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Propstwahl: Synode fordert mindestens zwei Kandidaten

Malente Propstwahl: Synode fordert mindestens zwei Kandidaten

Kontroverse und lebhafte Diskussion in Malente. Propst Matthias Wiechmann (Eutin) fand deutliche Worte: „Er muss klappen, sonst haben wir das letzte Vertrauen verloren.“

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Intensive Diskussion: In Arbeitsgruppen besprachen die Synodalen den Entwurf für ein künftiges KiTa-Werk des Kirchenkreises.

Quelle: Foto: Döbler

Malente. Zwei gescheiterte Propstwahlen binnen zehn Monaten: Der Kirchenkreis Oldenburg hat unfreiwillig für höchst negative Schlagzeilen gesorgt. Bei vielen Synodalen liegen seither die Nerven blank. Auf der Kirchenkreissynode in Malente waren jetzt mehrmals Buh-Rufe nicht zu überhören, als das Kirchenkreisparlament kontrovers und lebhaft hierüber diskutierte. Am Ende gab es aber wenigstens dafür eine Mehrheit: Beim dritten Anlauf soll es — mindestens — zwei Kandidaten geben.

Die Diskussion gewann durch einen Vorstoß des Synodalen Pastor Professor Thomas Vogel (Timmendorfer Strand) an Schärfe. Er beantragte, dem Wahlvorbereitungsausschuss für die Wahl einer Pröpstin (oder eines Propstes) mit Dienstsitz in Neustadt das „Misstrauen“ auszusprechen. Seine Begründung: Die „Mündigkeit der Synode“ sei dadurch eingeschränkt worden, dass der Ausschuss jeweils nur einen einzigen Kandidaten zur Wahl präsentiert hatte — der dann in beiden Fällen prompt durchfiel.

Propst Matthias Wiechmann (Eutin) ermutigte dazu, mit Zuversicht den dritten Wahlgang anzugehen. Dabei fand er aber deutliche Worte: „Es muss nach meiner Einschätzung klappen, sonst haben wir das letzte Vertrauen verloren.“ Laut Wiechmann habe man in den vergangenen Monaten intensiv die beiden Wahlgänge im Kirchenkreisrat ausgewertet — gemeinsam mit Bischofsvertreter Gothart Magaard.

Wiechmann: „Ich habe aus diesen Gesprächen mitgenommen, dass die Mitglieder des Ausschusses den Wunsch der Synode verstanden und aufgenommen haben, zum nächsten Wahlgang mindestens zwei Kandidaten zu präsentieren.“ Daraufhin zog Vogel seinen Antrag zurück — und schloss sich dem Vorschlag von Pastor Tim Voß (Hansühn und Hohenstein) an.

Voß — bei der ersten Propstwahl im November 2012 selbst als einziger Kandidat gescheitert — drang darauf, den Wahlvorbereitungsausschuss aufzufordern, bei der nächsten Abstimmung über die Propstwahl mindestens zwei Kandidatinnen oder Kandidaten zu präsentieren. 46 Synodale stimmten diesem Antrag zu, 13 lehnten ihn ab, elf enthielten sich der Stimme.

Laut Wiechmann stehen „in absehbarer Zeit“ zwei Propstwahlen in Ostholstein an. Und so plant der Kirchenkreisrat: Die Wahlsynode für das Propstamt mit Dienstsitz in Neustadt ist am 2. April vorgesehen, die Wahlsynode für das Propstamt mit Dienstsitz in Eutin für den 25. Juni. Als stellvertretendes Mitglied für den Wahlvorbereitungsausschuss für den Dienstsitz Neustadt wurde Pastor Volker Prahl (Evangelisches Jugendwerk) gewählt, da Pastorin Teelke Wischtukat (zuvor Burg) nicht mehr im Kirchenkreis tätig ist. Im Kirchenkreisrat löst der Oldenburger Kantor Matthias Voget als stellvertretendes Mitglied die ausgeschiedene Simone Martin ab.

Umstrukturierung bei Pfarrstellen auf Fehmarn
Die Synode bestätigte einen einstimmigen Beschluss des Kirchenkreisrates, die Pfarrstellenstruktur in Petersdorf und Bannesdorf auf Fehmarn mit Wirkung vom 1. November 2013 an die Entwicklung der Gemeindegliederzahl anzupassen. Zuvor hatten beide Kirchengemeinden in einem noch von Propst Dr. Otto-Uwe Kramer begleiteten Prozess beschlossen, die Pfarrstelle Bannesdorf nach dem Eintritt von Stelleninhaber Ortwin Göldner in den Ruhestand nicht wieder neu besetzen, sondern den Pastor Dr. Martin Grahl aus Petersdorf mit der Verwaltung der Bannesdorfer Stelle im Umfang von 40 Prozent zu betrauen und zugleich den Umfang der Pfarrstelle in Petersdorf auf 60 Prozent des vollen Dienstumfangs zu reduzieren.
Kirchenkreis will 2014 „KiTa-Werk“ beschließen
Die Synode des Kirchenkreises Ostholstein hat sich mit großer Mehrheit in Malente dafür ausgesprochen, den Weg zu einem künftigen „KiTa-Werk“ des Kirchenkreises fortzusetzen.

Die Projektgruppe, die zuvor den Entwurf erarbeitet hat, soll jetzt für eine Synodentagung im Frühjahr 2014 eine beschlussfähige Ordnung vorbereiten. Für die Vorlage stimmten 69 der 79 anwesenden Synodalen, neun enthielten sich der Stimme, ein Synodenmitglied stimmte dagegen.

2011 hatte der damalige Kirchenkreisvorstand eine Projektgruppe „Gründung eines Kindertagesstättenwerkes der Kirche in Ostholstein“ einberufen. Zuvor hatten mehrere Ortskirchengemeinden „aus einer Not heraus“ Unterstützungsbedarf bei Verwaltung und Organisation angemeldet, schilderte Propst Matthias Wiechmann. Moderiert von Andreas Wackernagel (Pastor für Personal- und Organisationsentwicklung), erarbeitete die Projektgruppe einen Entwurf für eine Ordnung eines künftigen „KiTa-Werkes“. Begleitet wurde sie vom Verband Evangelischer Kindertageseinrichtungen in Schleswig-Holstein und unterstützt durch andere Kirchenkreise, die bereits „KiTa-Werke“ gegründet haben.

„Wir wollen Menschen Werte und Orientierung für ihr Leben anbieten“, erklärte Wiechmann. Ihm hatte Präses Dr. Peter Wendt zu Beginn der Synodentagung für sein 20-jähriges Dienstjubiläum als Propst gratuliert. „Ein KiTa-Werk kann Herzen und Köpfe bei Trägern und Teams der Einrichtungen von allem bürokratischen Ballast befreien“, so Wiechmann. An Kosten seien jährlich 120 000 Euro zu erwarten — für einen Geschäftsführer beziehungsweise eine Geschäftsführerin sowie eine halbe Sekretariatsstelle. gjs

gjs

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