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Ostholstein Wurst mit Rasierklingen: Polizei warnt vor Hundeködern
Lokales Ostholstein Wurst mit Rasierklingen: Polizei warnt vor Hundeködern
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18:43 12.03.2019
Herbert Marek zeigt, wo seine Schwägerin am Sonntag die mit einer Rasierklinge präparierte Wurst gefunden hat. Quelle: BILLHARDT
Lensahn

Unbekannte haben in Lensahn Fleischwurst mit Rasierklingen präpariert und auf privaten Grundstücken verteilt. Gefunden wurden die Hundeköder im Bereich der Lütjenburger Straße. Die Polizei ruft Tierhalter zu besonderer Vorsicht auf und bittet weitere Zeugen, sich zu melden.

Klinge in Wurst

„Das ist schlimm, wirklich ein Unding. Ich hoffe, dass die Polizei den Übeltäter findet“, sagt Hundebesitzer Herbert Marek. Seine Schwägerin hat am Sonntag eine Wurstpackung im Vorgarten entdeckt. Zum Glück konnte sie den Hunden den vermeintlichen Leckerbissen noch rechtzeitig wegnehmen. Sie habe dann sofort bei ihm geklingelt, erzählt Marek und ergänzt: „Unsere ganze Familie und auch viele Nachbarn haben Tiere. Das hätte gefährlich werden und das Maul eines Hundes böse zerschneiden können.“

Unbekannte haben in Lensahn Fleischwurst mit Rasierklingen ausgelegt. Quelle: POLIZEI

Herbert Marek kann das Ganze immer noch nicht richtig fassen. So etwas habe er bisher nicht erlebt, nur aus anderen Orten gehört. Er habe den Vorfall bei Facebook gepostet, damit alle Hundebesitzer in Lensahn gewarnt und wachsam sind. Außerdem habe er mit seinen Schwestern die Nachbarschaft informiert und nach weiteren Ködern Ausschau gehalten. Seine Schwägerin sei am nächsten Tag sofort zur Polizei gegangen und habe Anzeige erstattet.

Die Fleischwurst war noch in der Plastikverpackung und in die wurde dann eine Rasierklinge hineingesteckt. Wie lange sie im Garten bei dem schlechten Wetter gelegen habe, könne er nicht genau sagen, so Marek, aber: „Vielleicht gibt es ja doch noch Fingerabdrücke.“

Zeugen gesucht

Die Polizei ermittelt wegen eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. Wann die Wurst ausgelegt wurde, ist unklar: Der Zeitraum könne lediglich auf den 4. bis 10. März eingegrenzt werden. Dennoch hoffen die Beamten auf hilfreiche Hinweise. Wer etwas beobachtet hat, wird gebeten, sich unter Telefon 043 63/912 63 zu melden.

Immer wieder: Gefährliche Köder für Hunde

Wurststücke gespickt mit Gift, Nägeln und Zahnstochern tauchen immer wieder auf. Zahlreiche Fälle wurden in den vergangenen Jahren dokumentiert. Hier einige Beispiele:

Im Oktober 2018 wurden Giftköder am Dahmer Strand entdeckt.

Beagle „Benny“ wurde im Riesebusch mit Rattengift vergiftet.

Zahnstocher in Würstchen sorgten in Scharbeutz für Aufregung.

Markus Billhardt

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