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Ostholstein Ratekau: Mehr Geld für Lärmschutz
Lokales Ostholstein Ratekau: Mehr Geld für Lärmschutz
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21:15 30.06.2017
„Vonseiten der Bahn wird die Betroffenheit der Anlieger relativ hoch eingeschätzt.“Thomas Keller Bürgermeister Ratekau
Ratekau

Gleich mehrere gute Nachrichten sorgten für beste Stimmung in der Ratekauer Gemeindevertretung. So hat sich die Bahn bereit erklärt, im Zuge der Hinterlandanbindung zur festen Fehmarnbeltquerung umfangreichere aktive Lärmschutzmaßnahmen anzubieten als vom Lärmschutzgutachter vorgeschlagen. Davon berichtete Bürgermeister Thomas Keller (parteilos) ebenso wie von genehmigten Landeszuschüssen für die Sanierung von sanitären Einrichtungen in Sporthallen und Schulen. Außerdem stellte er die Jahresrechnung 2016 vor.

Von der Tagesordnung heruntergenommen worden waren gleich zu Beginn der Sitzung nahezu alle Punkte rund um das Thema Windkraft. Wegen des Regierungswechsels in Kiel gebe es beispielsweise noch keine Vorgaben für die Abstandsflächen. Einmütig verabschiedet wurde allerdings die gemeindliche Stellungnahme zur Teilfortschreibung des Landesentwicklungsplanes, die das Sachthema Windkraft umfasst.

Als im Ergebnis „nicht gut“, aber dennoch als „gute Grundlage für weitere Beratungen“ wertete Keller Ankündigungen der Deutschen Bahn, im Gemeindegebiet für aktiven Lärmschutz sorgen zu wollen. Die jetzt bekannt gewordenen Vorstellungen gingen teilweise über das hinaus, was im Lärmschutzgutachten erarbeitet worden sei, berichtete der Bürgermeister. „Vonseiten der Bahn wird die Betroffenheit der Anlieger relativ hoch eingeschätzt“, sagte Keller und beschrieb das Beispiel in Luschendorf. Statt der vom Gutachter geforderten 490 Meter Lärmschutzwand sollen es dort 720 Meter werden. Bei Ruppersdorf werden es 480 Meter sein sowie entlang von Ratekau und Neu Ruppersdorf 2,4 Kilometer.

Von den zehn Millionen, die die Landesregierung für das so genannte Schultoiletten-Programm bereitgestellt hatte, werde die Gemeinde Ratekau 193000 Euro bekommen, sagte Keller. Das seien 29 Prozent des gesamten Fördertopfes, der dem Kreis Ostholstein zustehe. Drei von eingereichten fünf Maßnahme können damit zu 61 Prozent gefördert werden. Konkret geht es um die Sanierung der Sporthalle Pansdorf und die der Møn-Halle sowie um die Toiletten in der Ratekauer Grundschule. Alle Arbeiten müssen bis zum 15. April 2018 erledigt sein.

Auch wenn einige Gemeindevertreter am Donnerstagabend wegen des um 20 Uhr beginnenden Fußballspiels mit deutscher Beteiligung mehrmals verstohlen zur Uhr schauten, bemerkte Keller: „Die Jahresrechnung 2016 ist so gut, dass wir uns einfach Zeit dafür nehmen müssen.“ Er präsentierte ein ausgeglichenes Jahresergebnis und eine freie Finanzspitze. Die Höhe der Einnahmen sei mit 1,51 Millionen Euro etwas höher als 2015. Es wurden zwar 1,5 Millionen Euro mehr Schulden als 2014 gemacht, dafür wurden in dem Zeitraum aber auch 10,5 Millionen Euro investiert. Die Pro-Kopf-Verschuldung der Ratekauer lag bei 260 Euro je Einwohner, landesweit betrug sie 1325 Euro. „Das alles kann sich sehen lassen“, sagte ein sichtlich zufriedener Keller.

Christina Düvell-Veen

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