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Ostholstein Oldesloer trauern um Robin L.
Lokales Ostholstein Oldesloer trauern um Robin L.
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10:32 11.10.2018
Etwa 100 Menschen zogen in einem Trauermarsch zur Schützenstraße, dorthin, wo Robin L. zu Tode gekommen war. Quelle: jeb
Bad Oldesloe

Etwa 100 Menschen haben sich am Mittwochabend vor dem Gänselieselbrunnen auf dem Marktplatz von Bad Oldesloe versammelt. Gemeinsam zogen sie nach einer kurzen Ansprache von den Organisatoren des Marsches, Hendrik Holtz (Linke) und Dr. Hartmut Jokisch (Grüne) zu dem Ort, an dem der junge Obdachlose Robin L. am Sonntag zu Tode gekommen war (die LN berichteten).

In der Einladung zu dem Marsch stand geschrieben, dass man gemeinsam trauern wolle. So machte es auch Pastor Volker Hagge auf dem Marktplatz deutlich, bevor sich die Gruppe in Bewegung setzte. Gegen die Versäumnisse der Politik sollte sich auch der Protest der Demonstranten an diesem Abend richten. Hendrik Holtz sprach aber auch von Anteilnahme, weil man den Oldesloern die Gelegenheit geben wollte, das Ereignis zu verarbeiten. Viele zündeten Kerzen an und verharrten im stillen Gebet.

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 Die Polizei war an diesem Abend kaum wahrnehmbar. Lediglich an den beiden Zufahrten zu dem Teil der Schützenstraße, in dem der 21-Jährige zu Tode gekommen war, sperrten zwei Streifenwagen die Straße, um den Verkehr aus dem Geschehen zu halten und die Teilnehmer zu sichern.

Dass aus einem Haus am Marktplatz irgendwer „Aufhören“ und „Haut ab“ grölte, störte keinen der Trauernden. Auch Vorwürfe gegen die Polizei, wie sie in den vergangenen Tagen in den sozialen Medien zu lesen waren, waren an diesem Abend nicht zu vernehmen.

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Jens Burmester

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