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Ostholstein Positiver Trend beim Tüv: Weniger Mängel an Autos
Lokales Ostholstein Positiver Trend beim Tüv: Weniger Mängel an Autos
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22:03 01.12.2016
In Oldenburg gab’s für 73,5 Prozent der Autos auf Anhieb eine Plakette.
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Oldenburg

 In Eutin waren es 68 Prozent, in Heiligenhafen immerhin noch 62,8 Prozent. Der Anteil an Fahrzeugen, die als völlig verkehrsunsicher eingestuft wurden, liege derweil im Tausendstel-Bereich.

Zahl der Beanstandungen geht zum dritten Mal in Folge zurück.

Seelig führt den positiven Trend zum einen auf eine steigende Qualität bei den Kfz-Herstellern zurück. Zum anderen ließen sich die Auswirkungen einer verbesserten Wirtschaftslage beobachten: „Der Wartungsstau geht zurück“, so der Fachmann, „den Menschen geht es finanziell besser, darum schieben sie Reparaturen am Auto seltener auf die lange Bank.“ Auch die Folgen der einstigen „Abwrackprämie“ seien nach wie vor zu spüren, fügt Kai Parnow hinzu, der Leiter der Oldenburger Tüv-Station. Damals hätten sich viele Menschen einen Neuwagen gekauft, die sich sonst vielleicht eher für ein gebrauchtes Fahrzeug entschieden hätten. Insofern seien seither mehr jüngere Autos im Umlauf.

Dass die Mängelquote in Heiligenhafen höher sei als in Oldenburg liege wiederum auch daran, dass dort mehr ältere Fahrzeuge, darunter zum Beispiel viele Wohnmobile, geprüft wurden. Hatten die Autos in Oldenburg im Schnitt neun Jahre und 117000 Kilometer auf dem Buckel, lag das Durchschnittsalter in Heiligenhafen bei fast elf Jahren – bei 124000 Kilometern. Hinzu komme, dass in Heiligenhafen auch die Fahrzeuge von Fehmarn geprüft werden: „Man merkt einem Auto an, ob es auf dem Festland oder auf der Insel unterwegs ist“, erklärt Parnow. Das Klima auf Fehmarn sei ein anderes; die Korrosionserscheinungen seien dort größer.

Die häufigsten Mängel seien im Bereich von Licht und Elektrik aufgetreten, berichten die Tüv-Experten. „Ein Auto ist heutzutage im Prinzip ein fahrender Computer“, sagt Parnow. Die Fähigkeiten würden immer vielfältiger. Einparkhilfen und Co. brächten für die Fahrer natürlich Vorteile und Erleichterungen mit sich – auf der anderen Seite wachse mit dem Umfang der Elektronik naturgemäß auch das Potenzial für Defekte. Und auch die Prüfung werde aufwendiger, erklärt Björn Seelig. Nicht nur die Industrie entwickele sich weiter, auch die Kontrolleure müssten sich stetig an neue Technik gewöhnen, um zukunftsfähig zu bleiben. Nur so könne gewährleistet werden, dass „die Plakette eine Garantie dafür bleibt, dass man sicher unterwegs ist“.

 Jennifer Binder

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