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Ostholstein Randale, Messerstecherei, Suff: Gewalttätige Nacht auf Fehmarn
Lokales Ostholstein Randale, Messerstecherei, Suff: Gewalttätige Nacht auf Fehmarn
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16:50 04.10.2016
Obwohl die Sommersaison vorbei ist, hatten die Polizeibeamten am Wochenende viel zu tun auf Fehmarn.
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Albertsdorf

Kurz vor Mitternacht wurden die Beamten nach Albertsdorf gerufen. Dort sollte eine Bewohnerin randalieren. Gegen 23.45 Uhr hatte sich offenbar eine 26-jährige Somalierin mit einem Feuerlöscher unberechtigt Zutritt in ein Zimmer im Dachgeschoss einer Gemeinschaftsunterkunft verschafft. Offenbar hatte hier eine Party stattgefunden und 15 Personen redeten lautstark und durcheinander auf die Beamten ein. Die Tatverdächtige hatte offenbar mit einer Schere versucht, auf einen 25-jährigen Mitbewohner einzustechen. Die deutlich angetrunkene Frau musste in Gewahrsam genommen werden. Dabei leistete sie Widerstand.

Am frühen Sonntagmorgen bedrohte ein 38-jähriger Ostholsteiner die Gäste einer Lokalität in Burg. Mit einem Einhandmesser stieß er offenbar in die Richtung eines dort beschäftigen Türstehers. Dieser konnte durch seine berufliche Ausbildung dem Stoß im letzten Augenblick ausweichen.

Im Rahmen der Fahndung wurde der Tatverdächtige Am Markt angetroffen. Das Messer wollte er nicht freiwillig herausgeben, bei der zwangsweise durchgeführten Durchsuchung der Person sperrte er sich kraftvoll, so dass die Beamten letztendlich Handfesseln anlegen mussten. Er verbrachte die Nacht nach einer Blutprobenentnahme (freiwilliger Test mit 3,52 Promille) zum Ausnüchtern im Gewahrsam.

Das einseitig geschliffene Klappmesser mit einer Klingenlänge von 8 cm wurde im Hosenbund unter dem Gürtel eingeklemmt aufgefunden und beschlagnahmt.

Kurz nach 05.20 Uhr wurden die Beamten zu einem Hausfriedensbruch gerufen. In einer Diskothek in Burg wollte ein Gast die Räumlichkeiten nicht verlassen. Nur mit deutlichem Kraftaufwand gelang es den Polizisten den 47-jährigen Ostholsteiner nach draußen zu bugsieren. Der alkoholisierte Mann sperrte sich stets und versuchte nach den Beamten zu stoßen. So wurde er zu Boden gebracht und musste kurzfristig fixiert werden. Weitere Gäste befanden sich ebenfalls im Eingangsbereich. Auch sie waren alkoholisiert und gerieten untereinander in Streit, so dass die Beamten auch hier noch „nebenbei“ schlichtend einwirken mussten.

Fazit dieses Einsatzes: der Ostholsteiner konnte überredet werden mit einer Taxe nach Hause zu fahren und muss sich in einen strafrechtlichen Ermittlungsverfahren verantworten und ein Beamter hat Schürfwunden am Schienbein.

Diese "lebhafte" Nacht hatte laut Polizeisprecher Stefan Muhtz noch weitere Einsatzanlässe, die abgearbeitet wurden: "Leistbar war das durch die gegenseitige Unterstützung innerhalb des Revierbereiches Heiligenhafen durch die Fehmaraner, Heiligenhafener und Oldenburger Schutzfrauen und Schutzmänner."

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