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Ostholstein Ratekau ist am bienenfreundlichsten
Lokales Ostholstein Ratekau ist am bienenfreundlichsten
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10:03 26.05.2016

Das wurde gestern im Zuge der Siegerehrung in Kiel bekanntgegeben. Ausgeschrieben hatte diesen Wettbewerb der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), um vor allem auf die Gefährdung der Wildbienen aufmerksam zu machen. Acht Städte beziehungsweise Gemeinden hatten es dabei ins Finale geschafft.

Gemeinde liegt beim Umwelt-Wettbewerb vorn / Timmendorf auf dem zweiten Platz.

Bei der Preisvergabe erwies sich die siebenköpfige Jury, bestehend aus Imkern und Biologen, als großzügig. Neben Preetz (Platz eins bei den Städten) wurden vier weitere Teilnehmer ausgezeichnet, indem sie allesamt mit zweiten Plätzen bedacht wurden: Auch Lübeck und Bad Schwartau (Städte) sowie Timmendorfer Strand und Ruhwinkel (Kreis Plön) erhalten wie die Sieger eine Urkunde, eine Plakette, eine Wildbienen-Nisthilfe sowie eine bienenfreundliche Winter-Linde – den „Baum des Jahres 2016“.

„Wir freuen uns natürlich sehr“, erklärte Ratekaus Bürgermeister Thomas Keller gestern. „Das ist eine Anerkennung unserer langjährigen Aktivitäten. Dahinter stehen viele einzelne Projekte aus bis zu 20 Jahren.“ Die Auszeichnung bestätige die Gemeinde Ratekau auf ihrem Weg, „den wir weiter gehen werden“.

Bei der Bewertung der Teilnehmer hatte die Jury darauf geachtet, „wie die Kommunen mit vorhandenen natürlichen Wildbienen-Lebensräumen umgehen, ob Nist- und Nahrungsplätze geschaffen werden und ob bei der Anlage und Pflege von öffentlichen Flächen die Bedürfnisse von Bienen und anderen blütenbesuchenden Insekten beachtet werden“, heißt es in der Begründung des BUND. Jede Stadt beziehungsweise Gemeinde war bei Ortsterminen unter die Lupe genommen worden. In Ratekau hatten Torben Illige, der Leiter der Umweltabteilung der Gemeinde, und sein Vorgänger Jürgen Leicher die verschiedenen Projekte vorgestellt. Darunter sind der Wildbienen-Lehrpfad im „Medizinwald“ am Ortsausgang Richtung Techau, die Flächen „Katthorstwiese“ und „Langgrab“, acht Hektar Bienenweiden eines Landwirtes in Häven und Bastelaktionen in der Ratekauer Kita, wo die Kinder unter anderem Bienenhotels gebaut haben.

Doch auch die anderen Wettbewerbsteilnehmer müssen sich mit ihren Bemühungen nicht verstecken. „Die jeweils doppelt besetzten zweiten Plätze verdeutlichen, wie eng die Finalisten beieinander lagen“, betonte Jury-Mitglied Florian Schulz aus dem BUND-Landesvorstand. So hätten sich die bienenfreundlichen Kommunen gemeinsam „zum Sieg gesummt“ – und das wiederum freut gewiss auch die Bienen.

latz

LN

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