Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Ostholstein Ratekau soll barrierefreier werden
Lokales Ostholstein Ratekau soll barrierefreier werden
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
02:15 06.09.2013
Bürgermeister Thomas Keller und Susanne Voß, Vorstandsvorsitzende der Lebenshilfe Ostholstein, unterzeichnen den Vertrag. Quelle: Foto: S. Latzel

Der Vertrag ist unterschrieben, es kann losgehen: Bürgermeister Thomas Keller hat für die Gemeinde Ratekau die Kooperationsvereinbarung mit der Lebenshilfe Ostholstein unterzeichnet, mit der in weiten Teilen der Region für mehr Barrierefreiheit gesorgt werden soll. „Das wird mit Sicherheit ein umfangreiches Unterfangen“, kündigte Keller an.

Grundlage ist das Lebenshilfe-Projekt „Ostholstein — erlebbar für alle“. „Dafür haben wir bei der ,Aktion Mensch‘ 300 000 Euro beantragt, und ich gehe davon aus, dass dieses Geld bewilligt wird“, sagt Susanne Voß, Vorstandsvorsitzende der Lebenshilfe Ostholstein. Experten sollen ausgebildet werden — Menschen mit Behinderungen, aber auch ganz einfach Freiwillige, die ihre Gemeinden in puncto Barrierefreiheit unter die Lupe nehmen wollen.

Und das soll auch in Ratekau geschehen. „Es geht nicht nur um Rollstuhl-Fahrer“, erklärt Susanne Voß. „Auch Hör- und Sehbehinderte sowie ganz einfach ältere Menschen stoßen im Alltag auf zahlreiche Hindernisse.“ Dazu kann sie eine Menge Beispiele nennen: „Eine tolle Promenade mit Strandzugang für Behinderte — aber die Behinderten-Toilette ist 600 Meter weit weg. Behinderten-WCs, die nicht an das internationale Schlüssel-System angeschlossen sind. Barrierefreie Bereiche in Lokalen, in denen aber Stehtische aufgebaut sind. Internet-Seiten von Gemeinden, die Sehbehinderte nur schwer erfassen können.“

Die Experten der Lebenshilfe sollen Verbesserungsvorschläge machen. „Danach wird ein Maßnahmenkatalog aufgestellt“, sagt Bürgermeister Keller. Für die Umsetzung sei gewiss eine Menge Geld vonnöten, „wir wollen Fördermittel beantragen und sehen, was schnell umgesetzt werden kann und was vielleicht ein wenig Zeit braucht“. Zudem werde die Verwaltung einen Workshop für Politik, Vereine und andere Organisationen veranstalten, „um für das Thema zu sensibilisieren“. Das Projekt in Ratekau ist auf zwei Jahre angelegt, es beginnt im Januar 2014. Die Gemeinde Bosau und die Stadt Oldenburg haben bereits Kooperationen mit der Lebenshilfe abgeschlossen, so Susanne Voß. „Wir wollen das konsequent umsetzen“, sagt Bürgermeister Keller, „das soll nicht einfach nur ein nettes Papier sein.“ latz

LN

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Bereits seit über 40 Jahren richtet die Seglervereinigung Malente-Gremsmühlen (SVMG) auf dem Dieksee ihre „Wurstregatta“ aus.

05.09.2013

„Energiewende — Biogas kann‘s“ lautet das Motto der Biogas-Tour 2013 des Fachverbandes Biogas.

05.09.2013

Das Bürgervogelschießen in Grömitz steht an: Am Sonnabend, 7. September, heißt es frühmorgens um 7.30 Uhr: „Angetreten zum Sammeln“, ...

05.09.2013
Anzeige