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Ostholstein Premieren-Countdown in der Kulturscheune
Lokales Ostholstein Premieren-Countdown in der Kulturscheune
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21:14 04.10.2017
Regisseurin Anne Vehres (l.) schaut den Schauspielern beim Proben zu. Souffleuse Maria Schrörs (2. v. l.) hilft. Quelle: Foto: Beke Zill
Süsel

Mitte des ersten Akts herrscht plötzlich Stille. „Polizeiinspektor Udo“ alias Fritz Vehres, der auf der Bühne an einem Tisch sitzt, schaut etwas verdutzt über seine Schulter zu Sven Körner alias sien Söhn Markus, der kurz ins Stocken geraten ist. Dann fällt ihm sein Text wieder ein – weiter geht’s.

Souffleuse Maria Schrörs, die seit 25 Jahren als Ehrenamtliche in der Kulturscheune hilft, sitzt hinter dem roten Samtvorhang und flüstert den Schauspielern zwischendurch kurze Textpassagen zu. Sie ist es auch, die mit Hilfe einer Taste plötzlich das Telefon auf der Bühne zum Klingeln bringt. Werner ist dran, der vom Verschönerungsverein des Dorfes. Polizeiinspektor Udo fällt aus allen Wolken, als er hört, dass ausgerechnet zum zehnjährigen Dorfjubiläum jemand mit dem Auto gegen den neu renovierten Brunnen gerast ist. Was er dann von seinem Sohn zu hören bekommt, lässt ihn vollkommen aus der Haut fahren. „Ich biege das wieder hin!“, verspricht Markus. „Ach ja, hinsetzen“, erinnert sich Fritz Vehres selbst daran, sich in der Szene anders zu positionieren. Bei der nächsten Sequenz meldet sich Regisseurin Anne Vehres aus der zweiten Reihe zu Wort. „Du musst da stehen“, sagt die 69-Jährige und deutet zur Sofaecke, die am anderen Ende der Bühne aufgebaut ist.

Die Leiterin ist froh, dass mit dem fünfköpfigen Ensemble jetzt regelmäßig Proben stattfinden konnten. „Wir hatten viele Ausfälle. Aber jetzt läuft es, wir sind im Endspurt“, berichtet Vehres.

Im nächsten Akt kommen Udos Fru Sabine alias Anne Henningsen, Markus Fru Claudia alias Maria Papoulias und die „Emmanze Lou“ alias Sylvia Muhlack gerade vom Shoppen. Schicke Kleider haben sich die Frauen gekauft. Auch die Wohnung wird auf Raten von „Lou“ umgestaltet. Ihren beiden Freundinnen gefällt es, zwischen ihnen und den Männern hängt sowieso der Haussegen schief, als Markus dann noch von seinem Unglück erzählt, sind die Frauen endgültig auf Kriegsfuß mit dem anderen Geschlecht. Sehr zur Freude von „Lou“.

„Ihr seid eine Sequenz zu spät“, ruft Souffleuse Maria Schrörs Anne Henningsen und Sylvia Muhlack zu. Nochmal von vorn. Dann klappt’s. Pause. Umbau. Anne Vehres gibt Ansagen, sagt, wo was stehen soll für die Vorstellung am Sonnabend. „Es fehlen nur noch Kleinigkeiten“, sagt sie. Dann wird weiter geprobt. Fünf Akte hat das Stück. An diesem Abend muss die Souffleuse noch einige Male eingreifen.

„Die Konzentration ist abends schnell weg“, erklärt Vehres. Es gebe noch viel zu tun. Aber bis Sonnabend sind alle Schauspieler perfekt vorbereitet auf den Beginn der neuen Spielzeit.

Das Stück zum Auftakt

„Ik weer dat nich! “ ist ein Lustspiel von Hermann Kugelstadt.

Premiere ist am Sonnabend, 7. Oktober. Los geht’s um 19.30 Uhr.

Karten für das Stück und weitere Inszenierungen gibt es unter www.kulturscheune-suesel.de, unter Telefon 045 24/13 79 dienstags und mittwochs, 9 bis 12 Uhr, und unter tickets@theater-suesel.de.

Die Theaterkasse in der Kulturscheune ist donnerstags von 17 bis 18 Uhr geöffnet.

Beke Zill

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