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Ostholstein Possenspiel um Verbandsvorsteher
Lokales Ostholstein Possenspiel um Verbandsvorsteher
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20:22 09.05.2016

Das Verwirrspiel um den Vorsteher des Wasser- und Bodenverbandes (WBV) Oldenburg geht weiter. Nachdem Landrat Reinhard Sager den ehrenamtlich tätigen Dieter Knoll Mitte März seines Amtes enthoben hatte, musste sich der Kreis einem Urteil des Verwaltungsgerichts Schleswig beugen. Dieses hatte Knolls Eilantrag auf Wiedereinsetzung stattgegeben (wir berichteten). Nur zwei Tage später erfolgte jetzt durch den Landrat die erneute Abberufung, befristet bis zum 1. September.

Klagt erneut: Dieter Knoll

Die Maßnahme sei auch diesmal wieder mit dem Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume abgestimmt worden, teilte Kreissprecherin Anja Sierks-Pfaff auf Anfrage mit. Die erneute Abberufung diene einer „unabhängigen umfassenden Prüfung des Wasser- und Bodenverbandes Oldenburg durch den Landesverband der Wasser- und Bodenverbände“. Grund dafür seien „vorliegende Verdachtsmomente“, die an die Aufsichtsbehörden herangetragen worden seien. Für diese Zeit habe man Knolls bisherigen Stellvertreter Hans-Jürgen Wendt zum kommissarischen Verbandsvorsteher bestellt, teilte Sierks-Pfaff weiter mit.

Zu den Hinweisen des Kreises auf eine Ermittlung durch die Staatsanwaltschaft nahm gestern Christian Braunwarth von der Staatsanwaltschaft des Landgerichts Lübeck Stellung. Gegen Knoll werde wegen eines Vorfalls ermittelt, in dem ihm die Bevorzugung eines Hofbesitzers vorgeworfen werde.

Gegen die erneute Entscheidung des Kreises hat Knoll einen weiteren Eilantrag beim Verwaltungsgericht gestellt. Seitens seines Anwaltes heißt es darin: „Das Vertrauen in staatliches Handeln wird in erheblicher Weise erschüttert, wenn der Kreis sich über gerichtliche Entscheidungen so offensichtlich hinwegsetzt.“ Mit einer Entscheidung wird in zwei Wochen gerechnet. Dann könnte Dieter Knoll wieder Verbandsvorsteher sein . . . tk

LN

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