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Ostholstein Pumpwerk-Sanierung gegen Überflutung
Lokales Ostholstein Pumpwerk-Sanierung gegen Überflutung
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21:36 08.09.2016
Aufgrund des Unwetters am 25. Juni dieses Jahres sperrte die Polizei im Zentrum von Timmendorfer Strand diverse Straßen wegen Überschwemmung. Quelle: Felix König

Überflutete Straßen, vollgelaufene Keller und Tiefgaragen, genervte Anwohner und ein Haufen Arbeit für Feuerwehr und Polizei: Wie viel Ärger Starkregen mit sich bringen kann, stellten die Timmendorfer zuletzt Ende Juni fest, als Teile des Zentrums regelrecht überschwemmt wurden. Entlastung soll unter anderem eine Sanierung des Pumpwerks Höppnerweg bringen, das Konzept dafür wurde jetzt im Bauausschuss vorgestellt.

„Die Kapazität des Pumpwerks Höppnerweg ließe sich um das

Zehnfache steigern.“Boris Lass, Dipl.-Ingenieur

Das Pumpwerk könne derzeit 50 Liter Niederschlagswasser pro Sekunde Richtung Ostsee pumpen, erklärte Dipl.-Ingenieur Boris Lass vom Unternehmen Merkel-Ingenieur-Consult. „Diese Kapazität ließe sich um das Zehnfache steigern“, so Lass. Mit der Sanierung würden eine neue Leitung in die Ostsee sowie neue Regenwasser-Kanäle in der Erlenbruch-, in der Post- und in der Wolburgstraße gebaut.

Diese Maßnahme könne das Pumpwerk Maritim deutlich entlasten. Zusammen mit dem weiteren Ausbau der Entwässerung auch in Niendorf kämen Kosten von 4,8 Millionen Euro über einen Zeitraum von drei bis vier Jahren zusammen. Einen hundertprozentigen Schutz gegen Überschwemmungen bei extremen Wetterlagen wie im Juni könne es aber nicht geben, erklärte der Ingenieur.

Als Satzung empfohlen worden ist im Ausschuss eine weitere Änderung des mittlerweile berüchtigten B-Plans 20 für das Gebiet in Niendorf, in dem ein neuer Supermarkt gebaut werden soll. Diesbezüglich hatte es zuletzt Ärger zwischen Verwaltung, Kommunalpolitik und Investor um Parkflächen gegeben. Festgesetzt worden ist jetzt endgültig eine Tiefgarage für den Markt. Wenn die Gemeindevertretung Ende September der Satzung zustimmt, kann der Kaufvertrag zwischen der Gemeinde und der Edeka Jens GmbH Mitte Oktober in Kraft treten, hieß es gestern aus der Verwaltung.

Die Ausschuss-Mitglieder stimmten zudem für eine teilweise Verlegung des Taxistands im Zentrum. Nach einem Vorschlag der Aktivgruppe für Handel und Gewerbe sollen die Taxen künftig nicht mehr hinter dem Alten Rathaus an der Poststraße, sondern am Timmendorfer Platz stehen. Damit sollen „die Taxifahrer das Zentrum bei Nacht im Blick haben und präventiv gegen Kriminalität wirken“, wenngleich der Timmendorfer Platz bislang nicht gerade als sozialer Brennpunkt bekannt ist. Beschlossen wurde zunächst eine einjährige Testphase, in der zwei Taxen abends und nachts gegenüber der Volksbank stehen. Der alternative Standort neben dem Hochzeitshügel hätte bedeutet, dass kostenpflichtige Parkplätze und damit jährliche Einnahmen von etwa 16000 Euro verloren gingen.

 latz

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