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Pumpen, sägen, aufräumen: Wehren im Dauereinsatz

Ostholstein Pumpen, sägen, aufräumen: Wehren im Dauereinsatz

Kurz, aber heftig tobte sich Sturmtief „Xavier“ Donnerstag in Ostholstein aus. Erst rauschte der Regen stundenlang vom Himmel, dann kamen noch Sturmböen dazu. Die Feuerwehren waren im Dauereinsatz, mussten umgefallene Bäume beseitigen und Bauzäune sichern. In Liensfeld (Gemeinde Bosau) lief sogar Wasser ins Feuerwehrgerätehaus.

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Das Neustädter Bauhofteam war gestern im Dauereinsatz – wie hier in Pelzerhaken.

Quelle: Fotos: Rosenkötter (2)/mielke (1/hfr)/siegmund (1/hfr)

Ostholstein. Dauerregen und Sturm ließen den Helfern keine Ruhe. Die Einsatzleitstellen kamen nicht einmal dazu, die Einsätze zu zählen. Am Nachmittag meldete die für Ostholstein zuständige Polizeidirektion Lübeck, zwischen 14 und 15.30 Uhr habe es in Ostholstein, Lübeck und dem Kreis Herzogtum Lauenburg insgesamt mehrere hundert sturmbedingte Einsätze gegeben. „Zum überwiegenden Teil handelte es sich hierbei um entwurzelte Bäume und umgeworfene Bauzäune“, teilte Polizeisprecher Dirk Asmussen mit. Nach aktuellem Kenntnisstand seien mehrere Personen durch die Auswirkungen des Sturmtiefs verletzt worden, über Art und Schwere dieser Verletzungen könnten noch keine Angaben gemacht werden.

LN-Bild

Kurz, aber heftig tobte sich Sturmtief „Xavier“ Donnerstag in Ostholstein aus. Erst rauschte der Regen stundenlang vom Himmel, dann kamen noch Sturmböen dazu. Die Feuerwehren waren im Dauereinsatz, mussten umgefallene Bäume beseitigen und Bauzäune sichern. In Liensfeld (Gemeinde Bosau) lief sogar Wasser ins Feuerwehrgerätehaus.

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„Wir versuchen, das Wasser über die Straße wegzu-

pumpen.Harmut Junge

Feuerwehr Lensahn

Im Minutentakt gingen die Notrufe in der Rettungsleitstelle ein, hieß es für die Wehren in Ostholstein „Baum auf Straße“, Lenzeinsatz oder Windbruch. An die 40 Einsätze alleine deshalb wurden gemeldet, mit deutlichem Schwerpunkt um 15 Uhr herum und im Südkreis. Die Wehr Scharbeutz meldete etliche Bäume auf der Fahrbahn. Besonders betroffen waren die Bundesstraßen 76 und 432, die zeitweise voll gesperrt werden mussten. Vor der Ostseetherme fiel ein Baum auf ein Auto, der Fahrer blieb unverletzt.

In eigener Sache mussten die Feuerwehrleute der Wehr Liensfeld-Kiekbusch die Pumpen anwerfen. Das Wasser lief vom übergelaufenen Teich links und rechts ums Gerätehaus und über die Straße“, berichtete Pressesprecher Thomas „Pommes“ Mielke. Die Rohrleitungen hatten das Wasser nicht mehr aufnehmen können. Es drückte ins Gerätehaus. Während die einen draußen mit zwei Pumpen das Wasser über die Straße in Richtung Klintau pumpten und das Gebäude mit Sandsäcken sicherten, feudelten und schaufelten die anderen drinnen das Wasser auf. Zwar wurden einige Räume und der Gerätecontainer verschmutzt, der Sachschaden blieb aber dank vieler Helfer gering. Wenig später war alles vorbei: „Hier scheint die Sonne, wir haben Wasser aus dem Teich gepumpt, aber jetzt herrscht hier eine Schlammwüste“, berichtete Mielke am späten Nachmittag.

Zu viel Wasser gab es auch in Neustadt. Es drückte aus den Gullys. Außerdem stürzten in der Stadt mehrere Bäume um. In Lensahn musste die Feuerwehr mittels diverser Pumpen das Baugebiet Hirschkoppel vor der Überflutung bewahren. „Wir versuchen, das Wasser über die Landesstraße wegzupumpen“, berichtete der Lensahner Gemeindewehrführer Hartmut Junge. Nachdem der Regen nachließ und das Wasser nach 16 Uhr nicht mehr stieg, sank auch die Gefahr der Überflutung. Dennoch wurde noch bis zum Abend weitergepumpt.

Nicht viel anders sah es in Cismar aus. Auch dort drohte Wasser von den Feldern in ein Wohngebiet zu laufen. Dort war es mit pumpen nicht getan. Etliche Sandsäcke mussten gefüllt werden. Die waren auch in Grammdorf in der Gemeinde Wangels gefragt. Überall das gleiche Bild: zu viel Wasser, zu viel Wind. Gegen Abend hatte sich das Wetter wieder beruhigt. Zeit für alle Feuerwehrleute und Helfer, einmal kräftig durchzuatmen.

sas/ser

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