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Ostholstein Ratekauer Sozialkaufhaus muss seinen Standort wechseln
Lokales Ostholstein Ratekauer Sozialkaufhaus muss seinen Standort wechseln
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22:13 12.09.2016
Da der gesamte Gebäudekomplex an der Hauptstraße abgerissen wird, muss auch das Sozialkaufhaus seinen Standort wechseln. Quelle: Düvell-Veen

Es gab kein Lob, aber auch keine Kritik. Die Ratekauer, die der Einladung von Dorfvorsteherin Karin Keller-Georg zur Dorfschaftsversammlung gefolgt waren, hörten zunächst einmal aufmerksam zu, als Bürgermeister Thomas Keller (parteilos) die Pläne zur Neugestaltung des Ortszentrums darstellte. Danach dann kamen einige Fragen. „Wie sieht es mit öffentlichen Toiletten aus?“ „Was geschieht mit dem Sozialkaufhaus?“ Zur Sprache kam auch die Parkplatzsituation.

„Junger Mann, können Sie mir mal bitte meine Einkäufe nach oben tragen?“Ältere Dame am steilen Treppenaufgang

zu Bürgermeister Thomas Keller

Nachdem 2011 der erste Teil der Ortskernplanung mit der Ansiedlung von Verbrauchermärkten in der zweiten Reihe beendet worden war, geht es jetzt um den zweiten Bauabschnitt, so Keller. Da das Land eine finanzielle Förderung in Höhe von 712000 Euro in Aussicht gestellt habe, müsse es mit den Antragstellungen und weiteren Planungen sehr schnell gehen.

Im Mittelpunkt des zweiten Bauabschnitts werden ein kombiniertes Wohn- und Ärztehaus sowie ein Familienzentrum stehen. Dafür müsse die Gebäudezeile in der ersten Reihe abgerissen werden.

Davon betroffen seien das Sozialkaufhaus und einige andere Betriebe. Keller: „Weil wir das Angebot an Geschäften ja nicht reduzieren, sondern erweitern wollen, sind wir auf der Suche nach alternativen Standorten.“ Das Sozialkaufhaus werde mit Sicherheit in der Gemeinde, nicht aber im Hauptort Ratekau bleiben, kündigte er an. „Wir stellen uns etwas Attraktives vor“, sagte der Verwaltungschef mit Blick auf den Wohnkomplex. Er soll in zweigeschossiger Bauweise mit Staffelgeschoss errichtet werden. Im Erdgeschoss wird eine barrierefrei zugängliche Arztpraxis eingerichtet, im Obergeschoss wird es Mietwohnungen geben.

Zum Familienzentrum umgebaut wird das jetzige Jugendzentrum. Von dort aus soll ein barrierefreier Zugang zum Einkaufszentrum geschaffen werden. Die jetzt zu nutzende steile Treppe verschwindet dann.

Keller weiß aus eigenem Erleben, dass sie manchmal Schwierigkeiten bereitet. Erst kürzlich sprach ihn eine ältere Dame an und bat: „Junger Mann, können Sie mir mal bitte meine Einkäufe nach oben tragen?“

Behindertengerecht soll auch die Lösung der Toilettenfrage sein. Das jetzt existierende WC im späteren Familienzentrum bleibt erhalten, ein weiteres kommt dazu.

Noch nicht abgeschlossen sind Überlegungen, ob auf dem derzeit nahezu ungenutzten Wilhelm-Rehpenn-Platz Parkflächen ausgewiesen werden sollen. Der Zeitplan sieht vor, im nächsten Jahr das Familienzentrum, die neue Treppenanlage und einen öffentlichen Bereich zu bauen. Alles andere erfolgt dann im Jahr 2018.

Christina Düvell-Veen

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