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Ostholstein Quer durch Ostholstein: Straßen werden saniert
Lokales Ostholstein Quer durch Ostholstein: Straßen werden saniert
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20:34 10.04.2017
Posieren vor dem Arbeitsgerät der Autobahn- und Straßenbaumeisterei Scharbeutz: LBV-Niederlassungsleiter Jens Sommerburg (links), Leiterin Carolin E. Rönna, und der Kieler Verkehrsminister Reinhard Meyer (SPD). Quelle: Foto: Arnold Petersen
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Scharbeutz

Nicht nur die Blumen sprießen im Frühling, auch die Straßen-Baustellen. Die wachsen in diesem Jahr besonders üppig. Denn es fließt so viel Geld in die Sanierung der Verkehrsinfrastruktur wie seit Langem nicht. Bund, Land und Kreis stecken 2017 rund 32,4 Millionen Euro in Erhalt und Erneuerung von Straßen, Brücken und Radwegen in der Region. So erfreulich und notwendig das ist, Autofahrer stellt das Bauprogramm vor Geduldsproben. Touristen bekommen das ebenfalls zu spüren, denn vielerorts wird auch in der Urlaubssaison gebuddelt und geteert. Und das alles ist erst der Anfang.

„Wir werden in den nächsten Jahren mit jeder Menge Baustellen leben müssen.Reinhard Meyer Verkehrsminister

„Wir werden auch in den nächsten Jahren mit jeder Menge Baustellen leben müssen“, stimmte Landesverkehrsminister Reinhard Meyer (SPD) gestern bei einem Besuch in der Autobahn- und Straßenbaumeisterei Scharbeutz auf weitere Beeinträchtigungen ein. Der Minister weiß: Viele Baustellen bedeuten auch viel Schelte. Aber anders lasse sich die Vernachlässigung der Straßeninfrastruktur in den vergangenen 25 bis 30 Jahren im Westen Deutschlands nicht wettmachen, bat Meyer um Verständnis. Trost für geplagte Autofahrer: Dank des milden Winters und der zuletzt trockenen Witterung gehen die Arbeiten bislang flott voran.

So werde etwa die am 6. März begonnene Erneuerung der K 55 zwischen Gothendorf und Eutin (2,5 Kilometer, 900 000 Euro Kosten) Mitte Mai und damit eine Woche früher als geplant fertig, berichtete Jens Sommerburg, Chef der Lübecker Niederlassung des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr (LBV). Auch die Arbeiten an der neuen Ortsdurchfahrt Pansdorf im Zuge der L 309 (3,3 Kilometer Gesamtlänge/4,3 Millionen Euro Kosten) liefen planmäßig und im Großen und Ganzen reibungslos. Die Arbeiten sollen im November abgeschlossen werden.

Mit Abstand größtes Projekt in Ostholstein ist die Grundsanierung der Autobahn 1 mit neuem Lärmschutz zwischen Lübeck-Mitte und Ratekau. 15,5 Millionen Euro werden dort verbaut, fast die Hälfte aller Straßenbau-Investitionen im Kreis in diesem Jahr. Noch bis Mitte Dezember sollen die Arbeiten dauern. Es bleibt nicht die einzige Baustelle an der A 1. Vom 11. September bis kurz vor Weihnachten soll zwischen Neustadt-Pelzerhaken und Hasselburger Mühle die Fahrbahn grunderneuert werden (3,6 Kilometer/4,8 Millionen). Und vom 2. Mai bis 22. September soll die Brücke über die Autobahn zwischen Altenkrempe und Neustadt für 660000 Euro instand gesetzt werden. Die Gemeindestraße wird in dieser Zeit voll gesperrt. Auf der Autobahn wird es Tagesbaustellen geben – aber außerhalb der Hauptreisezeit.

Ein herausragendes Vorhaben ist zudem die Sanierung der B 501 zwischen Grönwohldshorst und Grube (5,5 Kilometer/2,2 Millionen). Neu asphaltiert wird dort von Ende Mai bis Juli. Für das Gildefest werden die Arbeiten vom 16. bis 18. Juni jedoch unterbrochen Vom 6. Juni bis 4. August wird die B 76 zwischen Eutin und Middelburg für 2,1 Millionen Euro aufgemöbelt. Um in der Senke Kuhlbusch das Absinken der Fahrbahn zu verhindern, wird der Untergrund auf zwei bis drei Meter Tiefe ausgehoben und durch Leichtbaustoffe wie Blähton ersetzt. Dafür ist eine Vollsperrung erforderlich. Gesperrt werden muss die B 76 ebenso im Bereich Timmendorfer Strand. Dort wird für 850 000 Euro die Brücke über die Aalbeek ersetzt. Der Baubeginn ist für Oktober, das Ende für Juli 2018 angesetzt. Die Vollsperrung soll aber bereits im Juni enden.

Einzelcoaching gegen Langzeitarbeitslosigkeit – Minister Meyer als Geldbote

Langzeitarbeitslose haben es trotz guter Konjunktur schwer, auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Mit passgenauen Angeboten will die Landesregierung das ändern. Wirtschafts- und Arbeitsminister Reinhard Meyer (SPD) überreichte gestern in Eutin einen Zuwendungsbescheid über gut 438 000 Euro an die Fortbildungsakademie der Wirtschaft für die Umsetzung ihres Projekts „Milchkanne – Berufliches Coaching wohnortnah“. Das Projekt will Langzeitarbeitslosigkeit im ländlichen Westen Ostholsteins durch mobile wohnortnahe Einzelcoachings angehen.

Die „Milchkanne“ ist eines von zwölf neuen Modellprojekten der landesweiten Aktion „Neue Wege in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung“. Die Landesregierung stellt dafür insgesamt rund fünf Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und dem eigenen Haushalt zur Verfügung. Stellvertretend für alle zwölf neuen Projekte überreichte Meyer den Zuwendungsbescheid in Eutin.

Damit gibt es jetzt 37 dieser Projekte.

Seit dem Start im August 2014 hat sich die Zahl der Langzeitarbeitslosen im Lande von 37 716 auf 33 269 verringert. Meyer wertet das als Erfolg der Projektreihe.

pet

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