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Politik will Bauen in der Riemannstraße ermöglichen

Eutin Politik will Bauen in der Riemannstraße ermöglichen

Als langen Ritt bezeichnete Heiko Godow (CDU), Vorsitzender des Eutiner Stadtentwicklungsausschusses, die über zwei Jahre andauernde Diskussion über den Bebauungsplan ...

Eutin. Als langen Ritt bezeichnete Heiko Godow (CDU), Vorsitzender des Eutiner Stadtentwicklungsausschusses, die über zwei Jahre andauernde Diskussion über den Bebauungsplan 118 für ein Gebiet der hinteren Riemannstraße (bekannt als frühere Hofstelle Wiese). „Wir haben das sehr ausführlich bearbeitet und am 9. März für den Satzungsbeschluss empfohlen“, bat er um Zustimmung. Dem folgte die Stadtvertretung jetzt mit Mehrheit.

Erlangt der Beschluss Rechtskraft, können Bauanträge gestellt werden. Wie mehrfach berichtet, will der Bad Schwartauer Hans-Rudolf Kruse, Eigentümer der Grundstücke Nummer 94 und 92a, in der zweiten Reihe der Riemannstraße 22 Wohneinheiten unter anderem in zwei Mehrfamilienhäusern errichten. Die Zufahrt zu dem Areal soll zwischen den Häusern 90 und 92 erfolgen, die Ausfahrt zwischen 92 und 94.

Nachbarn protestieren seit Jahren gegen die geplante Bebauung hinter ihren Häusern. Immer wieder stellen sie unter anderem das Wegerecht in Frage, ebenso wie die notwendige Durchfahrtsbreite für die Feuerwehr. Es gebe ein Wegerecht, und Leitungen könnten über Kruses Grundstück geführt werden, hat die Bauverwaltung etliche Male versichert.

Ebenso bestätigte die Feuerwehr nach einem Ortstermin, mit der Durchfahrtsbreite auszukommen.

Während Nachbarn nach der Stadtvertretung-Sitzung lautstark schimpften und ankündigten, klagen zu wollen, zeigten sich die Fraktionen erleichtert. „Wir haben versucht, es möglichst wenig belastend für die Anwohner hinzubekommen“, so Eike Diller (Grüne). Jens-Uwe Dankert (FDP): „Wir haben hier einen Investor, der Millionen einsetzen will, um bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Er hat lange Geduld gehabt.“

Godow betonte die „Notwendigkeit der städtebaulichen Regelung“ und erwiderte auf die Beschwerde eines Anwohners: „Die Sichtachsen dienen dem freien Blick in die Landschaft. Wir machen hier keine Gefälligkeitsausführungen für einzelne.“ Das sah auch Karlheinz Jepp (SPD) so: „Es gibt keinen Anspruch auf unverbaubaren Blick in die Landschaft.“ ben

LN

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