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Ratekau macht sich hübsch: Millionen für neuen Ortskern

Ratekau Ratekau macht sich hübsch: Millionen für neuen Ortskern

Die Umgestaltung der Ortsmitte von Ratekau geht in die nächste Phase. Die Fläche zwischen Dorfplatz und Blücherzentrum, wo jetzt unter anderem das Sozialkaufhaus seinen Standort hat, das Jugendzentrum steht und ein Parkplatz asphaltiert ist, soll neu gestaltet werden.

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Bürgermeister Thomas Keller und Christin Stark vom Bauamt vor dem Haus der Jugend, das zu einem Familienzentrum erweitert werden soll.

Ratekau. Vorgesehen ist, dass aus dem Jugendzentrum ein erweitertes Familienzentrum wird. Die Autos verschwinden zugunsten eines großzügigen Platzes, der zum Verweilen einlädt, die alte Ladenzeile aus den 80er-Jahren weicht einem Neubau mit rund 20 Wohnungen und einer Arztpraxis im Erdgeschoss.

LN-Bild

Mehr Grün, mehr Leben und alles barrierefrei – Obendrein regnet es Fördergeld.

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Diese Pläne stellten Ratekaus Bürgermeister Thomas Keller (parteilos) und Christin Stark aus der Bauverwaltung der Gemeinde am Donnerstagabend im Ausschuss für Umwelt, Natur, Energie und Bauen vor.

Keller schätzt das gesamte Investitionsvolumen auf rund 7,5 Millionen Euro. Das Gros von rund 6,5 Millionen Euro entfällt auf einen privaten Investor für das Wohnhaus. Zur Umgestaltung gehört ebenso eine barrierefreie  Gestaltung des Geländes und seiner Wege einschließlich der Anbindung an das angrenzende Einkaufszentrum. Schon im nächsten Jahr soll es losgehen mit den Arbeiten. Bis Ende 2019 soll möglichst alles fertig sein, sagte Keller den LN.

Die Eile ist geboten, weil der Gemeinde ein Coup gelungen ist. Sie hat kurzfristig Restmittel aus der Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz akquirieren können. Zugesagt sind 712500 Euro – das entspricht einer Förderung von 75 Prozent der auf 950000 Euro veranschlagten Baumaßnahmen, die auf die Gemeinde entfallen. Das Geld fließt aber nur, wenn noch in diesem Jahr eine Baugenehmigung vorliegt. Dafür muss zunächst der Bebauungsplan geändert werden. „Wir haben uns gar keine großen Chancen auf die Förderung ausgerechnet“, berichtete der Bürgermeister. Doch weil landesweit nur sieben Anträge gestellt wurden, bekam Ratekau den Zuschlag. Entsprechend groß ist jetzt die Freude.

Denn der Geldsegen fällt mit dem glücklichen Umstand zusammen, dass es der Gemeinde gelungen ist, die 3744 Quadratmeter große Grundstücksfläche zu kaufen, die für die Ortskern-Entwicklung benötigt wird. Rund 2200 Quadratmeter davon sollen an einen privaten Investor verkauft werden, um dort das Wohngebäude zu errichten – möglichst mit Miet- und Eigentumswohnungen zugleich. Für die Autos der Bewohner bekommt das Haus eine Tiefgarage.

Die Gemeinde baut das jetzige Haus der Jugend in ein erweitertes Familienzentrum aus. Das bestehende Gebäude wird aufgestockt und in der Grundfläche etwas vergrößert, so dass sich die Fläche in etwa verdoppelt. Unterkommen soll hier das gesamte Beratungsangebot der Gemeinde – von der Behindertenbeauftragten über die Jugendarbeit bis zum Café International. Auch ein großer Multifunktionsraum ist vorgesehen.

Trotz des Wohnblocks, der die ins Erdreich abgesenkte Ladenzeile mit den Satteldächern ersetzt, soll das Gesamtareal ein offener Raum bleiben, „ein attraktiver Platz am Familienzentrum mit Angeboten für alle“, beschreibt Keller die Planung, an der schon länger gearbeitet wird. „Wir wollen mehr Grün, mehr Leben im Ortszentrum – und barrierefreie Wegverbindungen“.

Die Treppe, die jetzt hinter dem Jugendzentrum zum Einkaufszentrum führt, wird verschwinden, der Übergang zu den Geschäften fließender gestaltet. Das Sozialkaufhaus, ein Bestattungsunternehmen, ein Döner- und Pizza-Imbiss müssen der Neugestaltung weichen. Keller will sich um Alternativstandorte bemühen. Auf einer Ortsversammlung nach den Sommerferien will er die Pläne im Detail vorstellen.

Abgeschlossen ist die Ortskerngestaltung damit nicht. Sie soll Zug um Zug weitergehen.

 Arnold Petersen

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