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Ostholstein Politik appelliert an Techauer Eltern
Lokales Ostholstein Politik appelliert an Techauer Eltern
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21:16 25.02.2016
Über die Techauer Grundschule wird derzeit viel gesprochen. Quelle: Düvell-Veen

Die Ratekauer Kommunalpolitiker lassen nicht locker. Sie sorgen sich weiterhin um die Zukunft der Techauer Otfried-Preußler-Grundschule. Nachdem sie schon während der jüngsten Schulausschuss-Sitzung diskutiert hatten (die LN berichteten), formulierten sie jetzt einen gemeinsamen Appell an die Techauer Eltern. Unterzeichnet ist er von den Fraktionsvorsitzenden Corina Harnack (BFG), Gaby Braune (Bündnis 90/Die Grünen) und Heinz-Klaus Drews (CDU) sowie von der stellvertretenden SPD-Fraktionsvorsitzenden Gaby Spiller.

„Alle Fraktionen stehen uneingeschränkt zum Fortbestand der Grundschule Techau. Genau hier wird das Prinzip ,kurze Beine — kurze Wege‘ verwirklicht, welches für unsere Kleinsten doch so wichtig ist und von dem die Politik in der Gemeinde Ratekau auch nicht abrücken wird“, heißt es in der Stellungnahme.

Es sei bedauerlich, dass durch Gerüchte eine Schule schlecht gemacht und damit in ihrem Bestand gefährdet werde. Zudem sei das Konzept des jahrgangsübergreifenden Unterrichtes kein negatives Element, sondern eine gezielte Förderung der Kleinsten auf ihrem Weg in die Zukunft. „Hier wird nicht nur das notwendige Wissen vermittelt, sondern auch das soziale Verhalten untereinander gefördert“, betonen die Politiker. Viele Bundesländer führten dieses System wieder ein, und die Eltern stünden Schlange, um ihre Kinder dort anzumelden. Eine Benachteiligung oder eine unzureichende Vorbereitung auf die Zukunft gegenüber anderen Grundschülern sei von Lehrkräften weiterführender Schulen nicht bestätigt worden. Im Gegenteil: Es wurde erklärt, dass die Kinder in Techau gut für ihre weitere Schullaufbahn gerüstet sind. Schließlich habe ein derartiger Jahrgang die Schule schon verlassen.

Wünschenswert wären weitere Anmeldungen von Techauer Kindern an der Grundschule Techau. „Die Kinder sind da, sie werden nur nicht an dieser Schule angemeldet. Auch in den nächsten Jahren könnten genügend Kinder aus Techau eingeschult werden, um den Bestand der Schule zu sichern“, sind sich die Politiker einig.

Den Eltern der diesjährigen Erstklässler geben die Fraktionen geschlossen zu bedenken, dass sie mit ihrer Entscheidung den künftigen Jahrgängen eine Wahlmöglichkeit nehmen. „Selbstverständlich respektieren wir das Recht der Eltern auf freie Schulwahl, appellieren aber gleichzeitig, über die Tragweite der Entscheidung noch einmal nachzudenken. Es könnte hilfreich sein, in der Schule vorbeizuschauen und am Unterricht teilzunehmen. Erst dann kann man sich doch eine Meinung bilden“, betonen die Politiker.

cd

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