Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Ostholstein Politik hinterfragt Plan für „Rettiner Wiesen“
Lokales Ostholstein Politik hinterfragt Plan für „Rettiner Wiesen“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:12 25.07.2016

Eine umfassende Stellungnahme zum Entwurf des Managementsplans für das Gebiet „Rettiner Wiesen“ haben Neustadts Stadtverordnete auf ihrer jüngsten Sitzung auf den Weg gebracht. Diverse Planungsziele des Entwurfes werden hinterfragt, zum Teil auch scharf kritisiert.

Der Plan berücksichtige aus Sicht der Stadt zu einseitig Naturschutzbelange und finde nicht den erforderlichen Kompromiss zwischen Naturschutz und wirtschaftlichen beziehungsweise touristischen Belangen, heißt es in der Stellungnahme. Es bestehe daher kein Einvernehmen der Stadt zum erarbeiteten Managementplan.

Die Stadt widerspricht einer Darstellung im Managementplan, wonach das FFH-Gebiet (Fauna-Flora- Habitat) „Rettiner Wiesen“ früher als Ganzes ein Strandsee gewesen sein soll. Es habe sich dabei nur um eine Teilfläche gehandelt. Eine eventuelle Wiederherstellung der sogenannten Lagune könne nur erfolgen, wenn sichergestellt sei, dass die Ortsteile Pelzerhaken und Rettin sowie dahinterliegende landwirtschaftliche Flächen durch einen höheren Wasserstand nicht beeinträchtigt werden. Private Landeigentümer dürften zudem nicht gezwungen werden, Maßnahmen des Landesamtes für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR) umzusetzen, lautet eine weitere Forderung der Stadt.

Ferner wendet sich die Stellungnahme gegen Pläne, die eine touristische Nutzung des Horchturmes ausschließen. Eine FFH-gebietsverträgliche Wiedernutzbarmachung des Horchturmes müsse zulässig sein, um die bauliche Unterhaltung des Gebäudes wirtschaftlich zu sichern. Auch die im Managementplan angedachte Umsiedlung des Campingplatzes „An der Düne“ wird kritisiert. Der Campingplatz genieße aufgrund einer älteren Genehmigung Bestandsschutz. Ähnlich attraktive Lagen ständen für eine Umsiedlung nicht zur Verfügung. Auf Ablehnung stoßen zudem Überlegungen, Strandabschnitte von Mitte April bis Mitte September zu sperren. Dies sei aus touristischer Sicht nicht zu verantworten.

Verabschiedet wurde die Stellungnahme gegen die Stimmen der Grünen. Die Stellungnahme sei mit der Position der Grünen in vielerlei Hinsicht nicht zu vereinbaren, betonte Claudia Zimmler. tk

LN

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Extremschwimmerin Jacqueline Kempfer hat es geschafft: In neun Stunden und neun Minuten gelang es ihr am Sonntag, die Ostsee von Fehmarn nach Lolland zu durchschwimmen.

25.07.2016

In Burg beginnt am Donnerstag der „17. Weinsommer“. Vier Tage wird auf Fehmarn gefeiert.

25.07.2016

Eine verheerende Gewitterböe löste die maritime Tragödie aus. Am 26. Juli 1932 kenterte nördlich von Fehmarn in der Nähe des Feuerschiffs „Fehmarnbelt“ der ganze ...

25.07.2016
Anzeige