunehmenden administrativen Aufgaben.

„Der Clou ist, dass das Personal der Verwaltungsabteilung nicht ‚feuerwehrdiensttauglich‘ sein muss“, weiß Gemeindewehrführer Patrick Bönig. In der besonderen Abteilung könne wirklich jeder und jede die Feuerwehren sinnvoll unterstützen, ohne eine feuerwehrtechnische Ausbildung absolvieren zu müssen.

Mitglied werden kann jede Einwohnerin und jeder Einwohner der Gemeinde Scharbeutz nach Vollendung des 16. Lebensjahres. Jedes neue Mitglied könne nach seinen Fähigkeiten eingesetzt werden, sei es in der Verwaltung selber, im technischen Bereich, beispielsweise bei der Wartung und Instandsetzung von Fahrzeugen und Geräten, oder in der Öffentlichkeitsarbeit.

„Wir finden für jede Frau und jeden Mann die richtige Aufgabe. Wichtig sind die Motivation und die Fähigkeiten des Einzelnen. Der Rest findet sich“, ergänzt der stellvertretende Pönitzer Wehrführer Dennis Jordt.

Das Engagement der Pönitzer stößt auch beim Landesfeuerwehrverband Schleswig-Holstein in Kiel auf große Zustimmung. „Wir erhoffen uns viel von diesen Verwaltungsabteilungen, deren Einrichtung seit dem 1. Januar nun möglich ist“, so Pressesprecher Holger Bauer. Es gebe einerseits Menschen, die körperlich nicht so fit oder behindert und damit für den Feuerwehrdienst nicht geeignet sind.

Andererseits gebe es immer wieder Männer und Frauen, die zwar geeignet seien, die aber kein Interesse am Löschen von Bränden oder an der Beseitigung von Unfallfolgen hätten. „Wir haben im Land beispielsweise einen ehemaligen Feuerwehrmann, der nach einem Motorradunfall im Rollstuhl sitzt und nun alle Verwaltungsangelegenheiten für seine Wehr regelt“, berichtet der Pressesprecher.

Bauer kennt auch den Mann im Kreis Schleswig-Flensburg, dem ein Arm abgenommen werden musste, der jetzt eine Prothese trägt und der bei seiner Wehr als Gerätewart beschäftigt ist. „Der kann mit einem Arm besser arbeiten als andere Männer mit beiden Armen“, so Bauer. Durch die Einrichtung einer Verwaltungsabteilung gebe es auch versicherungstechnische Absicherungen. „Davon profitieren dann beispielsweise die Frauen, die bei Einsätzen nachts ins Gerätehaus kommen, um dort für Kaffee und Brötchen sorgen. Wenn denen dann irgend etwas passiert, sind sie wenigstens versichert.“ Die Aufgabenvielfalt in Verwaltungsabteilungen sei jedenfalls sehr groß. Bauer: „Hier ist jetzt Fantasie gefragt.“

Die Pönitzer Wehrführer haben schon konkrete Ideen: „Ein toller Anfang wäre Unterstützung bei Veranstaltungen, die auch unserer Nachwuchsgewinnung dienen.“

Interessenten können sich beim Pönitzer Wehrführer Patrick Nasner, Telefon 01522/8911393, oder über die Internetseite www.feuerwehren-gemeinde-scharbeutz.de und natürlich auf Facebook unter www.facebook.com/ffwpoenitz melden.

Von Christina Düvell-Veen

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