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Ostholstein Radweg nach Lensahn kann kommen
Lokales Ostholstein Radweg nach Lensahn kann kommen
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16:57 26.09.2018
Setzen sich für eine Förderung der Radwege nach Schönwalde ein (v. l.): Kai Vogel, Sandra Redmann (beide SPD-Landtagsfraktion), Uwe Grau (Gemeindebeirat Schönwalde) und Angela Hüttmann (SPD Schönwalde). Quelle: MARKUS BILLHARDT
Schönwalde

 Lange haben sich Bürger und Kommunalpolitiker für einen Radweg von Schönwalde nach Lensahn eingesetzt. Jetzt könnte es schon bald so weit sein. Die Gemeindevertreter in Schönwalde haben einhellig und über Parteigrenzen hinweg endgültig grünes Licht gegeben.

„Die Kuh ist vom Eis“, betont Schönwaldes Bürgermeister Winfried Saak (perteilos). Letzte Details seien geklärt worden und man hoffe, dass es keine weiteren Verzögerungen gebe, sodass Anfang 2019 der Radweg gebaut werden könne. Schon im April hatte die Gemeindevertretung beschlossen, den gemeinsamen Radwegebau entlang der Landesstraße 57 zwischen Lensahn und Schönwalde zu unterstützen. Doch dann stiegen die Gesamtkosten um 100 Prozent an, was erneut für Gesprächsbedarf sorgte.

Schönwaldes Bürgermeister Winfried Saak. Quelle: HFR

Statt 1,4 sollte der rund sieben Kilometer lange Radweg nun 2,8 Millionen Euro kosten. Der Zuschuss des Landes Schleswig-Holstein bleibt zwar weiterhin bei 50 Prozent der Gesamtkosten, der Anteil der Gemeinden lag allerdings plötzlich bei jeweils 700 000 Euro. Dies ist viel Geld für Schönwalde, auch wenn Lensahn als Träger der Baumaßnahme in Sachen Finanzierung in Vorleistung treten wollte. „Das Projekt hat lange in der Schublade gelegen. Es wäre daher trotz der hohen Kosten nicht zu vertreten gewesen, es jetzt nicht auf den Weg zu bringen“, verdeutlicht Winfried Saak.

So hat Schönwaldes Bürgermeister noch auf der Gemeindevertretersitzung am Montagabend den kreditähnlichen Vertrag mit Lensahn unterzeichnet und tags darauf per Fax nach Lensahn geschickt. Das Papier sieht eine Tilgung des Schönwalder Anteils über höchstens 15,5 Jahre vor, davon zehn zinsfreie Jahre. „Die Gegenzeichnung sollte nur eine Routineangelegenheit sein“, erklärt Saak. Sein Lensahner Amtskollege Klaus Winter (CDU) hat zuletzt nur noch darauf gewartet. Schließlich sollten schon bald die Vorarbeiten beginnen, möglichst entlang der gesamten Strecke.  

Zeitgleich mit der Fahrbahnsanierung der L 57 könnte im kommenden Jahr der Radweg entstehen. So bleibt wenig Spielraum, um gegebenenfalls weitere Fördermittel einzuwerben. Dies hat die Schönwalder SPD im Blick und holt dafür die SPD-Landtagsabgeordneten Sandra Redmann und Kai Vogel, zugleich verkehrspolitischer Sprecher in Kiel, ins Boot. „Der Zeitrahmen ist eng, um eventuell Fördertöpfe anzuzapfen und dem Minister etwas auf die Füße zu treten. Schließlich hat die Landesregierung das Ziel, Schleswig-Holstein zum Fahrradland Nummer Eins zu machen“, sagt Vogel.

Rund um Schönwalde gibt es in dieser Hinsicht weitere Lücken zu schließen. An der L 57 Richtung Eutin zwischen dem Abzweiger Stendorf und Kasseedorf fehlt ein Stück Radweg. Darüber hinaus gibt es keine Verbindung nach Neustadt. „Jetzt aber haben wir den ersten Schritt getan“, sagt Bürgermeister Saak.

Markus Billhardt

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