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Ostholstein Ratekauer Wehren retteten 27 Menschen
Lokales Ostholstein Ratekauer Wehren retteten 27 Menschen
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20:21 05.03.2016
Das Schleswig-Holsteinische Feuerwehr-Ehrenkreuz in Bronze heftete Michael Hasselmann (links) ans Revers von Udo Caliebe. Quelle: Fotos: Düvell-Veen

Der stellvertretende Kreisbrandmeister Michael Hasselmann war begeistert. Statistisch gesehen, so folgerte er aus dem Jahresbericht des Ratekauer Gemeindewehrführers Dennis Puls, hat jeder der derzeit 213 Feuerwehrangehörigen im vergangenen Jahr einen Lehrgang besucht. Während der Jahresversammlung der Gemeindewehr forderte er die Mitglieder der acht Orts- und der beiden Jugendwehren zudem auf, in der Mitgliederwerbung nicht nachzulassen und dort weiterhin neue Wege zu gehen. „Ich bereue es nicht, Feuerwehrmann geworden zu sein. Es ist das geilste Hobby der Welt“, ließ Hasselmann die Versammlung wissen.

Der stellvertretende Kreisbrandmeister Michael Hasselmann war begeistert. Statistisch gesehen, so folgerte er aus dem Jahresbericht des Ratekauer Gemeindewehrführers ...

In seinem Bericht erwähnte Puls nicht nur die Lehrgänge, sondern beschrieb auch die insgesamt 197 Einsätze des vergangenen Jahres. Es waren 27 mehr als 2014. Hinzu kamen 40 nachbarschaftliche Hilfeleistungen. Bei den Einsätzen wurden 27 Menschen gerettet. Es gab zehn Verletzte, und vier Personen konnten nur noch tot geborgen werden, berichtete Puls. Der Gemeindewehrführer dankte vor allem Bürgermeister Thomas Keller für eine „sehr gute und unkomplizierte Zusammenarbeit“. Danach überraschte er die Ordnungsamtsleiterin Christine Treder-Rabbe mit einem Blumenstrauß. Da sie im August in den Ruhestand tritt, war es ihre letzte Gemeindewehr-Jahresversammlung. „Ich wüsste manchmal wirklich nicht, wie ich die Arbeit des Gemeindewehrführers schaffen sollte, wenn ich Sie nicht hätte“, sagte Puls.

Bürgermeister Keller begrüßte in seiner Rede die Pläne, in der Ostgemeinde und in Ratekau weitere Jugendwehren sowie Kinderabteilungen in Offendorf und Sereetz einzurichten. Auch wenn die kleineren Wehren personell recht gut ausgestattet seien, so würden in den großen Orten Sereetz und Ratekau gerade tagsüber weitere Feuerwehrleute benötigt. Mitgliederwerbung sei daher nötig.

Außerdem kündigte er an, dass die etwa 90 Atemschutzträger neu ausgestattet werden. Pro Person kostet die Einsatzschutzkleidung mit Jacke, Hose und Handschuhen etwa 1000 Euro. „Wenn es der Sicherheit dient, dann muss dies besser gestern als heute geschehen“, sagte Keller.

Für weitere sechs Jahre in seinem Amt bestätigt wurde der Schriftführer Marco Krebs. Jahresberichte erstatteten auch Kassenwart Hans-Hinrich Jaacks, Brandschutzerzieherin Sandra Helbich sowie Vertreter der beiden Jugendwehren. Zudem wurde geehrt und befördert (siehe Info-Kasten).

Grußworte sprachen auch die Ratekauer Pastorin Anke Dittmann, Andreas Block vom Polizeirevier Bad Schwartau und Hannelore Paschke vom Pansdorfer DRK-Ortsverein.

Ehrungen und Beförderung

Das Brandschutzehrenzeichen in Silber für 25-jährigen Dienst bekamen die Löschmeister Reinhard Losch (Luschendorf) und Matthias Otte (Pansdorf) sowie Brandmeister Marc Papendorf (Ratekau).

Das Brandschutzehrenzeichen in Gold für 40 Jahre wurde Ralf „Ede“ Hicken (Pansdorf) verliehen.

Das Ehrenzeichen für 50 Jahre bekam Brandmeister Hans-Joachim Hardt (Luschendorf) angeheftet.

Das Schleswig-Holsteinische Feuerwehrehrenkreuz in Bronze trägt jetzt Oberlöschmeister Udo Caliebe (Ratekau).

Zum Brandmeister befördert wurde Löschmeister Knut Hansen (Pansdorf).

Von Christina Düvell-Veen

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