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Ostholstein Polizei weiht das größte Revier des Landes ein
Lokales Ostholstein Polizei weiht das größte Revier des Landes ein
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00:08 14.11.2014
Wie im Raumschiff Enterprise: Der neue Funktisch mit Revierleiter Henning Weidemann und Polizeihauptmeister Rolf Meyer (r.). Quelle: Fotos: Lutz Roeßler
Scharbeutz

Neues Gebäude, neue Organisationsform mit einer aus drei Dienststellen zusammengefügten Mannschaft: Die Polizei hat gestern mit einer Feierstunde das neue Polizeiautobahn- und Bezirksrevier (PABR) Scharbeutz eingeweiht. Es ist das erste PABR im Lande, das an einem Standort arbeitet, und damit das größte Polizeirevier Schleswig-Holsteins.

Es riecht alles noch sehr neu in dem Gebäude, in dem die ersten Beamten im Juli ihre Arbeit aufgenommen haben. Danach zogen weitere aus anderen Dienststellen ein. Der Revierleiter, Erster Polizeihauptkommissar Henning Weidemann, sprach von einem Schmuckstück, das das GMSH (Gebäudemanagement Schleswig-Holstein) gleich neben dem alten Dienstgebäude am Breitenkamp zwischen Gronenberg und Haffkrug errichtet habe. Doch das Bauwerk ist mehr als nur ein Neubau. Es symbolisiert eine in Schleswig-Holstein bisher einmalige neue Organisationsform der Polizei. Mit dem Bezug ist die Zusammenlegung des Polizeiautobahnreviers Scharbeutz mit den Bezirksrevieren Eutin und Lübeck einhergegangen. Die Kombination hat sich nach Angaben von Landespolizeidirektor Ralf Höhs wegen der ähnlichen Aufgaben und der sich daraus ergebenden Synergieeffekte angeboten. Nur am passenden Gebäude fehlte es.

Da das alte Scharbeutzer Polizeiautobahnrevier vor 30 Jahren als Provisorium errichtet worden war und eine Sanierung nicht wirtschaftlich erschien, genehmigte das Land einen Neubau. Damit gab es auch einem jahrelangen Drängen von Weidemanns Vorvorgänger Kurt Plötz nach, der sich intensiv um ein Sanierungskonzept für das alte Dienstgebäude bemüht hatte. Und spätestens mit Einrichtung der Fahndungsgruppe Schengen-Süd war es in dem Gebäude zu eng geworden.

Hauptaufgabe des Polizeiautobahnreviers ist die Verkehrsüberwachung in Form von Kontrollen, Begleitung von Schwertransporten und Gefahrguttransporten und Unfallaufnahmen. Ähnliche Aufgaben haben die Bezirksreviere außerhalb der Autobahnen. Und so wird nun alles aus einer Hand und unter einem Dach erledigt, egal, ob es um Autobahnen oder Landstraßen geht. Zu den Bezirksrevieren gehört außerdem noch die Umweltpolizei, die nun ebenfalls für Ostholstein und Lübeck in Scharbeutz sitzt. Ergänzt wird das neue PABR noch durch Beamte von Zoll, Landes- und Bundespolizei der gemeinsamen Fahndungsgruppe Schengen, die den grenzübergreifenden Verkehr auf der Vogelfluglinie kontrolliert und überwacht. Und schließlich stellt das PABR Scharbeutz einen Großteil der Einsatzhundertschaft Nordlicht II der Polizeidirektion Lübeck. Diese Hundertschaft wird bei Demonstrationen und Ausschreitungen eingesetzt.

Dass nicht alle Beamten zunächst von der Zusammenlegung in Scharbeutz begeistert waren, wurde gestern nicht verschwiegen. Weitere Wege zur Arbeit und der Verlust einer familiären Dienststelle, so Weidemann, schmeckten dem einen oder anderen nicht. Aber: „Der Laden läuft. Wir arbeiten am Optimum. Die Kollegen hängen sich rein und erzielen Erfolge.“ Die Dienststellen seien bereits zusammengewachsen.

Viel Platz auf zwei Etagen
1300 Quadratmeter Fläche bietet das neue Dienstgebäude mehr als 100 Beamten. Bei der genauen Personalstärke hält sich die Polizei bedeckt.
10 Garagen und vier Boxen für Motorräder ergänzen das Platzangebot. Wo das alte Revier stand, sind jetzt Stellplätze.
4,25 Millionen Euro betrugen die Baukosten.

Susanne Peyronnet

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