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Ostholstein Preis für die Schülerzeitung „Steinpost“
Lokales Ostholstein Preis für die Schülerzeitung „Steinpost“
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23:01 23.06.2017
Tim Flake von der Provinzial überreicht dem Team der „Steinpost“ mit Lehrerin Karen Tiede und Schulleiter André Bigott die Siegerurkunde. Quelle: Fotos: Binder
Oldenburg

Und das, obwohl die Nachwuchs-Journalisten zum entsprechenden Zeitpunkt mitten in einer Umbruchphase steckten: Die komplette alte Führungsriege ist nach dem Abitur nun nicht mehr an Bord; die neue, stark verjüngte Mannschaft stand mit der Herausgabe der ersten Schülerzeitung nach dem „Machtwechsel“ vor vielen Herausforderungen.

Fünfter Platz bei überregionalem Wettbewerb für die Redaktion des Oldenburger Stein-Gymnasiums.

Finanziert über Anzeigen

Das Preisgeld vom Wettbewerb fließt in die Druckkosten der „Steinpost“. Für eine Ausgabe mit farbigen Bildern müssen laut Lehrerin Karen Tiede etwa 1200 Euro aufgebracht werden. In erster Linie finanziert sich das Produkt über Anzeigen. Für Infos: redaktion@steinpost-online.de.

30 Schülerzeitungen aus ganz Norddeutschland haben an dem inzwischen dritten Wettbewerb der Versicherung Provinzial teilgenommen. Die Nase vorn hatte diesmal die Kaiser-Karl-Schule in Itzehoe mit ihrem „Hot Spot“. Die „Steinpost“ – die es schon in den vergangenen Jahren auf vordere Plätze geschafft hatte – punktete mit ihrer Dezember-Ausgabe zum Thema „Unsere Schule. Unser Durchblick“. Der Preis sind 200 Euro als Zuschuss für die Druckkosten.

„Eigentlich bin ich erstaunt, dass wir es diesmal auf einen der vorderen Plätze geschafft haben“, gibt Lehrerin Karen Tiede zu, die das Projekt am Stein-Gymnasium betreut. „Wir haben hier gute Journalisten“, stellt sie klar – allerdings seien eben auch Dinge wie das Layout und die Organisation entscheidend, um am Ende ein gutes Produkt zu haben.

Und in diese Bereiche habe sich das neue Team erst hineinfuchsen müssen. Die Reaktion der Druckerei auf den ersten Entwurf sei ziemlich ernüchternd gewesen, erinnert sich Max Noelle Wying (16), der inzwischen als Layouter fungiert. „Das kannst du eigentlich wegschmeißen“, zitiert der Jugendliche die Worte, die er am Telefon zu hören bekommen habe. Inzwischen kann er drüber lachen: Nach dem Klartext gab es von den Fachleuten freundliche Unterstützung und jede Menge Tipps, wie die Seiten druckreif gestaltet werden können. Und dank der hilfreichen Ratschläge kam die zweite Ausgabe des Schuljahres, die gerade erst erschienen ist, dann auch prompt viel besser an: „Damit war dann von vornherein alles“, erzählt Max – und schneller sei es auch noch gegangen.

Auch die neue Chefredakteurin Luisa Reck (16) fand es nicht ganz leicht, sich in ihre neue Rolle einzufinden. „Sieben Leute fehlten“, erinnert sie sich, „die gesamte Chefetage war weg.“ Die Zehntklässlerin war plötzlich eine der Ältesten im 13-köpfigen Team – und musste sich an ihre neuen Aufgaben und die Verantwortung erst gewöhnen. Mittlerweile sei die Redaktion aber sehr gut zusammengewachsen, erzählt sie glücklich, „jetzt sind wir ein eingespieltes Team“.

Entsprechend gehe die Aufgabenverteilung auch immer recht schnell, pflichtet Saskia Nawroth bei. Jeder habe viele Ideen, die zunächst gesammelt würden. Dann werde gemeinsam entschieden, welche Themen es in die nächste „Steinpost“ schafften, berichtet die 16-Jährige aus dem redaktionellen Alltag. Für aktuelle Schulnachrichten hat die Redaktion darüber hinaus einen Aushang im Foyer, der regelmäßig aufgefrischt wird. „Wir erscheinen ja nur zwei- oder dreimal im Jahr“, erklärt Chefredakteurin Luisa, „wollen unsere Mitschüler aber die ganze Zeit auf dem Laufenden halten.“

 Jennifer Binder

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